Deutschland räumt auch China weg

11. April 2026

SYDNEY-TRAUM ZERPLATZT: WELTCUP-FINALE OHNE DEUTSCHES TEAM

14. April 2026

Deutschland räumt auch China weg

11. April 2026

SYDNEY-TRAUM ZERPLATZT: WELTCUP-FINALE OHNE DEUTSCHES TEAM

14. April 2026
Alle anzeigen

Der Coup von Malta

Die deutsche Wasserballnationalmannschaft steht überraschend im Halbfinale des Weltcupturniers Division 2 in Malta. Mit 14:11 bezwang das Team von Bundestrainer Aleksandar Radovic den Olympiaachten Australien und setzte sich dabei nach einer spektakulären Aufholjagd gegen das Weltklasseteam von „Down Under“ durch.

Gegen die physisch brutal starken Männer aus der südlichen Hemisphäre entwickelte sich von Beginn an eine packende Begegnung. Beide Mannschaften nutzen je ihren ersten Angriff, Den Führungstreffer von Matthew Byrnes konterte Denis Strelezkij für die DSV-Auswahl. Nach nur fünf Minuten Spielzeit sah der Australier Timothy Putt wegen Brutalität bereits die „Rote Karte“. Zur ersten Pause erzielte der Duisburger Vukasin Simic zwei Sekunden vor Viertelende den 3:3-Ausgleich.

Im zweiten Spielabschnitt ging die deutsche Mannschaft durch Tore von Elias Metten und zweimal Strelezkij jeweils in Führung, die Australier mit ihrem phänomenalen Center-Angreifer Nicolas Constantin-Bicari schafften jedes Mal wieder den Ausgleich. Immer wieder erwirkte dieser Weltklassemann Hinausstellungen oder Strafwürfe für sein Team und traf auch selbst sehenswert. Die exzellente Defensive der DSV-Auswahl bekam diesen Gegenspieler erst spät in den Griff. Zur Halbzeit lagen die „Aussies“ mit 8:7 in Führung.

Zu Beginn des dritten Viertels schienen der deutschen Mannschaft die Fälle davon zu schwimmen. Australien lag mit 10:7 vorn, Deutschland hatte rund neun Minuten lang nicht getroffen. Doch unsere Mannschaft ließ sich nicht beirren und bewahrte die Ruhe. Angetrieben vom starken Schlussmann Felix Benke von Waspo 98 Hannover gelang es dem ungemein agilen Lennox Metten vom ASC Duisburg auf 8:10 zu verkürzen. Wenig später traf Denis Strelezkij per Strafwurf zum 9:10-Anschluss, ehe dem wuchtig werfenden Elias Metten der Ausgleich gelang. Ais Strelezkij wenig später einen von Tobias Bauer (Spandau 04) herausgeholten Fünfmeter verwandeln konnte, schauten die Australier erstmal recht ungläubig drein. Nur noch einmal trafen sie per Fünfmeter durch Byrnes zum 11:11.

Es schienen ihnen in den letzten Minuten ein wenig die Kräfte auszugehen. Sie produzierten einige Fehlwürfe und ungenaue Abspiele, die die deutsche Mannschaft zu Ballgewinnen nutzen konnte. In der Schlussphase lief dann Zoran Bozic (Waspo 98 Hannover) zu großer Form auf. Früh mit zwei Fouls belastet, tippte er gegen drei Gegenspieler zunächst in Überzahl zur Führung ein. Danach traf er aus zentraler Position zum 13:11 und schließlich erarbeitete er sich einen Strafwurf, den Denis Strelezkij wie alle anderen Gelegenheiten vom Punkt auch souverän zum 14:11-Endstand verwandelte.

Mit diesem auch international viel beachteten Coup hat die junge deutsche Mannschaft einen der größten Einzelerfolge der vergangenen Jahre erzielt. Im Halbfinale wartet nun mit dem EM-Zehnten Georgien ein Gegner auf Augenhöhe. Mit einem Sieg würde Deutschland die Tickets zum Finalturnier des Weltcups im Juli in Sydney lösen. So oder so wird mit der hochtalentierten deutschen Wasserballnationalmannschaft in Zukunft wieder zu rechnen sein. FG