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Dezimierter OSC kämpft, aber unterliegt

Bundesliga-Wasserballer mit zweiter Saisonniederlage beim SV Weiden

Die Wasserball-Herren des OSC Potsdam werden derzeit vom Pech verfolgt. Nach der unglücklichen 9:10-Niederlage vor zwei Wochen daheim gegen den SC Wedding hieß es am Sonnabend beim SV Weiden erneut 9:10 aus Potsdamer Sicht. Vier Sekunden vor dem Abpfiff traf der sechsmalige Torschütze Sean Ryder zum in der Weidener Thermenwelt umjubelten Endstand. „Die Jungs haben so gekämpft“, ärgerte sich OSC-Trainer Alexander Tchigir maßlos. „Wir haben den Sieg oder zumindest einen Punktgewinn unnötig aus der Hand gegeben.“
Unter schlechten Vorzeichen reiste der OSC in die Oberpfalz. Mit Ferdinand Korbel sowie den erkrankten Dennis Strelezkij und Reiko Zech fehlten gleich drei Akteure aus der „Start-Sieben“. „Trotzdem waren wir stark genug, um zu gewinnen“, sagte Matteo Dufour. Der Potsdamer Kapitän ging mit bestem Beispiel voran und ackerte unermüdlich. „Er hat sich wirklich zerrissen“, lobte ihn auch Tchigir. Der OSC erarbeitete sich eine Vielzahl bester Möglichkeiten und war die deutlich aktivere Mannschaft. „Aber was nützt das, wenn wir teilweise allein vorm Tor stehend die Bälle nicht unterbringen“, so Tchigir.
Zunächst sah es aber gar nicht schlecht aus. Gleich den ersten Angriff verwertete Christian Saggau zum 1:0. Gabriel Satanovsky, Jack Collier und Dufour sorgten für die 4:2-Führung nach dem ersten Viertel. Im zweiten Durchgang glichen die Hausherren zwar zum 4:4 aus, doch Collier und Artur Tchigir markierten das 6:4. Doch anstatt diese Führung auszubauen, führten leichte Defensiv-Fehler zum erneuten Ausgleich. 19 Sekunden vorm Halbzeitpfiff traf Marc Langer zum 7:6, doch selbst in dieser Situation fing sich Potsdam noch das 7:7 vor dem Seitenwechsel ein.
Dem torlosen dritten Viertel folgte im letzten Abschnitt die erste Weidener Führung. Langer erzielte das 8:8, allerdings legte Weiden erneut vor. Gut zwei Minuten vor Ende netzte Langer zum 9:9 ein und der Punktgewinn war greifbar nahe. Den Schlusspunkt setzte aber der clevere Brite Ryder, der zum 10:9 (2:4, 5:3, 0:0, 3:2) traf.
Der OSC ist nun auf den dritten Platz (8:4 Punkte/74:51) der DWL-B-Gruppe abgerutscht und empfängt nächsten Samstag den Tabellenführer Duisburger SV 98 (10:2/59:40). Der westdeutsche Aufsteiger spielt bislang eine sensationelle Saison und reist mit breiter Brust nach Potsdam. Den langen Weg werden die Duisburger im übrigen Ende Januar nochmals antreten müssen, wenn sie im Pokal-Viertelfinale beim OSC antreten müssen. Das ergab die am Sonnabend in Hamburg vorgenommene Auslosung.
Potsdam: Michael Knelangen, Jack Collier (2), Artur Tchigir (1), Thilo Popp, Max Kössler, Tobias Lentz, Alexander Schwarze, Christian Saggau (1), Gabriel Satanovsky (1), Matteo Dufour (1), Hannes Schulz, Marc Langer (3)

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