DSV-Frauen gewinnen Auftaktkrimi in Belgrad
12. Januar 2016
Deutsche Frauen kämpfen Serbinnen nieder – Männer kassieren erwartete Niederlage
12. Januar 2016
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Auftaktpleite in der Kombank-Arena

Für Deutschlands Männer ging die gestrige Eröffnungspartie bei den 32. Wasserball-Europameisterschaften hier Belgrad (Serbien) gründlich daneben: Im Anschluss an umjubelten Auftaktsieg der DSV-Frauen gegen Serbien (14:13) unterlag die Sieben von Trainer Weissinger (Esslingen) gleich mit 5:16 (0:2, 1:6, 3:4, 1:4) gegen den WM-Vierten und Gruppenfavoriten Italien, der an der Save allerdings auch als einer der Medaillenaspiranten gilt. Nächster Vorrundengegner im Viererfeld der Gruppe C ist am Mittwoch von 9:30 Uhr an die Auswahl Georgiens.

Punkte in der Tabelle waren zwar nicht wirklich eingeplant gewesen, doch nach den Eindrücken beim Vier-Nationen-Turnier vor Wochenfrist in Dubrovnik (Kroatien) wäre eine gute Vorstellung gegen den amtierenden Olympiazweiten ein weiterer Baustein auf dem Weg zu den anvisierten Saisonzielen gewesen, doch davon waren die Deutschen in ihrer Auftaktpartie von Belgrad meilenweit entfernt. Allerdings wäre selbst in Bestform gegen Italien wohl kaum ein Punktgewinn möglich gewesen. Der Olympiazweite spielte stark und besaß im Direktvergleich beider Teams alle nur erdenklichen Trümpfe: „Das ist die einzige Mannschaft, die Serbien vielleicht gefährlich werden kann“, legte sich Patrick Weissinger schon fest – und vertritt damit keine Außenseitermeinung.

Spielerische und auch schwimmerische Vorteile der Italiener waren von Beginn an klar sichtbar, wobei neben dem athletischen Spiel insbesondere die schnellen Pässe eine Augenweide waren. Hinzu kam, dass die Deutschen bei einer ohnehin geringeren Anzahl von Chancen diese auch kaum zu nutzen vermochten, und damit frühzeitig die einzige Möglichkeit vergaben, zumindest dranzubleiben. Schlussmann Roger Kong legte im ersten Viertel sogar zwei regelrechte „Monster-Saves“ hin und rettete beim Stande von 0:1 sogar den völlig freistehenden Francesco di Fulvio. Allerdings vermochte dieses den deutschen Untergang an diese Abend nur hinauszuzögern. Hatte das erste Viertel mit 2:0 nach Alltagsresultat gebracht, ging der zweite Abschnitt gleich mit 6:1 an die „settebello“.

Paul Schüler brachte die Deutschen beim Stande von 0:4 bei einer schon abgelaufenen Überzahlsituation immerhin erstmals auf die Anzeigetafel (12.), allerdings hatte dieses keine Signalwirkung. Auch in der Folge lief der Ball insgesamt viel zu langsam und ohne Überraschungen, so dass auch Anspiele auf den neuen DSV-Center Mateo Cuk kaum möglich waren. Italien zog bereits kurz nach dem Seitenwechsel auf 9:1 (17.) davon, während der DSV-Auswahl nicht viel als Ergebniskosmetik. Beide Teams leisten sich zum letzten Spielviertel den Luxus eines Torwartwechsels, so dass sich auf deutscher Seite auch Moritz Schenkel vor den nächsten Spielen zumindest noch ein wenig an das spektakuläre Ambiente der Arena gewöhnen konnte.

Unter dem Strich blieb als Fazit dieser Partie eine alles andere als olympia- und WM-reife Vorstellung der deutschen Mannschaft, allerdings hält sich die Aussagekraft dieser Partie und anderer EM-Eindrücke noch in Grenzen. Für den weiteren Turnierverlauf haben die Spieler mit dem Bundesadler zudem noch nichts Dramatisches eingebüßt – noch ist alles, was angestrebt wird, machbar und eigenhändig steuerbar. „Jetzt heißt es Mund abputzen und am Mittwoch gegen Georgien da weitermachen, wo wir in der Vorbereitung aufgehört haben. Wir wissen, was wir können und lassen und hierdurch nicht verunsichern“, gab der neue DSV-Spielführer Julian Real zu Recht als Losung für die weiteren EM-Auftritte aus.

Statistisch war es die zweithöchste EM-Niederlage einer deutschen Mannschaft nach einem 3:17 im Vorrundenduell gegen Serbien bei den Titelkämpfen 2010 in Zagreb (Kroatien), allerdings kam die DSV-Auswahl dort dann am Ende trotzdem noch auf Rang sechs und schaffte damals insbesondere die anvisierte WM-Qualifikation. Nächster Vorrundenkontrahent hier in Belgrad ist Mittwochmorgen die Auswahl Georgiens, die heute ausgeglichener erster Halbzeit am Ende noch mit 6:12 gegen Rumänien das Nachsehen hatte. Hier müssen die Deutschen dann allerdings punkten, wenn der für das Achtelfinale neuralgische zweite Platz in der Vorrundengruppe erreicht werden soll.

Europameisterschaften 2016 in Belgrad (Serbien)

2. Spieltag Männer, Gruppe C

Deutschland – Italien 5:16 (0:2, 1:6, 3:4, 1:4)

Deutschland: Roger Kong (1. – 24.) und Moritz Schenkel (25. – 32.) – Erik Bukowski 1, Timo van der Bosch, Julian Real, Tobias Preuß, Maurice Jüngling 1, Heiko Nossek 1, Paul Schüler 1, Marko Stamm 1, Mateo Cuk, Marin Restovic, Dennis Eidner. Trainer: Patrick Weissinger

Persönliche Fehler: 11/10

Resultate des zweiten Tages

Montag, den 11. Januar 2016
09:30 Georgien – Rumänien 6:12 (1:2, 3:2, 1:5, 1:3) – Männer
11:00 Kroatien – Spanien 3:29 (0:8, 2:8, 0:5 1:8) – Frauen
12:30 Italien – Frankreich 10:3 (2:2, 4:1, 1:0, 3:0) – Frauen
15:45 Russland – Türkei 17:8 (4:3, 4:0, 3:3, 6:2) – Männer
17:15 Serbien – DEUTSCHLAND 13:14 (5:3, 1:3, 4:4, 3:4) – Frauen
18:45 DEUTSCHLAND – Italien 5:16 (0:2, 1:6, 3:4, 1:4) – Männer
20:15 Ungarn – Griechenland 8:8 (3:2, 2:3, 3:2, 1:1) – Männer

Foto: Giorgio Scala/deepblumedia

5 Comments

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