
Starke Vorstellung in Novaky: Die U16 der Potsdam Orcas holten einen starken zweiten Platz beim Nováky-Cup.
22. Mai 2026Emotionaler Serie gegen Neukölln folgt das Duell gegen Cannstatt
Die Potsdam Orcas haben den direkten Klassenerhalt in der Wasserball-Bundesliga geschafft. In einer dramatischen und emotionalen Best-of-Three-Serie setzte sich die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir gegen die SG Neukölln Berlin mit 2:1 Siegen durch und qualifizierte sich damit gleichzeitig für den Conference Cup von European Aquatics.
Nun wartet bereits die nächste Serie: Im Duell um Platz fünf treffen die Potsdamer auf den SV Cannstatt. Spiel eins findet am morgigen Samstag um 15 Uhr im Freibad in Heilbronn statt, wohin die Cannstatter aufgrund einer nicht verfügbaren Spielstätte in Stuttgart ausweichen müssen. Am Wochenende des 30. und 31. Mai folgen dann Spiel zwei und – falls notwendig – Spiel drei im Sport- und Freizeitbad blu. Anwurf ist am Samstag um 18 Uhr sowie am Sonntag um 10 Uhr.
Vergebener Matchball in Spiel zwei
Nach dem dramatischen Auftaktsieg nach Fünf-Meter-Werfen eine Woche zuvor hatten die Orcas am vergangenen Wochenende gleich zwei Chancen, die Serie gegen Neukölln zu entscheiden. Doch zunächst gelang dies trotz großer Unterstützung der heimischen Fans nicht.
Dabei begann die Partie durchaus ordentlich. Nach frühem Rückstand glich Tyler Kugler zum 1:1 aus, später stellte Finn Taubert auf 2:2. Zu Beginn des zweiten Viertels brachte Lu Meo Ulrich Potsdam erstmals mit 3:2 in Führung.
Die Partie blieb jedoch eng umkämpft. Neukölln antwortete immer wieder, doch die Orcas hielten dagegen. Elias Götke traf zum 4:4, ehe sich Potsdam durch Tore von Matti Arnold und Marian Kob zwischenzeitlich auf 6:4 absetzen konnte. Noch vor dem Seitenwechsel verkürzten die Gäste jedoch wieder.
Auch nach der Pause blieb das Spiel ausgeglichen. Taubert erzielte das 7:6 und später das 8:7, Ulrich stellte zwischenzeitlich auf 9:8. Doch im letzten Viertel fehlte den Potsdamern trotz großer Einsatzbereitschaft die nötige Konsequenz im Abschluss. Immer wieder erspielte sich die Mannschaft gute Möglichkeiten, scheiterte jedoch entweder am gegnerischen Torhüter oder an den eigenen Nerven.
Neukölln nutzte dies konsequent aus, drehte die Partie und setzte sich Mitte des Schlussviertels mit 9:8 in Führung. Zwei Minuten vor Schluss folgte schließlich das entscheidende 10:8 (2:2, 3:4, 3:2, 2:0) für die Berliner. Die Orcas hatten über die gesamte Partie leidenschaftlich gekämpft und enorm investiert, standen sich offensiv jedoch zu häufig selbst im Weg.
Deutliche Antwort im Entscheidungsspiel
Damit kam es am Sonntagmorgen zum alles entscheidenden dritten Spiel – und dort präsentierten sich die Potsdamer wie verwandelt.
Angeführt von einem überragenden Willem Simon im Tor setzte sich Potsdam deutlich mit 17:9 (4:2, 5:1, 3:5, 5:1) gegen Neukölln durch. Simon wurde später zum Spieler des Tages gewählt und peitschte seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden und großer Emotionalität immer wieder nach vorne.
In der körperlich intensiv geführten Partie mit zahlreichen Zeitstrafen und Strafwürfen erwischten die Orcas erneut einen starken Start. Der spielfreudige Arne Hofmann erzielte das 1:0, Finn Taubert erhöhte auf 2:0. Zwar kam Neukölln noch einmal zum 2:2-Ausgleich, doch Potsdam blieb ruhig. Hofmann traf zum 3:2 und Matti Arnold stellte vor der ersten Pause auf 4:2.
Im zweiten Viertel zogen die Orcas dann davon. Lu Meo Ulrich und Florian Burger – mit seinem 50. Bundesliga-Tor für Potsdam – erhöhten auf 6:2. Anschließend sorgte Fynn Klaffke mit dem 7:2 erstmals für einen komfortablen Vorsprung.
Nach dem zwischenzeitlichen 7:3 antworteten Taubert und Hofmann prompt mit den Treffern zum 8:3 und 9:3. Elias Götke erhöhte später sogar auf 10:3 und die Partie schien früh entschieden.
Neukölln bäumte sich zwar noch einmal auf und verkürzte mit drei Treffern in Folge auf 10:6, doch auch diesmal hatten die Potsdamer die passende Antwort. Ulrich und Tyler Kugler stellten auf 12:6 und sorgten damit endgültig für die Vorentscheidung.
Im Schlussviertel ließ Potsdam nichts mehr anbrennen. Marian Kob traf zum 13:8, anschließend erhöhten Hofmann, Klaffke, erneut Hofmann sowie Kugler bis auf 17:8. Der fünffache Torschütze Hofmann ragte dabei offensiv besonders heraus.
„Große Erleichterung“
Trainer Alexander Tchigir zeigte sich nach dem entscheidenden Sieg entsprechend glücklich:
„Es herrscht große Erleichterung und auch viel Stolz auf die Mannschaft. Über die drei Spiele hinweg haben wir unsere spielerische und vor allem konditionelle Überlegenheit gezeigt und uns am Ende verdient durchgesetzt.“
Mit dem gesicherten Klassenerhalt und der Qualifikation für den europäischen Wettbewerb können beide Mannschaften nun deutlich entspannter in die abschließende Serie um Platz fünf gehen. Sowohl Potsdam als auch Cannstatt haben ihre wichtigsten Saisonziele bereits erreicht. Dennoch wollen beide Teams die Spielzeit nun mit einem erfolgreichen Abschluss und attraktivem Wasserball beenden.
Potsdam:
Torhüter Willem Simon, Erik Dortmann
Finn Taubert (5), Marian Kob (2), Tyler Kugler (3), Arne Hofmann (5), Filip Dittmer, Fynn Klaffke (2), Matti Arnold (2), Elias Göthke (2), Melvin Karpinski (nur Sonntag), Mason Irving (nur Samstag), Florian Burger (1), Lu Meo Ulrich (3), Noel Eisenreich (nur Samstag), Fabian Liedtke (nur Sonntag)


