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Nullfünfer kassieren unnötige Niederlage

SV Bayer Uerdingen – SV Würzburg 10:6 (2:1; 3:2; 2:0; 3:3)

Die Würzburger Wasserballer verpassen den ersten Auswärtssieg der Bundesligasaison. Der Aufsteiger um das Trainerduo Matthias Försch und Inaki Urkiaga verliert zum Jahresauftakt mit 10:6 bei Bayer Uerdingen und bleibt damit mitten im Abstiegskampf.

Die Nullfünfer traten die 350 Kilometer lange Reise nach Westdeutschland hoffnungsvoll an und wollten die ersten Punkte in fremden Becken erkämpfen. Dieses Vorhaben bestätigten sie zunächst spielerisch auch. In der ersten Halbzeit setzte die junge Mannschaft des SVW die Vorgaben der Trainer gut um, die Defensive stand sicher und mit viel Tempo gelang es ein ums andere Mal gute Abschlusspositionen zu erarbeiten. Mehrfach scheiterten die Schützen der Gäste jedoch am späteren Spieler des Tages, Torhüter Dustin Bauch. „Wir haben einen guten Start in die Partie gefunden, hatten defensiv keine Probleme und offensiv tolle Chancen. In dieser Phase müssen wir eigentlich folgerichtig in Führung gehen, dann haben wir ein anderes Spiel „, zeigte sich Inaki Urkiaga im Anschluss entäuscht.

Nach dem Abpfiff der kampfbetonten, über weite Strecken trotz des Rückstandes und der Niederlage ausgeglichenen Partie war der Frust unter den Nullfünfern groß. Entscheidend war wohl die Phase vor und nach der Halbzeit. Während die Unterfranken ganze zwölf Spielminuten kein Tor erzielten, machten die Westdeutschen aus einer 4:3 Führung ein 7:3. Erst Lennart Böhme und Timotej Filo beendeten die Durststrecke mit einem schnellen Doppelschlag anfangs des vierten Abschnitts und sorgten für Hoffnung beim Stand von 7:5. Diese währte gleichwohl nur kurz – die Krefelder erwiderten mit zwei Treffern ihrerseits und sorgten für die Entscheidung. „Die lange torlose Phase war tödlich“, sagte auch Trainer Matthias Försch und monierte die mangelnde Präzision im Abschluss seiner Mannschaft.

Für Diskussionsstoff sorgte zeitweise die Linie der Schiedsrichter, die bei den Würzburgern für Unverständnis sorgte. Matthias Försch bestätigte phasenweise unglückliche Entscheidungen der Unparteiischen zwar, ließ diese jedoch nicht als Ausrede gelten: „Wir sind Aufsteiger, da ist es auswärts immer schwierig. Uns haben natürlich einige Pfiffe überhaupt nicht gefallen, dennoch haben wir die Niederlage selbst zu verantworten. Wir haben es nicht geschafft unser Leistungsvermögen abzurufen, hatten teilweise Pech und dann hat uns das Selbstbewusstsein gefehlt. Mit einer solch schlechten Chancenverwertung gewinnt man keine Spiele in der Bundesliga. Insgesamt eine unnötige Niederlage.“

Am späten Samstagabend kehrten die geschlagenen Nullfünfer aus Nordrhein-Westfalen zurück ans heimische Adami-Bad. Neben der Niederlage hatte sie viele Erkenntnisse im Gepäck. „Das Spiel hat uns einige Aufgaben für die kommende Trainingswoche mitgegeben“, resümierte ein geknickter Matthias Försch und blickte bereits auf das nächste Wochenende voraus. Dann soll es bei einem Doppelspieltag in Krefeld und Duisburg klappen mit Auswärtspunkten. Und Freude statt Enttäuschung im Gepäck aus Nordrhein-Westfalen.

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