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Waspo 98 vergibt Siegchance

Bis zur letzten Sekunde war für Waspo 98 Hannover in der Champions League-Partie gegen Jadran Herceg Novi zumindest ein Remis möglich. Nach einer letzten Auszeit neun Sekunden vor dem Ende beorderte Trainer Karsten Seehafer sogar den guten Torwart Moritz Schenkel in den Angriff. Doch die letzten Bemühungen brachten keine reguläre Torchance mehr und die Hannoveraner mussten gegen den montenegrinischen Topklub eine bittere 11:12-Niederlage quittieren.

Jadran erwischte den besseren Start. Zwar konnte Ivan Nagaev mit einem seiner gefürchteten Distanzschüsse zum 1:1 ausgleichen, doch setzte sich die blutjunge und hochtalentierte Mannschaft von der Adriaküste durch zwei Tore von Djuro Radovic auf 3:1 ab. Waspo kam auch nach Auffassung von Trainer Karsten Seehafer schwer in die Partie, und so setzten sich die Youngster aus Herceg Novi trotz eines zwischenzeitlichen Gewaltwurfes von Kapitän Aleksandar Radovic auf 5:2 ab. Die Moral stimmte allerdings beim hannoverschen Team. Zwar gelang offensiv spielerisch kaum etwas, doch über eine strukturierte Defensive konnte Waspo zunehmend dagegenhalten. Ein schöner Direktwurf von Marko Macan, ein weiterer Distanzwurf von Ivan Nagaev und eine platzierte „Peitsche“ von Kapitän Radovic in Überzahl brachten den deutschen Meister zur Halbzeit auf 5:6 heran.

Fortan schien es Waspo 98 darauf anzulegen das behördlich verordnete Böllerverbot außer Kraft zu setzen. Aleksandar Radovic und Ivan Nagaev feuerten aus großen Distanzen und trafen mehrfach. Zudem gelangen auch zwei gelungene Spielzüge. Einmal wuchtete Jorn Winkelhorst einen wunderbaren Pass von Radovic von der Centerposition in die Maschen. Ein anderes Mal ließ sich Tobias Preuß von einem strafwurfreifen Foul nicht beirren, fasste bei einem Konter nach und bugsierte den Ball technisch hochwertig zum 10:8 unter den Giebel. Waspo schien auf der Siegerstraße zu sein doch der Jadran-Akteur Kanstantsin Alverca hatte etwas dagegen. Zunächst schaffte er mit einem Aufsetzer noch im dritten Spielabschnitt den Anschlusstreffer. Im Schlussviertel scheiterte er zwar zunächst mit einem Fünfmeter, traf aber nach einer unübersichtlichen Folgesituation im Nachwurf. Mit seinem dritten Tor in Serie, diesmal in Überzahl, eroberte er die Führung für seine Mannschaft zurück. Nach einer Ungeschicktheit in der Waspo-Abwehr entschieden die Referees noch einmal auf Strafwurf, den die Montenegriner diesmal verwandelten.

Waspo zeigte sich im Angriff erneut zu uninspiriert und brachte kaum noch vielversprechende Aktionen zustande. Einmal noch scheiterte Julian Real nach feinem Zuspiel aus kürzester Distanz am famos reagierenden Jadran-Schlussmann. Erst in der letzten Spielminute agierten die jungen Adriaanrainer etwas fahrlässig. Ivan Nagaev wurde partout nicht angegriffen und nutzte den Freiraum zu einem herrlichen Wurf in die lange Ecke zum Anschlusstreffer. Doch mehr sollte – siehe oben – nicht mehr sein.

So machte Coach Seehafer im anschließenden Interview aus seiner Enttäuschung keinen Hehl und sah gleichmäßig verteilte Mängel in Angriff und Abwehr. Für die ohne Matchpraxis angereisten Hannoveraner hat sich die Chance auf einen Sieg oder zumindest einen Teilerfolg nicht erfüllt. Im abschließenden Spiel gegen Titelverteidiger und Gastgeber Ferencvaros Budapest wäre ein Punktgewinn ein Paukenschlag. Das Anschwimmen steigt am Donnerstag um 16:30 Uhr in der Donau-Arena. FG

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