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Esslinger Patrick Weissinger neuer Nationaltrainer

SSVE stolz auf die Karriere des Eigengewächses – Turnier in Spanien

Ein Nationaltrainer aus Esslingen – das schon allein gibt es nicht alle Tage und dazu noch bei der ältesten olympischen Mannschaftssportart. Daher ist sein Heimatverein SSV Esslingen auch besonders stolz auf die Berufung von Patrick Weissinger zum neuen Trainer für die Wasserball-Nationalmannschaft der Männer.

Schaut man sich die Vita von Patrick Weissinger an, so verwundert die jetzige Berufung in das sportlich höchste Amt nicht, man könnte sie fast schon als logische Konsequenz bezeichnen. Nach dem Durchlaufen sämtlicher Jugendnationalmannschaften wurde der vom SSV Esslingen stammende Wasserballer schließlich A-Nationalspieler und bekleidete lange Zeit nicht nur das Amt des Mannschaftskapitäns, sondern vertrat zugleich als Aktivensprecher des Deutschen Schwimm Verbandes e. V. (DSV) die Belange der Wasserballer beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Noch während seiner aktiven Laufbahn erwarb er die Trainer-A-Lizenz. Nach 279 Länderspielen mit jeweils fünf WM- und EM-Teilnahmen sowie dem 5. Platz bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen und zehn Jahren beim deutschen Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 mit zehn Meisterschaften und acht Pokalsiegen beendete er seine Sportler-Karriere nach einem einjährigen Gastspiel in Australien 2006 bei seinem Heimatverein SSV Esslingen. Dort feierte er mit zwei dritten Plätzen in der Liga sowie dem Vizepokaltitel einige Jahre später sogleich auch seine ersten Erfolge als Trainer. Mit der U19 und der U13 des Vereins wurde er Deutscher Meister und arbeitete zeitgleich für Auswahlmannschaften und als Jugend-Bundestrainer. Nun also die Berufung zum Männer-Nationaltrainer: „Ich freue mich auf die Aufgabe, es ist eine große Herausforderung“, so Patrick Weissinger, „ich sehe großes Potential im Kader, viele der Spieler kenne ich aus den Junioren- und Jugend-Nationalmannschaften. Ich bin der Überzeugung, dass man mit Leidenschaft, Teamgeist und viel Arbeit einiges bewegen kann. Unser Blick geht zielgerichtet nur nach vorne!“

Eine Einarbeitungsphase wird es indes nicht geben, denn nach einem ersten Lehrgang in Berlin weilt der 42jährige mit seinem neuen Team bereits in Portugalete (Spanien) zu einem Vier-Nationen-Turnier an diesem Wochenende. Der zweifache Familienvater wird diese aber auch nicht brauchen, kennt er doch sämtliche Spieler seiner Mannschaft schon seit Jahren und ist aufgrund seiner bisherigen Tätigkeiten auch mit den Strukturen des Wasserballs und der Verbände in Deutschland wohlvertraut. Dies alles waren sicherlich Argumente, die neben seiner unbestrittenen Fachkompetenz, seinem nationalen und internationalem Ansehen und seinem Blick für das „große Ganze“ die DSV-Spitze überzeugt haben. Über die Nachricht freute man sich ganz besonders beim SSV Esslingen. SSVE-Vorstand Carola Orszulik: „Wir sind natürlich sehr stolz, dass mit Patrick „einer von uns“ jetzt Nationaltrainer ist und das Land vertritt. Er hat einen großen Anteil an den Erfolgen der letzten Jahre in der Jugendarbeit des SSV Esslingen und daher hoffen wir, dass er und seine Erfahrung auch in Zukunft dem Verein in irgendeiner Form erhalten bleibt.“ Vorstandsmitglied Udo Schäfer ergänzt: „Verband und Sportler vertrauen einem aus unserer Jugend die Deutsche Nationalmannschaft auf ihrem Weg nach Rio zu Olympia an. Sensationell – ich wünsche viel Erfolg und eine glückliche Hand!“

Bei dem jetzt anstehenden Turnier in Spanien warten neben dem Gastgeber die Nationalmannschaften aus Rumänien und Russland auf das deutsche Team.

Ende September steht dann bereits das zweite Qualifikationsturnier für die Europameisterschaften bevor. Nach der makellosen Bilanz im ersten Qualifikationsturnier sollte das Turnier auf Malta mit den Gastgebern sowie Schweiz und Polen keine Hürde für die deutsche Nationalmannschaft darstellen, sodass der erste Höhepunkt im Januar bei der Europameisterschaft in Belgrad liegen wird. Um den Traum von Rio aufrecht zu erhalten, ist dort voraussichtlich mindestens eine Platzierung unter den ersten acht Mannschaften gefordert, denn nur dann schafft man es zum Olympiaqualifikationsturnier im März.

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