SSVE vs.ASCD
7. Dezember 2014
Bayer Frauen
7. Dezember 2014
Alle anzeigen

SVC vs. Bayer

Der Nikolaus hat dem SV Cannstatt keine Punkte in den Stiefel gesteckt sondern die Rute ausgepackt. Beim Konkurrenten SV Bayer Uerdingen unterlagen die Schwaben mit 5:6 (2:1; 2:1; 0:3; 1:1). Der SVC fiel mit dieser Niederlage auf den siebten Tabellenplatz der A-Gruppe zurück, weil Sieger Uerdingen und White Sharks Hannover nach ihren Siegen vom Wochenende vorbeiziehen konnten.
Das Uerdinger Waldseebad ist kein gu-tes Pflaster für den SV Cannstatt. Wie schon vor Wochenfrist im Wasserball-Pokal zog der SVC denkbar knapp den Kürzeren. Zunächst ließ sich die Partie in der Traglufthalle von Bayer Uerdingen gut an. Der SVC fasste schnell Tritt, schien nach einer 4:2 Führung sogar in Richtung „Revanche für die Pokalniederlage“ zu marschieren.
Doch ein doppelter Fehler mit Zeit-strafe und Strafwurf gegen die Schwa-ben brachte Uerdingen den Anschluss und gleichzeitig zurück ins Spiel. Beim SVC riss der Faden, die Westdeutschen konnten aus einem Zwei-Tore Rückstand eine 6:4 Führung machen. Cannstatt konnte durch Routinier Jovan Radojevic wieder auf 5:6 verkürzen und hatte 40 Sekunden vor dem Abpfiff in Überzahl sogar noch die Chance zum Ausgleich. Doch der Schuss von Atila Beretka sprang vom Innenpfosten ins Feld zurück.
SVC-Trainer Jürgen Rüdt konnte ange-sichts der erneuten Niederlage nicht zufrieden sein. „Wir hätten hier ge-winnen können oder zumindest einen Punkt holen. Uerdingen war nicht bes-ser als wir“, erklärte Rüdt. „Wir stehen in der Abwehr gut, entwickeln aber im Angriff zu wenig Druck“, hat er beobachtet. Seine Begründung ist zugleich als Kritik an der Trainingsbeteiligung zu verstehen. „Wenn wir nach vorne geschwommen sind, müssen einige Spieler erst mal durchschnaufen. Dann ist die Angriffszeit rum. Mit so wenig Trainingsaufwand können die meisten Spieler nicht besser spielen“, so seine Analyse.
Die Cannstatter waren 11 Mal in Über-zahl, konnten aber nur einen Treffer erzielen. „Auch das zeigt die Konditionsprobleme“, kritisiert Rüdt. Im Ergebnis stellt der langjährige SVC-Kapitän auch das Saisonziel in Frage. „Wenn wir so weiterspielen, können wir froh sein, wenn wir Platz Sechs erreichen“, ist er frustriert. Vor allem geht der Cannstatter Mannschaft die Homogenität ab. Hinter Nationalspieler Timo van der Bosch und Kapitän Marvin Thran sowie Ex-Nationalspieler Florian Naroska klafft eine riesige Lücke. „Letztes Jahr gab es Spieler die die Lücke geschlossen haben, dieses Jahr sehe ich sie nicht“, ist Rüdt enttäuscht. Sein erstes Fazit daraus: „Letztes Jahr waren wir besser.“ Einzig konstante Größe: Torhüter Florian Pirzer. „Flo hat wieder sehr gut ge-halten“, lobte Rüdt. Doch der darf als Torhüter eben nicht angreifen.
Tore SVC: Timo van der Bosch (2), Marvin Thran, Florian Naroska, Jovan Radojevic

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.