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Silber gibt es sowieso

Saisonabschluss mit Abschied und Blick nach vorne

Noch einmal schlafen, dann ist es so weit: am Samstag, 18:00 Uhr im Dantebad werden Münchens Wasserballer bei hoffentlich gleichbleibend wollig warmen Temperaturen endlich ihre wohlverdiente Medaille um den Hals hängen haben. Nachdem es noch einmal ganz knapp wurde, haben die Landeshauptstädter, zwar punktgleich mit dem Meister Weiden, aber mit einem wesentlich schlechteren Torverhältnis, das zweite Mal seit der Amtsübernahme von Erfolgscoach Ivan Mikic den zweiten Platz in der 2. Wasserballliga Süd erobert – wobei man in den Gesichtern der Spieler nach dem verlorenen Pokalhalbfinale klar ablesen konnte, dass dieser zweite Platz auch einen faden Beigeschmack hat. „Vor zwei Jahren haben wir Silber gewonnen, dieses Jahr eher Gold verloren. Wir hatten alles in der Hand, aber dann hat unsere Unfähigkeit und ein Phantomtor schlussendlich die Meisterschaft entschieden. Trotzdem war es eine tolle Saison, die Lust auf mehr machte“, resümierte Kapitän Marko Ristić vor dem letzten Saisonspiel.

Beim Schaulaufen gegen die Gäste aus Pforzheim, bei dem es für beide Mannschaften um nichts mehr geht (Pforzheim hat die Klasse schon sicher gehalten), dient auch als Abschiedsspiel für Münchens Torhüter Robert Idel, der ab August in Texas versucht, seine Weisheiten an den Mann zu bringen. „Das faszinierende an Robert war, dass er mir zwar stets meinen gerechtfertigten Redeanteil streitig machte, aber in seiner ganzen Zeit bei München nicht einmal vom Schiedsrichter ermahnt wurde – ich kenne kaum einen Torhüter, der so wenig meckert…“, fasste Trainer Mikić die drei Jahre mit seinem Chefanalytiker zusammen. „Es war eine super Zeit und es tut mir in der Seele weh, dass ich den Umbruch, der langsam aber sicher kommen wird, nicht miterleben kann. Ich hoffe, dass meine Rolle als Konversationsniveauwart in sichere Hände gegeben wird“, fügte der scheidende Torhüter hinzu.
Ferner wird Center Niklas Trommer die Mannschaft für zumindest ein Jahr aus beruflichen Gründen verlassen, Viktor Sipos möchte aus gesundheitlichen Gründen im Tor kürzertreten (er möchte – ob er darf, bleibt dahingestellt) und hinter Neu-Zweifach-Vater Matthias Krimphove steht in Sachen Trainingsbeteiligung auch noch ein kleines Fragezeichen – ansonsten wird die Mannschaft wohl von Abgängen verschont. „Mit Matthias muss ich noch ein motivierendes Gespräch führen – er und Robert waren bildeten das Herzstück unserer Pressearbeit, das dürfen wir nicht verlieren“, gab sich Trainer Mikic kämpferisch ob seines Motivationseinsatzes.

SG Stadtwerke München – 1.BSC Pforzheim: Samstag, 24.06., 18:00 Uhr im Dantebad München

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