Der SVL spielt Mitte Oktober erneut im Euro Cup

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Der SVL spielt Mitte Oktober erneut im Euro Cup

Die SVL-Bundesliga-Wasserballer sind seit Mitte August wieder voll im Training. Trotz des Abgangs des Nationalspielers und Sympathieträgers Timo van der Bosch sei der neue Kader besser, weil breiter aufgestellt, sagt der Vizepräsident Matthias Nagel. Zu den Neuzugängen gehört auch ein Deutscher Jugendnationalspieler.

Mitte Oktober wird es ernst für die Bundesliga-Wasserballer des SV Ludwigsburg. Zum dritten Mal in Folge spielt der Verein im LEN Euro Cup. Der SVL ist eins von nur vier Teams aus Deutschland, die im internationalen Geschä ;ft sind.

Die Gruppen des Euro Cups wurden jetzt ausgelost. Ludwigsburg trifft im griechischen Saloniki auf diese fünf Teams: VK Solaris (Kroatien), Montpellier WP (Frankreich), CN Echyade (Spanien), PAOK Saloniki (Griechenland), ZV De Zaan (Niederlande).

Dieses Mal ist der SVL nicht im Süden Italiens, dafür aber unter griechischer Sonne in Thessaloniki im Euro-Cup gefordert.
Die Sportler, der SVL-Trainer Marko Martinic, der Teammanager Adrijan Jakovcev und der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel freuen sich auf ein paar großartige Tage in Hellas. Nagel sagt: „Es hätte schlechter kommen können.“ In der Gruppenphase sei Platz vier gefordert, „das wollen wir versuchen“. Platz vier bedeutet: Einzug in die zweite Runde. Die fünft- und sechstplatzierten Teams spielen im neu geschaffenen Challenger Cup weiter.

Der neue Kader des SV Ludwigsburg sei trotz einiger Abgänge – der prominenteste ist Timo van der Bosch – stärker als jener der Vorsaison, sagt Nagel. Die Mannschaft sei nun viel breiter aufgestellt. Zum Kader gehören jetzt 17 Spieler, statt zuletzt meist nur noch 13. Zu den prominentesten (und vielversprechendsten) Zugängen gehören der deutsche Jugendnationalspieler Ivo Dzaja, Jahrgang 2005, sowie Sergio Prieto, er hat vorher in Barcelona gespielt, und Zvonimir Andelic, bis dato Bordeaux.

Das verjüngte Team ist seit Mitte August wieder voll im Training, die Männer absolvieren im Freibad und im Campusbad zehn bis zwölf Einheiten in der Woche. Künftig dürfen die SVL-Wasserballer zudem im neuen Stuttgarter Sportbad im 50-Meterbecken trainieren und spielen.

Trainer ist ein alter Bekannter in Ludwigsburg: Marko Martinic, bis vorherige Saison noch der Goalgetter des SVL war. Der Routinier steigt nicht mehr selbst ins Wasser, er steht den Spielern nun im Training und während der Spiele mit all seiner Erfahrung zur Seite.

Gegen den griechischen Vertreter Peristeri schlug man sich ordentlich – gegen den Gastgeber PAOK will man sich Mitte Oktober in der 1. Runde des Euro Cup noch steigern
Die neue SVL-Mannschaft, sagt Matthias Nagel, sei für alle Gegner schwieriger zu spielen – denn der Kader sei ausgeglichener. In der Vorsaison, die mit einem starken Platz vier in der Bundesliga abgeschlossen wurde, hätten die Gegner mitunter das Spiel des SVL leichter ausrechnene und sich darauf einstellen können. Mannschaften, denen es gelungen war, Timo van der Bosch und Marko Martinic in Schach zu halten, hätten häufig zu viele Tore gegen die teils nachlässige Defensive geschossen.

Das, sagt Nagel, werde sich nun ändern. Und künftig spielen – immerhin – zwei Wasserballer aus der eigenen Jugend in der ersten Mannschaft, neben Leopold Friedrich nun auch der dritte Torwart Alexander Kenntner. Nagel ist sich sicher: „Wir haben viel Potenzial.“ Die anderen Top-Mannschaften in Deutschland hätten sich ebenso verstärkt. Sowohl Waspo Hannover als auch Spandau und der ASC Duisburg müssen einige prominente Abgänge verkraften, „diese Teams erwarten wir nicht stärker als in der Vorsaison“. Dennoch sei zu davon auszugehen, dass Spandau und Waspo wieder ganz vorne landen werden, „und wir wollen mit Duisburg um Platz drei kämpfen und den Abstand zur Spitze verkürzen“.

Beim SVL ist man sich einigermaßen sicher: der Traditionsclub aus der Barockstadt ist näher dran an der absoluten Spitze in Wasserball-Deutschland. Mit Spannung wird das erste Ligaspiel erwartet: Am Samstag, 22. Oktober, empfängt der SVL den deutschen Rekordmeister Spandaus im neuen Sportbad in Stuttgart.

Was für eine Premiere! Ludwigsburg hat dann bereits die ersten Pflichtspiele gemacht: die erste Runde des Euro Cups gespielt. Spandau indes startet erste später in der Champions League – womöglich ein kleiner Vorteil für den SV Ludwigsburg.

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