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Neu im Redaktionsteam: Wolfgang Philipps

Die „Wasserballecke“ möchte weiter wachsen: Zur Verbesserung des inhaltlichen Angebots konnte die Redaktion jetzt für das neue Jahr auch den national wie international bekannten Fachjournalisten Wolfgang Philipps (47) als Mitarbeiter gewinnen, der neben „Altmeister“ Claus Bastian das bekannteste schreibende Gesicht der Sportart ist. Der Niedersachse ist ein absoluter Kenner der Szene und berichtet seit 1999 nicht nur kontinuierlich und umfangreich über das deutsche Wasserball-Geschehen, sondern auch regelmäßig vor Ort von internationalen Großereignissen der Sportart.

Philipps ist seit 1990 als Sportjournalist tätig, dieses bis heute vor allem im Schwimmsport und Handball. Als Gründungsmitglied der bekannten Fachportale „waterpolo-world“ (1999) und „handball-world“ gehört er dabei zu den Pionieren der Sportberichterstattung im Internet. Im Auftrag dieses neuen Internetangebotes war Philipps 1999 dann auch gleich bei der Wasserball-Europameisterschaft in Florenz (Italien) im Einsatz. „Da war wie eine Zeitenwende“, erinnert sich Philipps noch gut. „Das Pressezentrum war nur auf Berichterstattung per Telefon und Fax vorbereitet. Damals war es zudem noch ein absolutes Abenteuer, sich im Ausland für eine Internetverbindung einzuwählen.“

Wie revolutionär dieses neue Medium Internet in der Sportberichterstattung damals war, bekamen Philipps und andere Redaktionsmitglieder ein Jahr später zu spüren, als die erhoffte Dienstreise zu den Olympischen Spielen im australischen Sydney gänzlich flach fiel: Das IOC hatte damals schlichtweg keine Plätze für Internetjournalisten vorgesehen. Den Auftritt bei Olympia im Gefolge der schreibenden Zunft gab es für Philipps dann aber schließlich 2004 bei den nachfolgenden Spielen in Athen: „Das war eine Erfahrung fürs Leben“, schwärmt er noch heute von den drei Wochen beim größten Festival des Weltsports, zudem sich inzwischen zahlreiche weitere Veranstaltungen gesellt haben.

Internationales Renommee hat Philipps unter anderem durch seine Live-Berichterstattung von dem unter Zuschauerausschreitungen zu Ende gegangenen Finale der Wasserball-Europameisterschaft 2003 in Kranj (Slowenien) erworben. Im Anschluss an das in Sachen Sicherheit ohnehin als „problematisch“ eingestufte Duell zwischen Kroatien und Serbien/Montenegro hatten kroatische Fußball-Hooligans die Tribüne der Anlage gestürmt, und die Medienvertreter saßen dort zeitweilig auf den Presserängen fest. „Das war wie im Krieg“, erinnert sich Philipps, dessen Notebook-Tasche sogar von einem Wurfgeschoss getroffen wurde.

Derart aufregend waren die Veranstaltungen in der jüngsten Vergangenheit dann nicht mehr, zumal auch die organisatorischen Herausforderungen dank WLAN vor Ort und Online-Buchungen für Hotels wesentlich einfacher geworden sind. Inzwischen haben sich seit sechs Schwimm-Weltmeisterschaften (seit 2003) und acht Wasserball-Europameisterschaften (seit 1999) am Stück dazugesellt, darunter auch Veranstaltungen in Australien, Kanada und China. „Solche Höhepunkte gibt es maximal einmal im Jahr“, sagt Philipps. Das Tagesgeschäft besteht zumeist aus der Auswertung der Vielzahl von eingehenden Informationen vor dem heimischen Rechner: „Selbst beim Wasserball kann man sich rund um die Uhr mit der Berichterstattung beschäftigen“, zeigt er sich immer über die Vielzahl von Geschehnissen überrascht, „aber die Sportart verkauft sich einfach unter Wert.“

 

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