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20. Februar 2020
PRESS RELEASE LEN PR 23/2020
20. Februar 2020
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WASPO 98 FORDERT „GEORGIEN“

Nicht einmal in der seit Oktober laufenden Hauptrunde der Champions League entkommen Deutschlands beste Wasserballer der Ende März anstehenden Olympiaqualifikation: So empfängt der nationale Pokalsieger Waspo 98 Hannover am Freitagabend mit Dynamo Tiflis nicht nur den georgischen Meister, sondern in Personalunion auch die komplette Nationalmannschaft der wasserballerisch aufstrebenden Kaukaus-Republik. Das Anschwimmen im Stadionbad steigt wie gewohnt um 19 Uhr.

Die aus deutscher Sicht nervenden Terminüberschneidungen sind für Dynamo-Trainer Revaz Chomakhidze, als Spieler Weltcup-Sieger und zweimaliger Olympiamedaillengewinner mit der Auswahl Russlands, allerdings nur von geringer Bedeutung: Er ist in Personalunion auch Übungsleiter der Nationalmannschaft Georgiens, und Landesmeister Dynamo stellte im vergangenen Monat bei den Europameisterschaften in Budapest (Ungarn) sämtliche Akteure des 13-köpfigen EM-Aufgebotes, darunter drei eingebürgerte Spieler aus Kroatien, Serbien und Italien.

Diese Konzentration der Kräfte hat sich für das kleine Land bisher aber durchaus ausgezahlt: In der laufenden Saison konnte Georgien zwei der drei Vergleiche mit der deutschen Nationalmannschaft gewinnen. Einzig beim EM-Turnier gab es im Spiel um Platz neun für die DSV-Auswahl einen knappen 9:8-Erfolg, der zudem erst nach einem 3:7-Rückstand eingefahren werden konnte. Mit Rang zehn gelang bei der vierten EM-Teilnahme in Serie seit 2014 dennoch das beste Resultat bei den kontinentalen Titelkämpfen, dieses noch vor den etablierten Wasserball-Größen Rumänien und Frankreich.

In der Champions League spielen Waspo 98 und Dynamo Tiflis in der dortigen Hauptrundengruppe B bei der Vergabe der vier Endrundenplätze allerdings keine Rolle mehr. Kurios: Der bisher einzige Sieg in der internationalen bisher weitgehend glücklosen Saison gelang den Niedersachsen ausgerechnet beim 10:9-Auswärtserfolg im Hinspiel. Die beiden einzigen Führungen des Abends legte die Waspo98-Sieben im Schlussabschnitt beim 8:7 durch Julian Real und dem 11:10 durch Ivan Nagaev hin, wobei der russische Neuzugang 76 Sekunden vor dem Ende mit einem Freiwurf zum Endstand traf.

Eine Wiederholung des Auswärtscoups ist eine dicke Herausforderung: Die deutsche Nationalmannschaft ist bis zum gestrigen Mittwoch zu einem ersten Trainingslager auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira zu Gast gewesen, zudem schwächelten die Waspo98-Akteure auch gesundheitlich. Zusätzlich zu den diversen Erkältungsproblemen laboriert Julian Real seit dem vergangenen Champions League-Spiel in Terrassa (Spanien) an einer Trommelfellverletzung, und Tobias Preuß hatte schon die EM-Teilnahme nach Schulterproblemen absagen müssen.

Dennoch ist in der hannoverschen Wasserballszene die Freude auf das erste internationale Heimspiel nach zweimonatiger Pause groß. „Irgendwie sind alle krank gewesen, erst die Alten, dann die Jungen, und fit sind immer noch nicht alle. Trotzdem, zumindest die Stimmung passt, und wir wollen unterhaltsamen Wasserball spielen“, gibt Trainer Karsten Seehafer die Richtung vor.

Die enge Terminplan der Olympiasaison sorgt tags darauf unter Beteiligung der Waspo 98 zudem für eine Kuriosität: Bereits am Sonnabend sind die Niedersachsen an gleicher Stelle in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) erneut im Einsatz und empfangen von 18 Uhr an in einem Spiel der Pro A den Tabellenvierten ASC Duisburg. Bereits um 15:30 Uhr treffen die Waspo98-Frauen in ihrem DWL-Spiel auf den SV Nikar Heidelberg (hier jeweils freier Eintritt).

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