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Recco zurück in Hannover

Exakt fünf Monate nach dem grandiosen Endrundenspektakel kehrt die Champions League in das hannoversche Stadionbad zurück, und die Lokalmatadoren der Waspo 98 Hannover präsentieren am Sonnabend erneut eines der besten Vereinsteams der Welt: Gleich zur internationalen Heimpremiere der Niedersachsen gibt das Starensemble von Italiens Serienmeister und Rekordgewinner Pro Recco einmal mehr seine Visitenkarte am Maschsee ab. Das Anschwimmen steigt im wiedereröffneten Stadionbad wie gewohnt um 19 Uhr.

Auf seinen neunten Champions League-Titel der Vereinsgeschichte muss der ewige Favorit aus der norditalienischen Küstenstadt allerdings seit 2015 warten – für den ambitionierten Verein mit dem Hashtag „#borntobeachampion“ eine gefühlte Ewigkeit: Auch beim diesjährigen Finalturnier in dem zur Wasserballarena umgewandelten Stadionbad unterlag das „Real Madrid des Wasserballs“ überraschend im Halbfinale gegen Olympiakos Piräus (Griechenland). Personell hat sich seit der Enttäuschung vom Juni erstaunlicherweise nur wenig verändert: Superstar Filip Filopovic, mittlerweile 32, führt weiterhin das Starensemble mit seinen Topakteuren aus fünf Nationen an.

Auch Trainerikone Ratko Rudic, viermaliger Olymiasieger mit drei veschiedenen Ländern, ist auf der Bank verblieben, was angesichts der ebenso harten wie ausdauernden Arbeit des Kroaten geradezu wie eine Drohung gegenüber der Konkurrenz wirkt. Auf der der Titeljagd wird Recco dank der Auslosung auch im Stadionbad Station machen, allerdings mussten die Italiener in der langen Saison diesmal schon frühzeitig einen überraschenden Punktverlust hinnehmen: Am vergangenen Spieltag gab es überraschenderweise nur ein 11:11–Unentschieden in der Auswärtspartie bei Mladost Zagreb, als die Kroaten in der Schlusssekunde mit der neuen Freiwurfregel in spektakulärer den Gleichstand erzwangen.

Während Recco als bereits feststehender Endrundengastgeber des diesjährigen Wettbewerb den Punktverlust an der Save veschmerzen und vielleicht sogar als Warnschuss zu nutzen mag, war dieses für Waspo 98 zusätzlich zu der eigenen 7:8–Niederlage beim potentiellen Tabellennachbarn CN Marseille (Frankreich) ein weiterer Rückschlag im Kampf um einen guten Tabellenplatz. Für die Niedersachsen stehen damit aus den ersten Partien der Saison drei Niederlagen zu Buche, und auch gegen Recco wird es schwer, mehr als nur eine gute Vorstellung hinzulegen. „Um die zu schlagen, brauchst du echt Glück“, sagt der Waspo98-Vorsitzende Bernd Seidensticker.

Die Niedersachsen wollen jedoch nicht nur Recco, sondern auch sich selbst in Szene setzen, und personell tut sich pünktlich zu der internationalen Heimpremiere bei der Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer allerdings etwas: Dem Vernehmen nach soll erstmals nach einer Handoperation wieder der niederländische Centerspieler Jorn Winkelhorst ins Becken steigen. Dieses würde in der Offensive zugleich mehr Freiräume für Hannovers kroatischen Olympiasieger Petar Muslim mit seinem Allroundpotentialeröffnen eröffnen, der zuletzt Winkelhorst in der Sturmmitte ersetzt hatte. Gespannt dürfen die Beobachter ebenso sein, ob wieder einer der jüngeren Akteure des Kooperationspartners White Sharks Hannover den Sprung in das Aufgebot schafft.

Interessante Randnotitz dieses Wochenendspieltages der Champions League: Die italienische Serie A1 hat ihren mominell für den Sonnabend vorgesehenen sechsten Spieltag ohne großes Felderlesen geschlossen am Mittwoch ausgetragen. Die dortigen Parttien wurden trotz eines fehlenden Feiertages teilweise sogar schon schon um 14 oder 15 Uhr angeschwommen, was auch für 20:2–Erfolg von Pro Recco gegen Lazio Nuoto Rom galt.

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