Weiden schlägt Würzburg im Spitzenspiel und visiert Aufstieg an

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Weiden schlägt Würzburg im Spitzenspiel und visiert Aufstieg an

SV Meisterlich im Schätzlerbad

Beeindruckende Verteidigung mit Top Torwartleistung bringt den Sieg und vermeidliche Vorentscheidung im Meisterschaftskampf der 2. Wasserball-Liga Süd 2017/2018. Die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden besiegen nach souveräner und geschlossener Mannschaftsleistung den Dauerrivalen und Bundesligaabsteiger SV Würzburg 05 mit 9:3 Toren im vereinseigenen Schätzlerbad und stellen damit die Weichen fast schon endgültig in Richtung Aufstiegsturnier. Die Meisterschaft ist den Max-Reger-Städter theoretisch zwar noch zu nehmen, mit dem bevorstehenden Restprogramm aber schon sehr wahrscheinlich erreicht. Die Weidener erklärten der Ligaleitung bereits ihre Bereitschaft im Aufstiegsturnier teilnehmen zu wollen und das Event auch auszutragen. Besteht die Tabellenführung der SV-ler bis Ende der Runde, steigt das Turnier in den Tagen vom 29. Juni bis 01. Juli im Schätzlerbad. Die Zeichen, die Aufstiegsrunde elf Jahre nach dem ersten Bundesligaaufstieg 2007 an gleicher Stelle auszutragen stehen für die Aigner-Schützlinge sehr gut.

Die Mannschaft strahlte von Beginn an Geschlossenheit und Leidenschaft aus. Sehr konzentriert und dominant mit ihrem Abwehrchef Thomas Kick in der Verteidigung und clever bedacht und ruhig mit dem Topschützen Sean Ryder im Angriff, ließen die Hausherren den Unterfranken kaum Chancen zu. Und was gelegentlich durchkam, parierte der glänzend aufgelegter Matthias Kreiner im Kasten der Oberpfälzer. Nach 2:0 im ersten und 1:0 im zweiten Viertel wechselten die Teams mit 3:0 Halbzeitstand die Seiten. Marek Janecek traf zum Beginn des dritten Abschnitts zum 4:0 und machte damit klar, wer an dem wunderschönen Samstagsabend als Sieger aus dem Becken steigen soll. Zwischenzeitlich erwachten die Würzburger ein wenig, trafen noch zwei Mal im dritten, brachten aber die Weidener nicht aus dem Konzept. Mit 6:2 zur letzten Viertelpause war das Polster groß genug, um die Partie in Ruhe zu kontrollieren und den ersehnten Sieg zuhause zu lassen. Sichtlich entnervt gingen die Gäste im Schlussviertel mit ihren Chancen um und bekamen dafür mit 3:1 die Quittung. Der deutlicher 9:3 Sieg geht in der Summe, auch in dieser Höhe, völlig in Ordnung. „Das war mit Abstand die beste und reifste Leistung der Saison. Die Aufstiegsturnierteilnahme ist nach dieser Vorstellung die einzig logische Konsequenz und der Bundesligaaufstieg muss jetzt unser Ziel sein. Das hat sich die Mannschaft verdient und wir werden es unterstützen. Am Sonntag beginnen die Vorbereitungen für das Turnier in Weiden“ erklärt der glückliche Wasserballwart Irek Luczak nach Abpfiff der Partie.

„So sicher in der Verteidigung, mit so einer starken Torwartleistung und so clever im Sturm mit Sean Ryder als Lenker wollen wir jetzt auch aufsteigen. Die gesamte Mannschaft hat mit Leidenschaft und Disziplin überzeugt und die jüngsten haben einen enormen Beitrag zum Ergebnis geleistet, das war Spitze und macht mich sehr glücklich“ drückte Trainer Thomas Aigner seine Zufriedenheit aus. „Geiles Spiel“ machte Kapitän Kick ganz kurz, während er aus dem Becken stieg.

Nächste Woche spielen die Oberpfälzer einen Doppelspieltag in Schaben, am Samstag gegen Pforzheim und am Sonntag in Bietigheim, eine Woche später, am 17. Juni beenden die SV-ler die Runde mit einem Heimspiel gegen Frankfurt und wollen anschließend die Meisterschaft feiern. Am Sonntag (zum Zeitpunkt der Berichterfassung noch nicht gespielt) müssen die Aigner-Schützlinge noch das Halbfinalspiel beim PSV Stuttgart absolvieren und wollen damit ins Finale einziehen, wo erneut die Würzburger (bereits qualifiziert) warten. Das Double zum zweiten Mal in Folge bleibt das Ziel der Max-Reger-Städter.

SV Weiden – SV Würzburg 9:3 (2:1, 1:0, 3:2, 3:1)
Wasserverweise: Weiden 10, Würzburg 6
Schiedsrichter: Stefan Schulze und Peter Schneider
Zuschauer: 130

SV Weiden spielte mit Matthias Kreiner im Tor,
Nikolaj Neumann, Alexander Hinz (1 Tor), Michael Trottmann, Thomas Kick (1), Denis Reichert, Jakob Ströll (1), Robert Reochert (1), Marek Janecek (1), Andreas Jahn (1), Sean Ryder (3) und Florian Modl

Trainer Thomas Aigner

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