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Furioser Auftakt lässt den OSC im Spitzenspiele jubeln

Bundesliga-Wasserballer mit Debütant Knüttel im Tor siegt 13:9 im Lokalderby

Fünf Spiele vor dem Abschluss der Hauptrunde haben die Bundesliga-Wasserballer des OSC Potsdam die Führungsposition der DWL-B-Gruppe gefestigt. Im Spitzenspiel bei der SG Neukölln am Sonnabend siegte die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir nach furiosem Auftakt 13:9 (6:0, 3:2, 1:4, 3:3). Zeit zum Durchatmen bleibt den Havelstädtern (14:4 Punkte/115:73 Tore) aber kaum. Mit jeweils 12:6 Zählern sitzen ihnen der SC Wedding, Neukölln und der Duisburger SV 98 gleich dreipunktgleiche Klubs dicht im Nacken.
Hatten die knapp 300 Zuschauer in der Schöneberger Schwimmhalle am Sachsendamm ein spannendes Lokalderby erwartet, rieben sich nicht wenige die Augen beim Blick auf den Spielstand nach dem ersten Viertel. 6:0 hieß es an der Anzeigetafel. Den schnellen, aggressiven Konterangriffen Potsdams hatten die Süd-Berliner nichts entgegenzusetzen. Hannes Schulz (2), Ferdinand Korbel, Dennis Strelezkij, Reiko Zech und Artur Tchigir nutzten die zunächst löchrige Abwehrreihe der Gastgeber eiskalt aus. „Grundlage dieses tollen Auftakts war die starke Defensive“, erklärte Alexander Tchigir. „Wir haben hinten nichts zugelassen und haben unsere Schnellangriffe sehr konzentriert durchgebracht.“ Ein Extra-Lob gab es für U19-Torhüter Tobias Knüttel, der in seinem Bundesliga-Debut den grippeerkrankten Michael Knelangen bravourös vertrat. „Das hat er wirklich gut gemacht“, so Tchigir, selbst über Jahrzehnte hinweg einer der weltbesten Torhüter.
Im zweiten Viertel ließen es die Potsdamer schon etwas ruhiger angehen, behielten aber jederzeit die Kontrolle. Der erste Neuköllner Treffer wurde durch den zum „Spieler des Tages“ ernannten Korbel postwendend beantwortet. Christian Saggau und Thilo Popp erhöhten auf 9:1, bevor die SGN kurz vor dem Seitenwechsel zum zweiten Mal traf.
Mit der hohen Führung im Kopf verlor der OSC nach der Pause die Konzentration. Lediglich Strelezkij zum 10:4 traf im dritten Abschnitt, während der bis dahin gut abgeschirmte Neuköllner Top-Torjäger Marek Molnar gleich dreimal einnetzte und der erfahrene Sascha Pacyna auf 6:10 verkürzte. Als die Hausherren zu Beginn des Schlussviertels das 7:10 markierten, straffte sich der OSC allerdings wieder. Treffer von Zech, Strelezkij und Saggau sorgten für das 13:7 und die endgültige Entscheidung. Die beiden Neuköllner Treffer zum 13:9-Endstand waren nur noch Makulatur.
„Ich bin sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Gerade in der Anfangsphase wurde alles perfekt umgesetzt“, sagte Tchigir. „Jetzt müssen wir diese Konzentration mit in die nächsten Spiele nehmen.“ Vor allem dürfe sich aber niemand mehr verletzen oder erkranken. Nach den langfristigen Ausfällen von Maximilian Ghalayini, Marc Langer und Jack Collier sei der Kader laut Tchigir stark „ausgedünnt“. So musste Co-Trainer Jacob Drachenberg gegen Neukölln zum zweiten Mal in dieser Saison die Kappe schnüren und entlastete das Team durch seine Kurzeinsätze. Er absolvierte damit im Übrigen seine 100. DWL-Partie für den OSC Potsdam und ist damit nach Tobias Lentz (151), Marc Langer (149) sowie Matteo Dufour und Artur Tchigir (je 109) der fünfte OSC-Spieler, der diese Marke geknackt hat.
Potsdam: Torwart Tobias Knüttel, Alexander Schwarze, Artur Tchigir (1), Thilo Popp (1), Max Kössler, Dennis Strelezkij (3), Ferdinand Korbel (2), Christian Saggau (2), Gabriel Satanovsky, Matteo Dufour, Hannes Schulz (2), Reiko Zech (2), Jacob Drachenberg

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