
Showdown um Platz vier im Blu
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22. März 2026Potsdams Zweite unterliegt nach schwachem Auftritt Erfurt
Nach einer bislang starken Saison hat sich die Bundesliga-Reserve der Potsdam Orcas nun eine unnötige Niederlage in der Wasserball-Liga Ost eingehandelt. Im heimischen Sportpark Luftschiffhafen unterlag die Zweite dem Tabellensiebten Erfurter SSC am Sonntag nach einem schwachen Auftritt mit 15:17 (5:1, 3:3, 2:4, 3:5 / 2:4) nach Entscheidungswerfen.
Entsprechend verärgert äußerte sich Trainer Slawimir Andruszkiewicz: „Das war mit Abstand unser schwächstes Spiel in dieser Saison. Nach einem guten ersten Viertel haben wir die Kontrolle verloren. Die Verantwortung liegt bei allen Mannschaftsteilen.“ Dabei konnten die Orcas im Vergleich zu anderen Spielen auf eine starke Besetzung zurückgreifen. Möglicherweise führten dieser Umstand und der gute Start zu übermäßiger Selbstsicherheit.
Nur knapp vier Minuten benötigte Potsdam, um durch Mason Irving (2) und Michael Vorogushyn mit 3:0 in Führung zu gehen. Fabian Liedtke und Noah Zelmer erhöhten bis zur ersten Pause auf 5:1. Zu Beginn des zweiten Viertels baute Jonas Große den Vorsprung sogar auf 6:1 aus.
Doch anschließend geriet zunehmend Sand ins Getriebe. Vor allem die bis dahin stabile Defensive geriet immer häufiger unter Druck. Die aufopferungsvoll kämpfenden Erfurter wurden für ihren Einsatz gegen zunehmend pomadig agierende Potsdamer belohnt. Offensiv gelang dem Gastgeber vor dem Seitenwechsel durch Zelmer und Elias Göthke noch das 8:3.
Im dritten Abschnitt stellte Göthke mit einem Doppelpack zunächst auf ein komfortables 10:5, ehe die Gäste bis vor dem Schlussviertel auf zwei Tore verkürzten. Dort war es erneut Göthke, der mit Treffern zum 11:8, 12:9 und 13:12 für Potsdam erfolgreich war. Doch 27 Sekunden vor dem Ende gelang Erfurt der Ausgleich.
Im anschließenden Entscheidungswerfen versagten einigen Potsdamer Spielern die Nerven, sodass die Partie letztlich mit 15:17 verloren ging.
Neben dem einen statt der fest eingeplanten drei Punkte blieb vor allem Frust zurück. „Es hilft nichts, wir müssen jetzt das Beste daraus machen“, so Andruszkiewicz. „Vielleicht brauchten wir das Spiel auch, um wieder wach zu werden.“
Mit dem SC Wedding gastiert am Samstag (18 Uhr) nun der Tabellendritte im Sport- und Freizeitbad blu. Mit einem Sieg könnte Potsdam den Abstand verkürzen und den Anschluss an Spitzenreiter ASC Brandenburg halten. Brandenburg liegt bei einer Partie mehr mit 29 Punkten vier Zähler vor den Orcas. Theoretisch ist die Titelverteidigung im Osten noch aus eigener Kraft möglich – dafür müssten jedoch die verbleibenden sechs Spiele gewonnen werden.
Potsdam Orcas II:
Tor: Max Rössel/Maurice Lehmann
Feldspieler: Tom-Bendix Rygol, Jonas Große (1), Bennet Grandke, Linus Eggert, Tom-Luca Reisewitz, Fabian Liedtke (1), Georg Metzler, Mason Irving (3), Elias Göthke (7), Noah Zelmer (2), Michael Vorogushyn (1)

