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Waserballer 2020 erneut zu Gast in Budapest

Hochburgen geben sich als EM-Ausrichter Klinke in die Hand

Von Wolfgang Philipps

Europas beste Wasserballer können in Budapest mittlerweile gefühlt auf Dauer ihre Zelte aufschlagen (oder vielleicht sogar schon Eigentumswohnungen kaufen): Das Präsidium des Europäischen Schwimmverbands LEN hat auf seinem gestrigen Treffen in Ungarns Hauptstadt sämtliche Europameisterschaften des Jahres 2020 an die Donaurepublik vergeben, beginnend im Januar mit den zweiwöchigen Titelkämpfen der Wasserballer in Budapest. Gespielt wird hier dann allerdings nicht in dem legendären Alfréd-Hajós-Sportkomplex auf der Margareteninsel, sondern in dem neuen Dagály-Schwimmsportzentrum in der Innenstadt, die im kommenden Jahr die Schwimmrennen der Weltmeisterschaft 2017 beherbergen wird.

Europas „Wasserball-Hauptstadt“ hat bereits 1926, 1958 (dort jeweils als Teil der „großen“ Schwimm-Europameisterschaften), 2001 und zuletzt erst 2014 die besten Werfer des Kontinents beherbergt. Zusammen mit der Schwimm-WM des kommenden Jahres sowie den Champions League-Endrunden 2016 und 2017 kommt es damit zu einer weiteren Steigerung der Konzentration von Topveranstaltungen in der wasserballgeisterten Donaumetropole. Zwischen den beiden kontinentalen Titelkämpfen in Budapest gibt es in diesem Jahr mit Belgrad (Serbien) und 2018 in Barcelona (Spanien) zudem ebenfalls bekannte Standorte der Sportart als EM-Gastgeber, so dass deren Monokultur weiter gefördert wird.

2020 steht nach Eindhoven (Niederlande/2012) und Belgrad (2016) allerdings zum dritten Mal eine Hallenveranstaltung direkt zum Beginn des Olympiajahres an, so dass auf die Aktiven bei dann 34. Titelkämpfen seit 1926 diesmal eine andere Spielstätte warten wird: Die Doppelveranstaltung für Männer und Frauen wird dann am Nordufer der Donau in der Haupthalle des neuen Dagály-Schwimmsportkomplexes zur Austragung kommen, die bei den Weltmeisterschaften 2017 die Schwimmwettbewerbe beherbergen wird. Im kommenden Jahr soll es Platz für etwa 15.000 Zuschauer geben, für nachfolgende Veranstaltungen ist dann eine Kapazität von 5.000 bis 6.000 Plätzen vorgesehen.

Wie der LEN-Mitteilung zu entnehmen war, folgen im Mai an gleicher Stelle Schwimmer, Wasserspringer und Synchronschwimmer mit ihren kontinentalen Titelkämpfen, die Langstreckenschwimmer im Juni bei dann etwas milderen Bedingungen am Plattensee. Budapest könnte 2020 zudem für ein Novum sorgen: Wahrscheinlich wird es erstmals auch einen EM-Kampf im nichtolympischen Klippenspringen geben, der am 20. August, Ungarns Nationalfeiertag, zur Austragung kommen soll. Noch nichts vermeldet wurde über die Austragungsorte der Masters-Europameisterschaften, wobei eine Austragung an der Donau ebenfalls machbar erscheint. Allerdings ist nach dem vielkritisierten Verlauf der diesjährigen Schwimmtitelkämpfen in London (Großbritannien) auf Seiten der LEN vermutlich erst einmal Nachdenken angesagt…

Foto: Giorgio Scala/deepbluemedia

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