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NEUE FÜHRUNGSPERSONEN IM WELTWASSERBALL – DEUTSCHLAND WEITER AUSSEN VOR

Im Rahmen der Schwimm-WM in Budapest (Ungarn) erfolgt auch eine Neubesetzung diverser Fachgremien des Weltschwimmverbandes FINA, darunter auch das Wasserballkomitee (TWPC). Neuer starker Mann im Weltwasserball als Vorsitzender des vor allem für den Spielbetrieb und die Schiedsrichterausbildung zuständigen Fachausschusses ist jetzt der Ungarn Tamas Molnar, der nach dem Ende seiner glanzvollen Karriere als Aktiver auch am Beckenrand schnell in die vorderste Riege aufgerückt ist.

Als Spieler gehörte der zwischenzeitlich ebenso als Schiedsrichter aktive Molnar zu der „Goldenen Generation“ Ungarns und wurde 2000, 2004 und 2008 gleich dreimal Olympiasieger. Der 46-Jährige ersetzt den Spanier Manuel „Lolo“ Ibern, der das Gremium von 2017 bis 2022 angeführt hatte, und leitet damit einen regelrechten Generationswechsel im Weltwasserball ein. Beobachter glauben, dass Molnar wie der von 1997 bis 2017 an der FINA-Spitze stehende Italiener Gianni Lonzi über einen längeren Zeitraum zur dominierenden Person im Weltwasserball werden könnte.

Wichtigste Amtskollegen des Ungarn sind jetzt Katsumi „Ken“ Kuroda (Japan) als stellvertretender Vorsitzender und die frühere griechische Nationalspielerin Stavroula Kozompoli (Olympiazweite 2004) als Sekretärin (Honorary Secretary), die Mark Koganov (Aserbaidschan) und Wim Keeman (Niederländische Antillen) ersetzen. LEN-Vizepräsident und FINA-Bureau-Mitglied Kyriakos Giannopoulos (Griechenland) fungiert als Bureau Liaison und damit Bindeglied zu den übergeordneten FINA-Gremien.

Der Deutsche Schwimm-Verband konnte dagegen erneut keinen Kandidaten im wichtigsten Fachgremium des Weltwasserballs platzieren. Damit setzte sich auch die übergeordnete Problematik fort, dass derzeit auch keiner deutscher Funktionär im FINA Präsidium oder Bureau vertreten. Im Europäischen LEN gehört seit der außerordentlichen Neuwahl jetzt zumindest wieder der neue DSV-Präsident Marco Troll (Freiburg) zu den Köpfen im höchsten Führungskreis. Für FINA-Gremien gibt es jeweils einen großen Kandidatenkreis; zudem wird jeweils ein starker Kontinentalproporz praktiziert.

TWPC-Mitglieder: Milivoj Bebic (Kroatien), Mihajlo Ciric (Serbien), Angel Moliner (Spanien), Andy Hoepelman (Niederlande), Mohsen Razvani (Iran), Qi Zhao (China), Michael Goldenberg (USA), Monica Brochero (Argentinien), William Shaw (Kanada), Mary Kloppers (Simbabwe), Ibrahim Zaher (Ägypten) und Don Cameron (Australien)

Event Sub-committee Members: Marijo Brguljan (Montenegro), Massimiliano Caputi (Italien), Manuel De Jesus (Puerto Rico) und Fahad Alebraim (Kuwait)

Richard Papazian (Frankreich) beschäftigt sich als zusätzliches Mitglied mit Aufgaben hinsichtlich der Olympischen Spiele 2024 in Paris.

Foto: Deepbluemedia

Von Wolfgang Philipps

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