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Mut machende Niederlage beim Champions-League-Sieger

Der Zeitplan des Berliner Teams ist gut gefüllt: Am vergangenen Samstag fand das Meisterschafts-Halbfinale 1 in Duisburg (17:10 für Spandau) statt, am Mittwoch der 12. Spieltag der Champions League bei Titelverteidiger Szolnoki VSK in Ungarn (8:9 aus 04-Sicht) und nun treffen die Wasserfreunde am Wochenende zur Fortsetzung der Best-of-Five-Halbfinalserie mit zwei Heimpartien in der Schwimmhalle Schönberg auf den ASCD.
Wer bisher immer noch glaubte, die im Laufe der Saison bereits mehrfach absolvierten starken Auftritte seien vielleicht eher Zufall gewesen oder dem Schwächeln der Gegner geschuldet, der durfte sich am Mittwoch beim Auswärtsmatch der 04er beim amtierenden Champions-League-Sieger 2017 Szolnoki VSK eines Besseren belehren lassen. Das 8:9 aus Berliner Sicht schmeichelte eher dem mit Olympiasiegern, Weltmeistern und Superklasse bestückten Gastgeber als dem Gast aus Deutschland. Das Berliner Team hätte ein Remis verdient gehabt.
Bekanntlich hatte Spandau Ende Oktober in Berlin bereits die Hin-Partie mit 10:9 für sich entschieden. Bei der Betrachtung beider Spiele wird deutlich, dass beide Teams ein vergleichbares Leistungsniveau aufweisen.
Die Wasserfreunde haben gegenüber den Vorjahren die lang ersehnte Leistungssteigerung realisieren können. Die internationalen Akteure sind in das Team integriert. Jeder Spieler stellt einen unentbehrlichen Bestandteil des erfolgreichen Team-Puzzles dar. Dieses Team funktioniert gemeinschaftlich. – Das ist eventuell der entscheidende Unterschied zu Waspo Hannover, der im erwarteten Meisterschaftsfinale dieser beiden Teams noch ausschlaggebend sein könnte. Denn das Hannoveraner Team wird von Hyperindividualisten, an denen alles hängt, geprägt.
Präsident Hagen Stamm lobte das Team der Wasserfreunde für „eine großartige und wirklich sehr disziplinierte Leistung“. Die Schlussfolgerung lautete folgerichtig: „Wenn wir es schaffen, diese Form in die nächsten Wochen zu transportieren sind wir für die kommenden Aufgaben sehr gut gerüstet!“
Nur drei bzw. vier Tage nach dem Match gegen Szolnok stehen die Spiele Nummer 2 und 3 der Best-of-Five-Meisterschaftshalbfinal-Serie gegen den ASC Duisburg an. Es müsste als reines Understatement gedeutet werden, wenn die Berliner die Spannung betonen und von einem offenen Ergebnis in Bezug auf den Endspieleinzug reden würden. „Natürlich wollen wir beide Partien gewinnen und ins Finale. Wir haben regelmäßig am Finale teilgenommen, die letzte Ausnahme gab es 1993. Aber dennoch nehmen wir die Duisburger absolut ernst. Ihr Team kann sich gezielt auf das Wochenende vorbereiten. Unsere Spieler dagegen müssen auch den Reisestress nach Szolnok verkraften. Aber das werden sie schaffen“, ist Hagen Stamm sicher.

Wasserfreunde Spandau 04
Sportliche Leitung
Peter Röhle

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