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Wieder Jubel in der Therme Rote Laterne vorläufig in Krefeld

Weidener Wasserballer feierten am letzten Samstagabend den zweiten Saisonsieg und verlassen vorläufig das Tabellenende. Nach dem 12:10 Sieg übergaben die Oberpfälzer die rote Laterne der Pro B Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga an die Gäste aus Krefeld, die einen Tag später erneut mit 12:10 beim SC Wedding Berlin unterlagen. In Anbetracht der Restprogramme der Konkurrenten, könnte es noch ganz schwierig für die SV-ler werden, den vorletzten Tabellenrang zu verteidigen, die Punkte können dafür noch eine sehr große Bedeutung in der Endabrechnung spielen.

Die Hausherren eröffneten die Partie sehr konzentriert und gingen durch Kapitän Thomas Kick und Routinier Andreas Jahn schnell mit 2:0 in Führung. Die Krefelder verkürzten noch vor der ersten Viertelpause, wobei erneut schlechte Chancenausbeute der Weidener die Runde machte und deutlichere Führung vermied. Zum Beginn des zweiten Abschnittes glichen die Gäste 2:2 aus, ehe Weiden mit einem Doppelpack die 4:2 Führung erreichte und über 4:3 weiter auf 6:3 und 7:3 davonzog. Kurz vor Seitenwechsel verkürzte SVK noch auf 7:4 in letzter Überzahl des zweiten Viertels, die Führung der Aigner-Schützlinge gab dennoch Gründe zur Zuversicht der lautstarken Weidener Fans.

Im dritten Viertel erhöhten die Hausherren das Tempo, zwangen die Gäste zu weitern Fehlern und einigen Wasserverweisen, die letztendlich viel Kraft kosteten und mit 10:5 zur letzten Viertelpause für die scheinbar Vorentscheidung sorgten. Kaum einer glaubte noch in der Halle, die SV-ler könnten das Spiel aus der Hand geben, es wurde aber dennoch spannend. Drei Gegentreffer in Folge kassierten die Aigner-Schützlinge in den ersten drei Minuten des Schlussabschnittes und brachten sich selbst in die Lage, um die sicher geglaubten Punkte noch zittern zu müssen. Sean Ryder erhöhte kurz danach auf 11:8, SVK nutzte aber prompt die nächste Überzahl und kam wieder auf 11:9 heran. Eine turbulente Schlussphase, mit zwei Überzahlchancen auf Seite des Schwimmvereines Weiden brachte zunächst keine Vorentscheidung in der Thermenwelt, die Zeit wurde jedoch für die Gäste immer knapper. 24 Sekunden vor Spielende gelang es den Westdeutschen einen Treffer der letzten Hoffnung zu erzielen. Weiden im Ballbesitz, verwaltete gekonnt die letzten Spielsekunden, ehe ein Wasserausschluss und ein weiterer persönlicher Fehler eines Krefelder zum Strafwurf für Weiden führte. Trainer Aigner hatte die Wahl, im Ballbesitz zu bleiben, oder den Strafwurf auszuführen zu lassen und er entschied sich für die letztere Option. Eine risikobehaftete aber mute und effektvolle Entscheidung. Sean Ryder locht zum fünften Mal in dem Spiel ein und machte damit den zweite Sieg seiner Mannschaft in der Saison perfekt.

Die verbleibende Spiele der Hauptrunde , beide auswärts, bei Bayer Uerdingen und Tabellenführerbezwinger Ludwigsburg, lassen nicht viele Hoffnungen auf weitere Zähler zu. Es wird sich am Ende zeigen, was die direkten Kontrahenten aus dem Restprogramm machen, bevor die Abstiegsrunde der letzten drei der Tabelle startet.

„Der Sieg ist das wichtigste, was jetzt zählt. Das es wieder so spannend wird, das muss ich nicht unbedingt haben. Wir kommen durch unsere spielerische Überlegenheit zu vielen Überzahlchancen, investieren viel in unser Spiel und scheitern dann einfach zu oft im Abschluss, das ist einfach Schade für die Mannschaft, die hätte sich nämlich den einen oder anderen Punkt mehr verdient. Ich hoffe, dass der Aufwärtstrend bestehen bleibt und wir können uns im Abschluss verbessern, dann sind wir aber auf jeden Fall voll im Geschäft“ äußert sich Mannschaftsleiter Irek Luczak erfreut und optimistisch.

SV Weiden – SV Krefeld 12:10 (1:1, 5:3, 3:1, 2:5)
Wasserverweise: Weiden 12 + Strafwurf, Krefeld 18+Spielzeitstrafe+Strafwurf
Schiedsrichter: Jens Boysen und Evgeny Belov
DWL-Spielbeobachter: Winfried Horsch
„Spieler des Tages“: Thomas Kick (Weiden)
Zuschauer: 105

SV Weiden spielte mit
Matthias Kreiner im Tor, Toni Hinz, Alexander Hinz, Michael Trottmann (2 Tore), , Thomas Kick (1), Denis Reichert (1), Jakob Ströll, Robert Reichert (1), Marek Janecek (1), Andreas Jahn (1), Sean Ryder (5), Alex Schäfer und Andreas Widiker
Trainer Thomas Aigner

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