Münchens Wasserballer gewinnen ihren Pokaleinsatz in Pforzheim und qualifizieren sich für den Deutschen Wasserballpokal in der kommenden Saison.

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Münchens Wasserballer gewinnen ihren Pokaleinsatz in Pforzheim und qualifizieren sich für den Deutschen Wasserballpokal in der kommenden Saison.

Beginnen wir mit etwas Statistik: In den letzten vier Spielen gelang es den Münchnern nicht ein einziges Mal, die erste Halbzeit zu gewinnen. Andererseits verloren sie in dieser Saison auch erst zweimal die zweite Halbzeit und haben in dreizehn Saisonspielen (Liga und Pokal) achtmal höchstens zwei Gegentore in der zweiten Halbzeit bekommen. Vor diesem Hintergrund kann der 11:9 (2:3; 2:4; 4:1; 3:1) Sieg im Viertelfinale des Süddeutschen Wasserballpokals am vergangenen Sonntagabend in Pforzheim als typisches Spiel mit Münchner Beteiligung angesehen werden.

München begann verschlafen, unkonzentriert, fahrig und hatte stark aufspielenden Pforzheimern am Anfang lediglich Schüsse aus der zweiten Reihe entgegenzusetzen. Pforzheim hingegen spielte motiviert und wuselig und hätte Münchens Rakete Jan „Jani“ Krollmann nicht vor der Halbzeitpause zum 7:4 verkürzt, hätte auf die Landeshauptstädter der größte Pausenrückstand dieser Saison gewartet. So war es „nur“ noch ein Drei-Tore-Rückstand, den Spielertrainer Ivan Mikić mit einer seiner gefürchteten zweisprachigen Ansprachen (Deutsch & Kroatisch) wegmotivieren musste. Und es gelang ihm erneut. München zeigte sich in der zweiten Halbzeit von seiner besten Seite, spielte hinten sicher, vorne stark und glich mit vier verschiedenen Torschützen mit Ende des dritten Viertels auf 8:8 aus.
Im letzten Viertel wurde Münchens Momentum von einem Pforzheimer Aufbäumen kurzzeitig zerstört, doch auf Pascal Sachs wunderschön herausgespieltes 9:8 antwortete Marko Ristić zügig mit seinem dritten Tor und brachte München zurück ins Spiel. Zwei Minuten vor dem Ende sollte Pforzheim dann noch einmal kurz zum Jubeln kommen, doch nachdem ein unreguleres Tor regelkonform in Überzahl abgepfiffen wurde, rangen die Bayern die Gastgeber mit zwei Toren in der Schlussminute endgültig nieder.

„Mit meiner Mannschaft bin ich nur teilweise zufrieden. Was wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, war gut, aber die erste Halbzeit war stark verbesserungswürdig. Gegen Ludwigshafen und Würzburg dürfen wir am kommenden Wochenende die erste Spielhälfte nicht so verschlafen“, resümierte Ivan Mikić nach dem Spiel und fügt schmunzelnd hinzu: „Aber nächstes Wochenende feiert auch kein Spieler seinen Geburtstag, sodass ich davon ausgehe dass alle Spieler vier Viertel guten Wasserball spielen können.“
Denn den Wasserballern der SG Stadtwerke München steht an diesem Wochenende eine enorme Kraftprobe bevor. Am Samstag, 02. Mai, erwarten die Jungs von der Isar den WSV Ludwigshafen, bevor sie am Sonntag, 03. Mai, ebenfalls zuhause auf den SV Würzburg 05 treffen. Gegen Ludwigshafen gewannen die Münchner Wasserballer vor wenigen Tagen erst in letzter Sekunde und mit dem SV Würzburg hat man nach der knappen Auswärtspleite im Hinspiel auch noch eine Rechnung offen. Beide Spiele werden im Anton-Fingerle-Bildungszentrum im Münchner Stadtteil Giesing stattfinden. Zuschauer sind herzlich eingeladen, die Mannschaft bei diesen beiden schweren Spielen zahlreich und lautstark zu unterstützen. Der Eintritt ist frei.

1. BSC Pforzheim – SG Stadtwerke München: 9:11 (3:2, 4:2, 1:4, 1:3)
SG Stadtwerke München: Robert Idel (TW) – Niklas Trommer, Marko Polunić, Matthias Krimphove, Savvas Valsamakis (1 Treffer), Ivan Mikić (1), Marko Ristić (4), Jan Krollmann (1), Eric Valentines, Markus Hörwick (1), David Milosavljević (2), Ignacio Marián de Diego, Anton Spanjol (1)

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