Der TV-Vreden gibt den Sieg noch aus der Hand!
15. Dezember 2017
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DSC weiter ungeschlagen

Ergebnis: 10:10 (2:3/2:2/2:2/4:3)
pers. Fehler: 13:5

Ausgangssituation:

Es war das Topspiel zwischen Erstem und Drittem der Liga, noch dazu zwischen den zwei Mannschaften, die von vielen als die Favoriten im Kampf um die Teilnahme am DWL-Aufstiegsturnier gehandelt werden.

DSC-Trainer Andreas Schlagmann wechselte im Vergleich zum Spiel gegen SV Krefeld 72 II nur auf einer Position. Anstelle von Jonas Lindner kehrte Centerverteidiger Bastian Lehmann zurück ins Team.

Der SV BW Bochum musste verletzungsbedingt auf Till Rohe (einer der Schlüsselspieler im Spiel der Gastgeber) verzichten. Vor Saisonbeginn hatte man sich jedoch mit Alexander Bayer (WS Hannover/DWL-A) auch prominet verstärkt und stellte ebenfalls eine starke Vertretung.

Spielverlauf:

1. Viertel:

Das Spiel wurde dem Tabellenstand beider Mannschaften gerecht. Die Teams lieferten sich knackige Zweikämpfe, behielten dabei aber ihre taktische Disziplin. Für den DSC galt es den starken Center Raul Diakon und den pfeilschnellen Neuzugang Alexander Bayer in den Griff zu bekommen. Man war sich hierbei aber durchaus bewusst, dass man diese Topleute nicht ein komplettes Spiel ausschalten konnte.

Dies schlug sich auch bereits im ersten Viertel nieder, denn die beiden brachten den SV BW Bochum jeweils einmal in Front. Das DSC-Team konterte jedoch beide Rückstände postwendend durch einen Centertreffer von Timo Gonzalez Rodriguez (5:22) und einem Überzahltreffer von Carlo Pavljak (3:50).

Maßgebliches Element in der DSC-Offensive sollte an diesem Abend aber Neuzugang Sebastian Bruch sein. Der treffsichere Linkshänder stellte die Bochumer Defensive über das gesamte Spiel vor erhebliche Probleme und netzte nach einem Überzahlspiel nach 5 Minuten Spielzeit erstmals zur 2:3-Führung ein (2:44).

2. Viertel:

Im zweiten Viertel ging es spannend weiter. Die Gastgeber konnten zweimal einen Ausgleichstreffer markieren während auf DSC-Seite erneut Sebastian Bruch zwei Überzahlspiele zur weiteren Führung vollenden konnte (2:10/0:05).

Halbzeitstand: 4:5

3. Viertel:

Nach der Halbzeitpause gelang es dem Schlagmann-Team nochmal ein paar Prozente auf die zuvor ansprechende Leistung draufzulegen. Alexandr Yerunov nutzte den ersten Angriff in Überzahl, um einen Zwei-Tore-Vorsprung zu erspielen (7:21). Diesen verwaltete man zunächst clever, um den Gastgebern keine Chance auf leichte Tore zu bieten. Trotzdem musste die DSC-13 in der zweiten Viertelhälfte durch Tore von Raul Diakon und Alexander Bayer den 6:6-Ausgleich schlucken, auch weil man zuvor ein eigenes Überzahlspiel liegen ließ. Doch wieder war es Sebastian Bruch, der 34 Sekunden vor Viertelende den DSC erneut in Front warf.

Zwischenergebnis: 6:7

4. Viertel:

Im letzten Viertel boten dann beide Teams die restlichen Reserven auf. Der zuvor offensiv unglücklich agierende DSC-Goalgetter Panagiotis Karakevas markierte zunächst einen wichtigen Treffer zum 6:8 für den DSC (6:38). Leider spielte das Schlagmann-Team den erneuten Zwei-Tore-Vorsprung dieses Mal nicht mehr sauber weiter. Stattdessen versuchte man ohne Not eine Entscheidung zu erzwingen. Dies misslang und Bochum kam zum 8:8-Ausgleich welcher postwendend durch einen Centertreffer von Frank Gerster (4:51) gekontert wurde.

Doch die Partie drohte nun zu kippen und es schien, als würde sich das DSC-Team in den letzten Spielminuten selbst, um die verdienten Punkte bringen. Denn rund eineinhalb Minuten vor Spielende konnten die Gastgeber durch einen Treffer von Raul Diakon plötzlich mit 10:9 in Führung gehen. Die sichtlich geschockten DSC-Spieler konnten sich jedoch 19 Sekunden vor Spielende nochmal ein Überzahlspiel erkämpfen. Nun sollte sich auszahlen, dass DSC-Trainer Andreas Schlagmann sein letztes Time-Out bis zum Schluss aufgehoben hatte. Er brachte seine Mannen damit zur Ruhe und stimmte diese auf den letzten, entscheidenden Angriff ein. Passend zum bisherigen Spielverlauf sollte ein weiteres Mal Sebastian Bruch der entscheidende Faktor zukommen. Dieser behielt die Nerven und brachte eine Sekunde vor Spielende den Ball zum verdienten Ausgleich im Tor der Bochumer unter.

Endstand: 10:10

Fazit

Punkteteilung im Topspiel. Trotz einer größtenteils starken Vorstellung des DSC bleibt der fade Beigeschmack des Last-Second-Unentschiedens erhalten. Man hatte den Gegner über weite Strecken im Griff. Lediglich fünf Unterzahlspiele unterstreichen eine herausragende Defensivvorstellung. Auch offensiv präsentierte man sich solide. Zehn Treffer davon sechs in bzw. nach eigenem Überzahlspiel sind ein guter Wert. Doch musste man hierfür hart arbeiten. Umgekehrt ließ man im letzten Viertel zwei unnötig, leichte Treffer zu, was mit dem Punktverlust bestraft wurde.

Trainer Andreas Schlagmann:
„Mein Eindruck vom Spiel heute: Wir haben erst zwei Punkte verspielt und dann mit der letzten Aktion glücklich einen Punkt gewonnen. Das wird dem Spielverlauf über die ersten drei Viertel nicht gerecht. Wir hätten bis hierhin durchaus den Sieg verdient gehabt, aber es sind nunmal vier Viertel zu spielen und im letzten hatten wir unsere Linie verloren. So gibt es für uns wieder Einiges mitzunehmen, an dem wir arbeiten müssen. Die Mannschaft hat aber heute unterstrichen, dass die bisherigen Punkte ihr nicht in den Schoß gefallen sind.“

Kapitän Joost van Kaathoven:
„Es ist ärgerlich, dass wir im letzten Viertel nochmal zittern mussten. Über das gesamte Spiel haben wir vielleicht 6, 7 größere Fehler gemacht. Das wurde in den vorherigen Partien nicht so bestraft, aber eine Mannschaft wie Bochum ist eben permanent gefährlich und nutzt sowas aus. Wenn auch noch der überwiegende Teil der Fehler im letzten Viertel passiert, dann kann so ein Spiel eben kippen. Es spricht aber für die Mannschaft, dass wir mit der letzten Aktion das Ergebnis zumindest zum Teil wieder gerade rücken konnten.“

Kader:

Tor:
Thorsten Plehn

Feld:
Ogün Agirkaya, Sebastian Bruch (5), Jakob Lindner, Maximilian Schleicher (Jg. 01), Carlo Pavljak (1), Joost van Kaathoven, Panagiotis Karakevas (1), Timo Gonzalez Rodriguez (1), Alexandr Yerunov (1), Yonatan Rudnik, Bastian Lehmann, Frank Gerster (1)

In Klammern stehen die Jahrgänge der Jugendspieler, nebst Anzahl der Treffer.

Ausblick

Nach vier Spieltagen steht der DSC 1898 weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze und wird diese auch bis ins neue Jahr nicht mehr verlassen. Auf die Mannschaft um Trainer Andreas Schlagmann warten trotzdem arbeitsreiche Wochen über die Weihnachtspause. Aktuell hat man nur einen Punkt Vorsprung auf Platz 2 (ASC Duisburg II) und 3 (Duisburger SV 98). Bei einer ersten Niederlage könnte man sogar ganz aus den Top 3 fallen. Will man sich weiter im oberen Tabellendrittel behaupten, so darf man sich also keine Nachlässigkeiten erlauben.

3 Comments

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