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US-Frauen holen erstes Olympiaticket – Ohme leitet Finale

Das erste Olympiaticket für die Spiele von Tokio (Japan) zugunsten einer auswärtigen Mannschaft ist vergeben: Die Frauen des amtierenden Weltmeisters USA verteidigten beim „Super Final“ der Weltliga in Budapest (Ungarn) durch einen 10:9-Finalerfolg gegen Italien ihren Titel und bleiben damit weiterhin im Besitz aller weltweit ausgespielten Meisterschaften im internationalen Frauenwasserball. Für die Nordamerikanerinnen war es bei der 16. Auflage des jährlich ausgespielten Wettbewerbs bereits der 13. Erfolg.

Italien verpasste nur knapp den ersten Titelgewinn seit der Goldmedaille bei den Europameisterschaften 2012 in Eindhoven (Niederlande). Dritter wurde an der Donau einmal mehr der WM- und EM-Dritte Russland durch einen 10:7-Erfolg im kleinen Finale gegen die Niederlande. Im Spiel um Platz fünf siegte Australien mit 12:7 gegen Gastgeber Ungarn, der wie bei den Weltmeisterschaften 2017 trotz Heimvorteils bereits im Viertelfinale auf der Strecke geblieben war.

Platz sieben holte sich der WM-Vierte Kanada durch einen 13:10-Erfolg gegen China. Die Nordamerikanerinnen können dennoch optimistisch in den weiteren Saisonverlauf gehen: Nach der Aufstockung des Olympiaturniers von acht auf jetzt zehn Mannschaften qualifiziert sich erstmals auch der Weltliga-Gewinner. Kanada könnte damit bereits bei einem zweiten Platz hinter den USA bei den Panamerikanischen Spielen in Lima (Peru) ebenfalls vorzeitig zum Zuge kommen.

Bedauerlich aus Sicht der Wasserball-Traditionalisten: Gespielt wurde nicht in der berühmten Freiwasserarena des Alfred-Hajos-Sportkomplexes auf der Margareteninsel, sondern unter dem Hallendach der neuen Duna-Arena, die im kommenden Januar auch die Europameisterschaften beherbergen wird. Bei dem Acht-Nationen-Turnier amtierte mit Frank Ohme auch ein deutscher Unparteiischer aus dem Kreis der nicht vor Ort vertretenen Länder. Der Niedersachse leitete zusammen mit dem Argentinier German Moller sogar das Finale.

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