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Gegen die White Sharks um den Aufstieg

OSC-Männer empfangen Hannover am Sonnabend am Brauhausberg

Unumstritten ist das komplizierte Spielsystem der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) ganz sicher nicht, die anstehenden Play-Off-Qualifikationsspiele boten in den vergangenen Jahren allerdings immer dramatische, attraktive Partien. Auch die anstehende „Best-of-five“-Serie zwischen dem Siebten der DWL-A-Gruppe White Sharks Hannover und dem Zweiten der B-Gruppe OSC Potsdam verspricht Spannung pur. Seinen Anfang findet das Duell am Sonnabend (18 Uhr) im Brauhausberg-Bad.

„Wir werden bis zum Umfallen kämpfen“, verspricht Rechtsaußen und Trainersohn Artur Tchigir, der am Donnerstag seinen 24. Geburtstag feierte und sich mit einem Sieg zum Auftakt der Serie nachträglich beschenken möchte. Seit der Saison 2010/11 schnürt er bereits die Kappe für den OSC und war direkt am damaligen Aufstieg in die A-Gruppe beteiligt. 3:1 gewannen die Potsdamer – ebenfalls als Zweiter der B-Gruppe für die Pre-Play-Offs qualifiziert – gegen den SSV Esslingen. Danach kämpfte das junge Team eine Spielzeit höchst erfolgreich im Oberhaus (5. Platz und Europapokal-Teilnahme), bis es im Folgejahr nach einem 0:3 gegen die SG Neukölln wieder in die untere Achterrunde ging. Eben diese Süd-Berliner verhinderten in der letzten Saison den direkten Wiederaufstieg, als der OSC als B-Gruppen-Sieger in einem tragischen Verlauf der Serie 2:3 unterlag.

Vor dem letzten Spieltag der Hauptrunde sah erneut alles nach einem Kampf gegen die SG Neukölln aus, die ohne Punktgewinn in der A-Gruppe blieb. Doch der OSC patzte – und das ausgerechnet zu Hause – gegen den SSV Plauen mit 7:9. Mit 21:7 Punkten wurden sie von der SV Krefeld 72 (23:5) noch auf den zweiten Tabellenplatz verwiesen, was nun das deutlich schwerer einzuschätzende Aufeinandertreffen mit Hannover bedeutet. Die White Sharks, die mit sechs Punkten aussichtsreich die Hinrunde bestritten, blieben zuletzt hinter den Erwartungen zurück. Nur zwei Zähler (11:8 gegen Neukölln) holte Hannover in der Rückrunde und wurde mit 8:20 Punkten vom vierten auf den siebten Rang „durchgereicht“.

„Den nötigen Schuss vor den Bug gab es gegen Plauen“, so Trainer Alexander Tchigir. „Solche Nachlässigkeiten dürfen und werden uns nicht mehr passieren. Mit unseren Fans im Rücken werden wir das erste Spiel gewinnen und vorlegen.“ Den letzten Feinschliff holten sich seine Jungs über Ostern im kroatischen Split, in denen in acht Trainingseinheiten mit den dortigen Klubs vor allem an den mannschaftstaktischen Dingen gearbeitet wurde.

Am Samstag wird im Übrigen das erste Bundesliga-Match der beiden Klubs untereinander stattfinden. Lediglich im Achtelfinale des diesjährigen Pokals standen sich die Top-Vereine des deutschen Nachwuchs-Wasserballs gegenüber. 14:12 ging die hartumkämpfte Begegnung an den OSC. „Wir erwarten wieder ein ganz schweres Spiel“, weiß Tchigir. Die Sperre von Nationalspieler Hannes Schulz aus einer Strafe gegen Plauen macht die Sache alles andere als leichter. „Jeder packt noch ein paar Prozent drauf, dann kompensieren wir das Fehlen von Hannes. Und in Hannover ist er ja wieder dabei“, so Artur Tchigir. Am 18./19. April wird die Serie mit dem zweiten und dritten Spiel in Hannover fortgesetzt. Sollte es zu einer vierten Partie kommen, wird diese am 23.4. (20 Uhr) am Brauhausberg stattfinden. Spätestens am 25.4. fällt dann in Hannover die Entscheidung.

Artur Tchigir will sich zu seinem 24. Geburtstag nachträglich beschenken: Mit einem Sieg zum Auftakt der Best-of-five-Serie gegen Hannover.

(Foto: Sandra Seifert)

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