Ausschreibung Nationales Ausbildungszentrum Wasserball

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Ausschreibung Nationales Ausbildungszentrum Wasserball

Neuausrichtung des DSV in der spitzensportorientierten Nachwuchsförderung

Kassel – Gemäß den Vorgaben des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wird sich der Deutsche Schwimm Verband (DSV) bei der Förderung des Wasserballsports neu ausrichten. Eine der grundlegenden Änderungen wird die bereits in anderen Mannschaftssportarten erprobte Errichtung eines Nationalen Ausbildungszentrums für jugendliche Talente sein. Es folgt der Text der Ausschreibung des DSV im originalen Wortlaut mit der Bitte um Beachtung (die Originalausschreibung finden Sie unter www.dsv.de/fileadmin/dsv/documents/wasserball/151112_Ausschreibung_NAZ.pdf, die dazugehörige Bewerbungsmappe unter www.dsv.de/fileadmin/dsv/documents/wasserball/151112_Bewerbungsmappe_NAZ.xls).

Der Deutsche Schwimm-Verband wird sich im kommenden Olympiazyklus in der spitzensportorientierten Nachwuchsförderung neuausrichten, um sich somit baldmöglichst wieder der Weltspitze im internationalen Spitzenwasserball anzunähern.

Bei der Analyse der sportlichen Leistungen der Wasserball-Nationalmannschaften haben sich zu erschließende Potenziale in der Anschlussförderung ab dem Altersbereich 17/18 Jahre herauskristallisiert. Selbst hochtalentierte Jugendliche schaffen in den meisten Top-Vereinsteams noch nicht den Sprung in die DWL-Mannschaften, um dort in ihrem Ausbildungsprozess ausreichend gefördert zu werden. Oftmals sind v.a. Trainingsquantität aber auch Trainingsqualität nicht ausreichend, um die Entwicklung in Richtung eines Weltklassespielers ausreichend voranzutreiben. Mit Schaffung eines zusätzlichen bundesweiten Wettbewerbs (U19- oder U20-Bundesliga) lässt sich dieses Problem nicht lösen.

Daher muss ein Nationales Ausbildungszentrum (NAZ) geschaffen werden, in dem die stärksten Spieler mit A-Kader-Potenzial nach Absolvierung der U17-Bundesliga zentriert und in einer leistungsstarken, motivierten Trainingsgruppe betreut werden. In bestimmten Fällen ist bzgl. der Einschulung vor der Oberstufe über ein individuelles Verfahren mit Anbindung an das NAZ nach der 10. Schulklasse zu diskutieren. Pro Jahrgang betrifft dies zirka zwei bis vier Spieler je nach Entscheidung des Bundestrainerteams unter Berücksichtigung der sozialen und sportfachlichen Situation am Heimatstandort. Über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren werden die Athleten zunächst in der Abiturzeit und später mit der Perspektive einer Bundeswehrstelle an diesem Standort möglichst geschlossen durch ein hochkompetentes Trainerteam in Anlehnung an die Nationale Ausbildungsstrategie ausgebildet. Dabei liegt der Fokus dieses Trainingsprozesses primär auf der sportlichen Ausbildung während dieses wichtigen Zeitabschnitts im Laufe des langfristigen Leistungsaufbaus und nicht auf der Erreichung kurzfristiger Vereinsziele des Trägervereins des NAZ. Somit ist sichergestellt, dass die talentiertesten Spieler auch die Ausbildung genießen, die es ihnen ermöglichen kann, internationales Topniveau zu erlangen. Nach Ablauf dieser Ausbildungsphase kehren die Spieler zu ihrem Heimatverein zurück.

Das NAZ soll den Nachwuchsathleten ermöglichen, die Kombination von beruflicher und leistungssportlicher Ausbildung bestmöglich zu realisieren. Ziel ist es, mit einer hochqualitativen Trainingspraxis und hochintensiver Trainingsquantität, der Minimierung von Reibungs- und Zeitverlusten zwischen Schule, Universität und Leistungssport und herausragender begleitender Infrastruktur am Standort optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Athleten mit einer einheitlichen Nationalen Ausbildungsstrategie zum Weltklasseathleten auszubilden.

Folgende Zeitschiene beschreibt den Verlauf der NAZ-Implementierung:

bis 31. Januar 2016 Einreichung der Bewerbungsunterlagen

Anfang März 2016 Strukturgespräch DSV / DOSB

bis Ende März 2016 Evaluation der Bewerberstädte und Auswahl NAZ

Frühjahr 2016 Sichtung der U17-BL-Spieler und Auswahl NAZ-Spieler

01. September 2016 Implementierung NAZ

Als Mindestvoraussetzung zur Bewerbung erwarten wir:

Wasserballtraining

– ausreichend Wasserfläche pro Tag in Spielfeldgröße in Anlehnung an die Trainingskennziffern für Bundeskaderathleten

– Priorität bei der Vergabe von Sonderbelegungen

– Optimale Rahmenbedingungen für Landtraining:

o Kraftraumzugang

o Schulungsräume (inkl. Technik)

Rahmenbedingungen

– Lokale Nähe zu einem Olympiastützpunkt

– Kurze Wege zwischen Trainingsstätte, OSP und Eliteschule des Sports

– optimalerweise mit Anbindung an einen DWL-Verein unter Berücksichtigung des Anforderungsprofils

– Wohnmöglichkeiten für Bundeswehr-Soldaten, BFDler oder Sportler in Ausbildung

Schule/Ausbildung

– Anbindung an ein Vollzeitinternat einer Eliteschule des Sports mit Möglichkeit zur Schulzeitstreckung

– Kooperation mit einer Universität

– Kooperation mit beruflichen Ausbildungsstätten / BFD-Stellen

Wir bitten, die ausgefüllten Bewerbungsunterlagen mit allen notwendigen Unterschriften bis 31. Januar 2016 im Original schriftlich bei der DSV-Geschäftsstelle (Korbacher Str. 93, 34132 Kassel) einzureichen.

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