Halbzeitführung der Schwarz-Gelben reicht nicht für einen Sieg

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Halbzeitführung der Schwarz-Gelben reicht nicht für einen Sieg

SVL ohne Punkte bei der Premiere

Der Ludwigsburger Wasserball ist wieder erstklassig! Auch wenn es in Neustadt noch nicht für die ersten Punkte gereicht hat, so zeigt man sich beim 08:10 (2:2/2:1/2:4/2:3) doch konkurrenzfähig.

Am Samstagabend um 18 Uhr im Stadionbad in Neustadt war es soweit, die Ludwigsburger Wasserballer traten zum ersten Mal seit 43 Jahren wieder zu einer Partie in der höchsten deutschen Spielklasse an. Der SC Neustadt, bereits im ersten Ligaspiel beim SC Wedding Berlin erfolgreich, erwies sich dabei als der erwartet schwere Gegner.

Beide Teams vor der Partie
Das Spiel begann ohne großes Abtasten und mit dem ersten Angriff erwischte es bereits den Neustädter Mannschaftskapitän Matthias Held mit einem Ausschluss. Das folgende Überzahlspiel verwertete Filip Zugic zum Premierentreffer für den SVL und der 1:0-Führung. Diesen Vorsprung egalisierte der SCN-Kapitän zum 1:1, ehe Pavle Vukicevic wiederum in Überzahl für den SVL auf 2:1 erhöhte. Auf den folgenden Ausgleich der Gastgeber zum 2:2, folgten zahlreiche Angriffsversuche, die in den an diesem Tag sehr kompakten Abwehrreihen scheiterten.

Nach sieben torlosen Minuten erhöhte der SC Neustadt Mitte des zweiten Spielabschnitts auf 2:3, wovon sich aber die Schwarz-Gelben nicht aus dem Konzept bringen ließen und durch Mannschaftskapitän Adrijan Jakovcev und Bosko Krivicic jeweils über die rechte Angriffsseite das Ergebnis in ein 4:3 zu deren Gunsten wendeten. Mit dieser Führung ging es in die Halbzeitpause und im Ludwigsburger Lager wuchs die Zuversicht, das in diesem Spiel etwas möglich war.

Kompakte Abwehr der Ludwigsburger
Diese Euphorie erhielt durch den „Spieler des Spiels“ Matthias Held mit dem ersten Angriff nach dem Seitenwechsel einen Dämpfer. Er nutzte einen Stellungsfehler in der Ludwigsburger Defensive für den abermaligen Ausgleich. Im völlig offenen Spiel war es nun SVL-Eigengewächs Antonio Tadic, der die Schwaben mit 5:4 in Führung brachte.

In einer durchweg fairen Partie nutzten die Gastgeber in dieser Phase die Unachtsamkeit in der SVL-Defensive, die rigoros mit Ausschlüssen bestraft wurden, mit zwei Treffern in Überzahl zum zwischenzeitlich 5:6. Ebenfalls in Überzahl glich Pavle Vukicevic zum 6:6 aus, ehe er im letzten Angriff des Viertels des Wassers verwiesen wurde. Auch diesen Ausschluss nutzen die Heimmannschaft eiskalt aus und erhöhte Sekunden vor der Pausensirene durch Domagoij Mijatovic nochmals auf 6:7.

Auszeit der Schwarz-Gelben
Im letzten Spielabschnitt dasselbe Muster, Angriff Neustadt, Ausschluss Ludwigsburg und Tor in Überzahl durch den SCN, dieses Mal in Person von Nicolas Jordan zum 6:8. Die Ludwigsburger zeigten Moral und steckten auch in dieser schwierigen Situation nicht auf. Adam Blank und Milosav Aleksic glichen den Zwei-Tore Rückstand innerhalb von 90 Sekunden aus und es ging mit einem 8:8 in die Schlussphase der Partie.

Beide Mannschaften zollten nun dem intensiven Spiel Tribut und kamen kaum noch zu Torabschlüssen, die wenn sie den Weg Richtung Tor fanden, von den beiden gut aufgelegten Torhüter sicher pariert wurden. Einen Ausschluss für Djordje Milojkovic konnten die Schwarz-Gelben noch parieren, den unmittelbar darauffolgenden Ausschluss für Adam Blank, dann nicht mehr. Matthias Held erzielte aus dem Rückraum in Überzahl den neunten Treffer für die Pfälzer zum 8:9. Während die Ludwigsburger noch mit dem erneuten Rückstand haderten, nutzte Martin Görge diese Unkonzentriertheit und brachte die Neustädter mit einem Fernschuss eine Minute vor Spielschluss entscheidend mit 8:10 in Führung.

SVL in Unterzahl
An diesem historischen Tag verließen die Spieler von Trainer Laszlo Csanyi mit hängenden Kopf die Traglufthalle in Neustadt, war doch ein Sieg oder wenigstens ein Punkt zum Auftakt drin gewesen. „Wir waren heute das ganze Spiel über ebenbürtig und haben vor allem in der ersten Halbzeit auch spielerisch schon Akzente setzen können. Kompliment an meine Mannschaft, für einen Aufsteiger haben wir uns teuer verkauft. Aber wir wissen nun auch, woran wir zu arbeiten haben,“ zeigte sich der Trainer der Schwaben nicht unzufrieden, wenn auch ihm anzumerken war, dass er zu gerne etwas zählbares mit nach Hause gebracht hätte.

Ähnlich ordnet es der ebenfalls in Neustadt anwesenden SVL-Vizepräsident Matthias Nagel ein: „Neustadt ist eine erfahrene Truppe, die nur wenige Fehler macht und unsere Fehler eiskalt bestraft hat. Das ist der merkliche Unterschied zwischen Liga 1 und 2, auch wenn es heute nur Nuancen waren die über Sieg und Niederlage entschieden haben. Diese Erfahrungswerte nehmen wir mit und wollen es schon im Heimspiel am Samstag gegen Plauen besser machen.“

Heim – SC Neustadt/Weinstraße: Ivan Pisk, Derek Shoemaker (1 Tor), Domagoj Mijatovic (2), Fabian Härtel, Mitko Nachev, Laurence Paul Tummings, Nicholas Jordan (1), Fernando Mongrell (1), Gergely Nagy, Jan Glaser, Martin Görge (1), Kai Ulrich, Matthias Held (4)

Gast – SV Ludwigsburg 08: Josip Katusa, Tim Kraut, Bosko Krivicic (1), Djordje Milojkovic, Filip Zugic (1), Milosav Aleksic (1), Pavle Vukicevic (2), Antonio Tadic (1), Adam Blank (1), Adrijan Jakovcev (1), Tim Hornuf, Dario Labavic, Miro Tadin

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