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Neue Pokalüberraschungen?

Es ist das Wochenende der KO-Spiele: In geschlossener Form geht am Sonnabend die zweite Hauptrunde des DSV-Pokals (44. deutscher Wasserball-Pokal der Männer) über die Bühne, die erneut die nicht untypische bunte Mischung und an der einen oder anderen Stelle die Hoffnung auf die immer wieder gerne gesehenen Überraschungen bietet. In den acht Partien des Wochenendes mit ihrer bunten Mischung steigen wie gewohnt auch die letztjährigen B-Gruppen-Teilnehmer der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) in das Geschehen des nationalen Pokalwettbewerbs ein, so dass sieben aktuelle Erstligisten erstmals Farben bekennen müssen.

Auch wenn sich der Pokalwettbewerb nicht aller Ortens im besonderen Blickfeld der Saisonplanung befindet, so ist die Motivation vielfach dennoch groß: Bereits jetzt steht fest, dass das Teilnehmerfeld des nachfolgenden Achtelfinales eine recht bunte und äußerst attraktive Mischung bieten wird: Mit den noch im Europapokal vertretenen Teams von Wasserfreunde Spandau 04 und Waspo 98 Hannover wie auch Vizemeister ASC Duisburg steigen große Namen in das Geschehen ein, doch es gibt in jedem Fall mit zumindest noch drei unterklassigen Teams auch die gerne zitierten „lösbaren Aufgaben“ – weitere Überraschungen in den morgigen Partien außer Acht gelassen.

Das Spektrum der Begegnungen ist bunt, und die frei geloste zweite Runde hat auch bereits zu zwei reinen Erstligaduellen geführt: Im Duell zweier Bundesligagründungsmitglieder müssen sich der Duisburger SV 98 und der SC Neustadt mit ihren teilweise neuformierten Teams eine Woche vor dem DWL-Start ihr aktuelles Leistungsvermögen gegen einen potentiellen Tabellennachbarn beweisen. In der Oberpfalz stehen sich mit dem SV Weiden und dem OSC Potsdam langjährige Ligamitglieder gegenüber: Die Hausherren müssen derzeit wieder mit einiger Ungunst bei den aktuellen Personalien kämpfen, die jetzt von Ex-Nationalspieler Sören Mackeben Gäste müssen mit ihrem neuformiertem Team in einem schwierig zu spielenden Becken Flagge zeigen.

Altmeister SV Würzburg 05, im Jahre 1978 nicht nur Pokalsieger, sondern auch der nationalen Double-Gewinner des deutschen Wasserballs, hatte in der ersten Runde mit einem 13:3-Heimerfolg gegen den Düsseldorfer SC leichtes Spiel, trifft jetzt auf den ambitionierten OSC Potsdam, der ein strammes Vorbereitungsprogamm mit ansprechenden Resultaten absolvieren konnte. Für Gästetrainer Alexander Tchigir ist es ein Wiedersehen an alter Stätte: Der dreimalige Olympiateilnehmer hütete von 1995 bis 1998 das Tor der 05er. Im hohen Norden kommt es zum Duell des immer noch auf Trainersuche befindlichen SV Poseidon Hamburg mit der SG Neukölln, wobei auch die Konstellation momentane Schwierigkeiten bei den Personalien versus teilweise neuformiertes Team lautet.

In zwei weiteren Duellen hoffen vier Landesgruppenvertreter jeweils auf den großen Pokal-Coup: Der personell gut aufgestellte Oberligist SGW Iserlohn hat in der vergangenen Runde mit dem 11:9-Heimerfolg über DWL-Aufsteiger SC Wasserfreunde Fulda für eine der größten Pokalüberraschung der vergangenen Jahre gesorgt und will jetzt gegen Zweitligist WU Magdeburg nachlegen. Die aktuell badgeplagten Elbestädter haben ihre Pokaltugenden bereits in der ersten Runde mit einem Auswärtserfolg in München unter Beweis gestellt. Am Neckar empfängt Traditionsklub SV Ludwigsburg den als „Kellerkind“ des Ostens ins Rennen gegangenen SC Chemnitz, der in der ersten Runde mit dem Heimerfolg gegen den WSV Vorwärts Ludwigshafen Standvermögen bewiesen hat.

Das Los hat auch die beiden letztjährigen DWL-Absteiger SpVg Laatzen und SGW Leimen/Mannheim zusammengeführt, die nach geänderten Personalien erstmals in dieser Saison Flagge zeigen müssen. Bei den Niedersachsen wird jetzt der langjährige Teammanager Carsten Stegen in Personalunion auch als Trainer amtieren. Nach dem Absturz aus der A-Gruppe muss auch der SV Cannstatt erstmals nach mehreren Jahren bereits wieder in der zweiten Runde ran. Hier muss der neue Trainer Jovan Radojevic mit seinem verjüngten Team beim westdeutschen Zweitligisten SGW SC Solingen/Wasserfreunde Fulda Flagge zeigen – ein guter Auftaktgegner, aber auch kein garantierter Spaziergang.

 

DSV-Pokal 2015/2016 (44. deutscher Wasserball-Pokal der Männer)

Ansetzungen zweite Runde

Sonnabend, den 17. Oktober 2015
14:00 SGW SC Solingen/Wasserfreunde Wuppertal – SV Cannstatt (Heinz-Hoffmann-Leistungszentrum Wuppertal)
14:00 SV Würzburg 05 – OSC Potsdam (Wolfgang-Adami-Bad)
16:00 SpVg Laatzen – SGW Leimen/Mannheim (aquaLaatzium)
18:00 SV Weiden – SC Wedding (Thermenwelt)
18:00 Duisburger SV 98 – SC Neustadt (Schwimmstadion)
18:00 SV Poseidon Hamburg – SG Neukölln (Schwimmhalle Inselpark)
19:30 SGW Iserlohn – WU Magdeburg (Seilerseebad)
20:00 SV Ludwigsburg – SC Chemnitz (Stadionbad)

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