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Wiederholt Deutschland den Auftaktcoup?

Der sportliche Startschuss zu den 33. Wasserball-Europameisterschaften in Barcelona (Spanien) fällt heute um 14 Uhr, und nicht nur aus deutscher Sicht sorgen im Bernat-Picornell-Schwimmkomplex auf dem Montjuïc-Berg die Frauen für den Anfang: Die bei den Titelkämpfen des Jahres 2016 achtplatzierte DSV-Auswahl trifft von 18:30 Uhr an in ihrem ersten von gleich fünf Vorrundenspielen auf die Mannschaft Serbiens, die als direkter Rivale beim Kampf um Platz vier und das Viertelfinale gilt – wie schon vor zwei Jahren im serbischen Belgrad ist auch in Barcelona ein Auftaktcoup gefordert.

Die deutsche Mannschaft wird beim Saisonhöhepunkt mit dem jüngsten Aufgebot in ihrer 33-jährigen EM- und WM-Historie in das Becken steigen. Seit den Titelkämpfen von 2016 ist das Team noch einmal stark verjüngt worden, und im Blickwinkel befinden sich dabei auch schon die Olympischen Spiele 2024. „Die EM wird für uns eine wichtige Standortbestimmung, die uns zeigt, wie groß der Abstand zu den Top-Nationen ist. Serbien und die Türkei können wir schlagen und Platz vier in unserer Gruppe erreichen“, sagt Trainer Anja Skibba (Chemnitz), die mit gleich acht EM-Neulingen ins Rennen gehen wird.

Zum zweiten Mal nach 2016 wird in der Frauenkonkurrenz mit zwölf Mannschaften in zwei Sechsergruppen gespielt. Für den Einzug in das Viertelfinale reicht besagter vierter Rang, allerdings erscheinen in der „deutschen“ Vorrundengruppe A die ersten drei Ränge für Vize-Weltmeister Spanien, den Olympiadritten Russland sowie Titelverteidiger Ungarn reserviert. Damit ist die neuformierte DSV-Auswahl bereits in der heutigen Partie gegen die damals neuntplatzierte Vertretung Serbiens gefordert, wenn wie 2016 in Belgrad ein achter Platz in der Endplatzierung herausspringen soll. Das Szenario ist nahezu identisch: Beide Teams standen sich auch in Belgrad am Auftakttag gegenüber, wobei die DSV-Auswahl vor großer Kulisse mit einem knappen 14:13-Sieg Kurs hielt.

Beide Teams standen sich bereits vor neuen Tagen bei einem Vier-Nationen-Turnier im ungarischen Dunaújváros gegenüber, wobei Serbien am Ende knapp mit 11:10 die Nase vorn hatte. „Wir haben viel getestet“, ist Skibba nach dem knappen Duell an der Donau auf das Wiedersehen an Spaniens Mittelmeerküste mehr als gespannt. Der Gegner ist aber in jedem Fall eine Herausforderung: Zwar ist es auch an der Save um die Finanzen nicht zum Besten bestellt, doch im Lande des Männer-Olympiasiegers wurde zuletzt beim lange vernachlässigten Frauenwasserball die Anstrengungen intensiviert. So kommen in der Hauptstadt Belgrad unter anderem vom 27. August bis 2. September die U18-Weltmeisterschaften zur Austragung.

Spiele auf dem „Centre Court“

Für das junge deutsche Team sind die Titelkämpfe in Barcelona jedoch nicht nur sportlich ein Erlebnis, sondern es wartet auch ein spektakuläres Ambiente: Männer- wie auch Frauenturnier finden auf dem 173 Meter hohen Hausberg der spanischen Mittelmeermetropole in Sichtweite des Olympiastadions im Bernat-Picornell-Schwimmkomplex statt, der bereits 1992 die olympischen Schwimmwettbewerbe beherbergt hat. Für die Titelkämpfe der besten europäischen Mannschaften wurden Zusatztribünen errichtet, die sich teilweise im Becken befinden und bis an das Spielfeld heranragen. Dadurch bietet sich für die bis zu 4.200 Zuschauer im Gegensatz zu normalen Schwimmbädern ein regelrechtes Centre-Court-Feeling wie beim Tennis.

Nach dem Serbien-Spiel folgt aus deutscher Sicht in Sachen Ambiente bereits am Tag darauf noch eine weitere Steigerung: Dann spielt die DSV-Auswahl abends von 22 Uhr an gegen den Gastgeber und amtierenden Vizeweltmeister Spanien in der durchdesignten Wasserballarena nicht nur vor einer wohl vierstelligen Zuschauerkulisse, sondern auch unter Flutlicht. In der Vergangenheit war Letzteres gang und gäbe, doch seit Einführung der Sommerzeit im Jahre 1980 und der zunehmenden Hinwendung zu einer ganzjährigen Saison mit zahlreichen Hallenspielen ist dieses vielerorts gar nicht mehr vorgesehen – in Deutschland vielleicht sogar noch mehr als in einigen anderen Wasserballnationen.

Trotz des erneut hohen weltweiten Zuspruchs wird es in Deutschland keine Fernsehübertragungen von der 15-tägigen Veranstaltung geben, allerdings bietet der Europäische Schwimmverband (LEN) auf seiner Homepage www.len.eu erneut einen Livestream aller 92 Partien. Die LEN wird neben den 78 Fernsehspielen dabei auch Bilder zu denjenigen 14 Partien produzieren, für die keine TV-Rechte verkauft werden konnten. Auf der Veranstaltungshomepage www.wp2018bcn.com soll es zudem täglich jeweils eine 20-minütige Zusammenfassung des Tagesgeschehens geben.

Wasserball-Europameisterschaften 2018 in Barcelona (Spanien)

Vorrundengruppen Frauen

Gruppe A
Israel
Niederlande
Frankreich
Griechenland
Kroatien
Italien

Gruppe B
Serbien
Russland
Ungarn
Spanien
Türkei
Deutschland

Ansetzungen Tag 1 bis 3

Sonnabend, den 14. Juli 2018 (Vorrunde Frauen)
14:00 Niederlande – Kroatien
15:30 Israel – Italien
17:00 Russland – Türkei
18:30 Serbien – Deutschland
20:30 Frankreich – Griechenland
22:15 Ungarn – Spanien

Sonntag, den 15. Juli 2018 (Vorrunde Frauen)
14:00 Türkei – Ungarn
15:30 Serbien – Russland
17:00 Israel – Niederlande
18:30 Kroatien – Frankreich
20:30 Italien – Griechenland
22:00 Deutschland – Spanien

Montag, den 16. Juli 2018 (Vorrunde Männer)
11:00 Montenegro – Frankreich
12:30 Russland – Slowakei
14:00 Türkei – Griechenland
15:30 Kroatien – Niederlande
18:30 Deutschland – Italien
20:30 Serbien – Rumänien
22:15 Malta – Spanien

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