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Auswärtspech findet in Fulda kein Ende

Von Felix Heck
Stuttgart – Es scheint wie verhext: Auch nach dem siebten Auswärtsspiel der Saison wartet man beim Schwimmverein Cannstatt weiterhin vergeblich auf die ersten auswärtig gewonnenen Zähler. Nach einer anfänglich soliden Leistung verlor man gegen die Wasserfreunde Fulda schlussendlich mit 10:14 (5:2,0:3,3:4,2:5).

Ganz so empirisch wie in der Fußballbundesliga ist die Datenlage in der 2. Wasserballliga Süd zwar nicht, dass extra eine separate Auswärts- und Heimspieltabelle angefertigt werden könnte. Ihr Ergebnis dürfte aber ähnlich ausfallen wie beim großen Nachbarn des SV Cannstatt von der Mercedesstraße: So makellos die Heimauftritte der Wasserballherren bisher waren, so kompliziert ist ein ums andere Mal die Lage in fremden Gewässern. Und so musste das Team um Kapitän Lennart Löscher auch am vergangenen Samstag wieder ohne Zähler die Heimreise aus der Barockstadt Fulda antreten.
Dabei war man dort noch ziemlich euphorisch in die Partie gestartet. Bereits nach einer Minute gelang den Gästen aus Schwaben die Führung durch Adrian Thran, die kurz darauf durch Braeden Drennan und Tim Kraut gar auf 3:0 erhöht werden konnte. Nur zwei Fuldaer Schüsse fanden im ersten Spielabschnitt den Weg vorbei am Abwehrbollwerk der Gäste, das vor allem eine Aufgabe hatte: Den hessischen Toptorjäger David Horvath möglichst komplett aus dem Spiel zu nehmen und damit jede Angriffswelle der Wasserfreunde bereits im Keim zu ersticken. Doch was im ersten Viertel so bilderbuchartig gelungen war, geriet in den Folgeminuten immer weiter in Vergessenheit. Gleich zweimal vermochte besagter Toptorschütze vor dem Seitenwechsel zu treffen, es sollten bis zum Spielende weitere fünf Treffer folgen. Und mit ihrem Schlüsselspieler erstarkte auch die restliche Mannschaft des Viertplatzierten wieder zunehmend, ließ nun kaum eine der seltenen Lücken im Abwehrgefüge der Cannstatter ungenutzt. Indes vertändelte der SVC zu viele Überzahlsituationen vor dem gegnerischen Tor, verlor an Sicherheit in der Vorwärtsbewegung und schlussendlich mit Ende des dritten Viertels auch die bis dahin immer wieder tapfer verteidigte Führung.
Für Kapitän Lennart Löscher stand nach Spielende daher der Grund der enttäuschenden Niederlage auch ziemlich eindeutig fest: „Wir haben einfach nach dem Seitenwechsel das Konzept ein bisschen verloren, den gefährlichen Schützen Horvath nicht mehr in den Griff bekommen und dann natürlich auf zwei Metern vorne zu viele Chancen vergeben.“ Dennoch hob das Cannstatter Eigengewächs auch die positiven Punkte der Begegnung heraus, die es trotz der trüben Stimmung durchaus gab: „Für eines der ersten Spiele auf dem langen Feld haben wir gut mitgehalten, denke ich. Wir haben uns teuer verkauft und die Grundlagen für die weiteren Spiele auf dreißig Meter setzen können.“
Ein solches „langes Feld“ wird auch in den kommenden Regionalderbys die größte Herausforderung für die an Kurzbahn gewohnten Mombach-Wasserballer: Den Auftakt der brisanten Lokalspiele bietet nächstes Wochenende der 1.BSC Pforzheim. Es folgt am 24.06. das Derby der Sauer- gegen die, durch den PSV vertretenden, Landeshauptstädter und schließlich das Aufeinandertreffen mit dem SV Bietigheim im Badepark Ellental am 29.06.

Für den SV Cannstatt waren im Einsatz: Soma Mihalik (TW), Miles Müller, Fabian Thran, Julian Thran, Lennart Löscher (2 Tore), Adrian Tran (2), Evan Müller, Daniel Stoll, Braeden Drennan (1), Finn Julius Wörn (2), Tim Kraut (3)

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