Orcas zwischen Bundesliga-Stress und Europapokal-Vorfreude

Wasserfreunde Spandau 04 will internationale Saison mit Sieg beenden
10. Februar 2026
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Orcas zwischen Bundesliga-Stress und Europapokal-Vorfreude

Bundesliga-Wasserballer kämpfen in Duisburg um wichtige Punkte
Foto: U18-Nationalspieler Elias Göthke erzielte drei Treffer gegen Spandau. (Foto: S. Seifert)
Parallel zur entscheidenden Phase der Bundesliga-Hauptrunde steht für die Potsdam Orcas ein hochkarätiges internationales Turnier vor der Tür. Erstmals in der Vereinsgeschichte richtet der OSC Potsdam ein Klubturnier des europäischen Spitzenverbandes European Aquatics aus. In der zweiten Qualifikationsrunde um den Conference Cup empfangen die Orcas die beiden griechischen Erstligisten GS Apollon Smyrnis und Panionios GS sowie den serbischen Traditionsverein VK Partizan Belgrad.
„Unsere Gefühlslage im Verein ist derzeit ambivalent“, sagt André Laube, sportlicher Leiter der OSC-Wasserballer, mit einem Lächeln. „Natürlich freuen wir uns riesig auf das Event. Gleichzeitig ist der organisatorische Aufwand für unser ausschließlich ehrenamtlich arbeitendes Team enorm.“ Dankbar sei man der Landeshauptstadt Potsdam und der Bäderlandschaft Potsdam, die das Bad für den erforderlichen Zeitraum zur Verfügung stellen, sowie dem Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, das die Ausrichtung mit Fördermitteln unterstützt.
„Anders als in vielen anderen Ballsportarten ist der internationale Wettbewerb für uns ein reines Zuschussgeschäft“, erklärt Laube. „Neben einem hohen Meldegeld tragen die teilnehmenden Vereine sämtliche Kosten selbst. Der sportliche Wert ist aber jeden Cent wert – für unser junges Team sind das fantastische Erfahrungen.“ Nach dem Ausscheiden im zweithöchsten EA-Wettbewerb, dem Euro Cup, steigt Potsdam nun im Conference Cup ein.
Welches Niveau die Potsdamer dort erwartet, bekam das Team bereits am vergangenen Samstag zu spüren. Gegen die Wasserfreunde Spandau 04 unterlag Potsdam im heimischen blu deutlich mit 9:22 (2:4, 3:10, 2:3, 2:5). Bis auf das zweite Viertel hielt die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir gut mit, an einen Sieg gegen das Berliner Profiteam war jedoch nicht zu denken. „Das war phasenweise ordentlich“, so der Coach. „Unsere Konzentration gilt jetzt dem nächsten, deutlich wichtigeren Spiel.“
Am Samstagabend tritt Potsdam (9 Punkte) als Tabellenfünfter der 1. Bundesliga beim punktgleichen Sechsten Duisburger SV 98 an. Das Hinspiel Ende Oktober gewannen die Havelstädter mit 11:9 – nun soll auch auswärts ein Erfolg folgen.
„Ich nehme eine sehr positive Stimmung in der Mannschaft wahr und bin optimistisch“, so Laube. „Die Jungs wollen in Duisburg überzeugen – und anschließend natürlich auch international vor heimischem Publikum.“
Tickets für die Spiele, die am Freitagabend beginnen und am Sonntagmittag enden, gibt es unter https://potsdam-orcas.de/tickets/.
Aufstellung Potsdam Orcas gegen Spandau:
Tor: Willem Simon, Max Rössel
Feldspieler: Finn Taubert (2), Marian Kob, Tyler Kugler, Arne Hofmann (2), Filip Ditmer, Fynn Klaffke (1), Matti Arnold, Elias Göthke (3), Thilo Popp, Florian Burger, Lu Meo Ulrich (1), Noel Eisenreich