ABSCHIEDSGALA IM FESTZELT: WASPO 98 DANKT GOLDENER GENERATION

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ABSCHIEDSGALA IM FESTZELT: WASPO 98 DANKT GOLDENER GENERATION

Zwei Tage nach dem sechsten Platz beim Final Eight der Champions League in Belgrad (Serbien) ließ der deutsche Meister Waspo 98 Hannover im heimischen Volksbad Limmer noch einmal richtig die Korken knallen. Der Klub aus der Landeshauptstadt feierte dabei nicht nur eine grandiose Saison, sondern verabschiedete in einem prächtigen Rahmen auch gleich sieben Spieler seiner „goldenen Generation“ der jüngsten Vergangenheit.

Auf die mehr als 150 geladenen Gäste warteten im Vereinsbad des Meisters ein 25 Meter langes Festzelt und eine Cocktailbar für die Erwachsenen sowie eine Hüpfburg für die zahlreichen Kinder, und Gründe zum Feiern gab es reichlich: „Es war die beste Saison, die wir je hatten“, sagte Vereinspräsident Bernd Seidensticker, der allerdings auch schon vorher aus dem Trophäen-Zählen kaum herausgekommen war. Mit dem nationalen Double des vergangenen Monats standen zuletzt 13 von 17 Titeln auf deutscher Ebene seit 2017 sowie drei Endrundenteilnahmen in der Champions League seit 2019 zu Buche.

In dem prächtigen Rahmen wurden gleich sieben Akteure verabschiedet, die einen erheblichen Anteil an den Erfolgen der vergangenen sechs Jahren gehabt haben: In Zukunft nicht mehr dabei sind der 2012er-Olympiasieger Petar Muslim, 2016er-Olympia-Allstar Darko Brguljan (beide nach Kroatien zu Primorje Rijeka), der russische Linkshänder Ivan Nagaev (wohl zu Vasas Budapest nach Ungarn), Nationalmannschaftskapitän Julian Real (Karriereende), Nationaltorhüter Moritz Schenkel (zurück zum ASC Duisburg), Centerspieler Jorn Winkelhorst (zurück in die Niederlande nach Donk Gouda) und Matija Brguljan (nach Frankreich zu EN Tourcoing LM).

Mit einem Jahr Verspätung konnte zudem der frühere deutsche Nationalspieler Tobias Preuß in einem großen Rahmen verabschiedet werden. Eine Ehrung gab es ebenso für Carmen Gelse als langjährige Spielführerin des Frauenteams, die in der laufenden Saison ihr berufsbedingtes Karriereende bekanntgegeben hatte. Das Festzelt schmückten Wandposter aller geehrten Spieler, die zudem Ausgangpunkt einer Hall of Fame des Traditionsvereins werden sollen, dessen erster deutscher Meistertitel bereits aus dem Jahr 1921 datiert.

„Hätte niemals gedacht, dass ein Olympic Allstar bei uns unterschreibt“

Die Führungsspieler Petar Muslim und Darko Brguljan beeindruckten bei ihren Ehrungen jeweils auf Deutsch mit kurzen aber sentimentalen Dankesreden. Auch die Waspo98-Macher griffen nicht zu alltäglichen Worten: „Ich hätte niemals gedacht, dass ein Olympic Allstar bei uns unterschreibt“, freute sich Trainer Karsten Seehafer immer noch über die Verpflichtung Brguljans direkt nach den Rio-Spielen. Auch für Moritz Schenkel hatte Seehafer mit „Er kam als bester Torwart Deutschlands und geht als einer der besten Torhüter Europas“ ein denkwürdiges Statement parat.

Es wird damit beim 13-maligen deutschen Meister massive personelle Veränderungen geben, doch die Eckpunkte für die neue Spielzeit sind gesetzt: Anfang Oktober geht es zum traditionellen Trainingslager im Süden – diesmal nach Rijeka mit Traditionsverein Primorje und den dortigen neuen Spielern Petar Muslim und Darko Brguljan. Entgegen einigen Diskussionen über den Spielmodus und das Wild-Card-System werden Waspo 98 und der nationale Dauerrivale Wasserfreunde Spandau 04 zudem weiter in der prestigeträchtigen Hauptrunde der Champion League vertreten sein – die Wasserball-Festivals an Leine und Havel können also mit einigen neuen Gesichtern weitergehen …

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