DWL Pre-Play-Offs: für den SVV Plauen geht es in die vierte Runde
20. April 2015
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Spiele 2 & 3 bringen die Entscheidung

SSV Esslingen vs. SC Neustadt 25:11 (7:3/8:3/3:2/7:3)

SSV Esslingen vs. SC Neustadt 17:9 (4:2/5:1/4:3/4:3)

Der SC Neustadt ist in der „Best-of-Five“-Serie zur Pre-Play-off-Qualifikation nach drei Spielen dem SSV Esslingen unterlegen. Nach dem knappen 11:13 in der Vorwoche im Becken mit Normalmaßen im Neustadter Stadionbad kam es nun im Ausweich-Schwimmbad der Esslinger mit kleinem Becken im Merkel’schen Schwimmbad zu klaren Heimsiegen des SSVE und vielen Toren (62) für die Zuschauer.

Für die prognostizierte „Hexenkessel“-Atmosphäre fehlte vor allem am Sonntagmorgen der Zuspruch, dennoch wurden die beiden Mannschaften von einigen Zuschauern auf der steilen Tribüne gewissermaßen von oben begutachtet.
Darunter waren am Samstag auch mitgereiste Neustadter Anhänger, doch gerade dieses Spiel bot nicht unbedingt einen Augenschmaus. Nach einer starken Anfangsphase und einer 2:0-Führung durch die Pfälzer Gäste wendeten die Esslinger das Blatt schnell und blieben unbeeindruckt. Nach dem 3:3 (6.) konnten die Neustadter teils zu einfache Tore des Esslinger Angriffs nicht verhindern und sahen sich nach einem Lauf der Heim-Mannschaft bereits in der zehnten Spielminute mit 3:10 hinten. Der SSVE nutzte seine Chancen eiskalt und zeigte sich treffsicher, erschwamm sich in kurzen Kontern immer wieder gute Abschlussmöglichkeiten, die die Neustadter eigentlich verhindern wollten.

Im 3.Viertel kam dann Besserung ins Neustadter Spiel, knapp fünf Minuten gelang dem SSVE kein Treffer mehr und selbst wurden zwei eigene Treffer herausgespielt zum 8:15 (19.) Auch im letzten Viertel änderte sich an der hohen Einschussrate nichts mehr, im kurzen Becken kann nunmal ein Großteil der Angriffszeit genutzt werden und wird nicht zum Schwimmen verbraucht. Die Neustadter konnten phasenweise gut mithalten, doch in anderen Passagen des Spiels wurden definitiv zu viele Tore eingefangen. Zudem sahen sie sich vom Schiedsrichter-Gespann benachteiligt, doch die Mannschaft blieb diszipliniert und fuhr umgehend zurück in die Pfalz.

Dafür musste am Sonntagmorgen bereits um 7:30 Uhr die Abfahrt erfolgen. Das ab 11 Uhr angepfiffene Morgen-Spiel sah dann anders aus. Beide Mannschaften waren nicht so explosiv im Wasser, es blieb weitestgehend ruhig und die Schiedsrichter zeigten eine souveräne und faire Linie. Somit war das Spiel ein komplett anderes, wie nicht nur Interimstrainer Janusz Gogola am Beckenrand konstatierte. Allein ein Blick auf das „Persönliche Fehler“-Verhältnis von Samstag 3-15 auf Sonntag 7-8 belegt dies mit Daten. Der SC Neustadt konnte besser mithalten als am Vortag, ließ lediglich zur Spielmitte vom 3:6 (14.) im zweiten Viertel auf 3:13 (22.) im dritten Viertel abreißen, verkürzte im Anschluss allerdings noch einmal auf 8:14 (26.). Eine Überzahl mit Auszeit auf Neustadter Seite und eine Rote Karte gegen den Esslinger Trainer in der letzten Spielminute änderte aber nichts mehr am Ganzen. Letztendlich geht das Ergebnis mit 9:17 leistungsgerecht in Ordnung. Die Neustadter selbst waren mit ihrer eigenen Leistung an diesem sonnigen Tag unzufrieden und sahen zu viele Fehler bei sich selbst, um ernsthaft Paroli bieten zu können.

Im Aufeinandertreffen des Tabellen-Zwölften mit dem Tabellen-Fünften wurde den Neustadtern vor Augen geführt, was ihnen noch fehlt um ganz auf Augenhöhe schwimmen zu können. Wurden vorne die Chancen vergeben, gab es hinten ein Tor zur Quittung. Dies war der serienentscheidende Unterschied.
Der SSV Esslingen hat sich aber die A-Gruppen-Zugehörigkeit für die kommende Saison absolut verdient und steht nun in der Pflicht seine Leistung gegen Bayer Uerdingen zu bestätigen.
Für die Spieler des SC Neustadt waren es letztendlich hervorragende Trainingseinheiten, um sich nun konzentriert auf Wedding Berlin vorzubereiten.
Für beide Mannschaften liegt in den sogenannten „Scharnierspielen“ also jede Menge Brisanz in naher Zukunft vor der Brust.

In den Relegationsspielen zur A-Gruppe und zur Deutschen Meisterschaft wurde insgesamt deutlich, dass kein großer Niveau-Unterschied zwischen dem 5. der A-Gruppe bis zum 4. der B-Gruppe besteht. Ein Glückwunsch an dieser Stelle nach Krefeld und Hannover (W.S.), die sich in ihren Serien bereits durchsetzen konnten. In der Serie Cannstatt-Plauen wird nach zwei Fünf-Meter-Werfen besonders deutlich, wie nah all diese Teams beieinander liegen.
Der Gedanke an eine eingleisige 1.Liga, wie sie die „Wasserballecke“ noch als Aprilscherz vorschlug, ist also nicht so abwegig.

So spielten Sie:
Müller (TW, Samstag/Sonntag) – Ehrenklau (2/2), Ulrich, J. Mongrell (1/0), Middlesworth (1/0), Oliveira (1/2), F. Mongrell (2/1), Albert (3/3), Härtel. O. Görge, M. Görge (nur So), Roth, Held (1/1).

Bericht: /mro

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