Marco Troll kandidiert am 21. November als DSV-Präsident
1. November 2020
VERPASSTE PREMIERE
7. November 2020
Alle anzeigen

VIER SPIELAUSFÄLLE IN KROATIEN

Trotz zum Teil höherer Corona-Fallzahlen als in Deutschland wird in verschiedenen anderen europäischen Ländern der Spielbetrieb fortgesetzt, allerdings sind auch dort Schwierigkeiten unübersehbar. So kamen am vergangenen Wochenende in Kroatiens erster Liga nach positiven Testungen lediglich eine von fünf vorgesehenen Partien sowie eine Nachholbegegnung zur Austragung, während in Griechenland die beiden nationalen Topligen aufgrund hoher Fallzahlen derweil von politischen Regeln gestoppt werden. Kroatien wie auch Griechenland zählen zu den Rivalen der deutschen Mannschaft in der Olympiaqualifikation.

Im früheren Jugoslawien ist die transnationale Adria-Liga mit den Topklubs aus den Hochburgen Kroatien, Serbien und Montenegro bisher nicht angeschwommen worden und wird in dieser Saison, sofern überhaupt noch möglich, analog zur Champions League wohl nur in Turnierform zur Austragung kommen. Hintergrund sind neben den drohenden terminlichen Problemen die fortwährenden Reisebeschränkungen im Verkehr zwischen den einzelnen Ländern. Die dortigen Mannschaften, darunter drei „Wild Card“-Teams der Champions League, spielen als sportliche Alternative damit erstmals seit 2008 wieder in den jeweiligen nationalen Ligen mit.

Allerdings ist auch diese Lösung mit Schwierigkeiten behaftet. So fielen am vergangenen Wochenende in Kroatiens erster Liga (elf Teams) gleich vier von fünf Begegnungen des fünften Spieltages aus. Stattfinden konnte lediglich die Partie zwischen VK Galeb und VK Zadar (20:12). Ausgetragen wurde mit VK Sibenik gegen Korcula PK (17:9) zudem eine Nachholbegegnung des dritten Spieltages. Tabellenführer im Lande des Olympiazweiten ist mit Mornar Split eines von zwei Teams, das zumindest vier Partien absolviert hat, während Primorje Rijeka gar erst zweimal ins Becken gestiegen ist.

In Serbien konnten am fünften Spieltag immerhin drei von fünf Begegnungen ausgetragen werden, und zwei Teams der zehn Teams weisen in der Tabelle sogar fünf von fünf möglichen Partien auf. Hier führen mit Novi Belgrad und Roter Stern Belgrad (jeweils zehn Punkte aus vier Spielen) zwei Hauptstadtklubs die Tabelle an. Traditionsverein Partizan Belgrad ist dagegen bisher erst zweimal im Einsatz gewesen und hat seit dem 3. Oktober nicht mehr gespielt. Auch am vergangenen Wochenende musste der Rekordmeister als einer von zwei Klubs eine positive Coronatestung und damit einen eine Spielabsage verkraften.

In Griechenland werden die Vereine derweil nicht von positiven Tests in den eigenen Reihen, sondern landesweiten Regelungen der Politik gestoppt. So zählt die Region Attika mit der Hauptstadt Athen mittlerweile ebenfalls zu den roten Zonen, wo der Sportbetrieb mit Ausnahme von Profi-Fußball und -Basketball dann komplett eingestellt werden muss – selbst Training ist untersagt, obwohl übernächste Woche für Vouliagmeni und Ydriakos die Champions League-Qualifikation ansteht. Da die überwältigende Mehrzahl der Erstligisten in der Hauptadtregion beheimatet ist, kommt damit bei den Männern wie auch Frauen der Spielbetrieb faktisch zum Erliegen. Abgesagt worden sind zunächst einmal die Spieltage sechs und sieben bei den Männern.

Von Wolfgang Philipps

Es können keine Kommentare abgegeben werden.