Solide Leistungen mit Luft nach oben in Hamburg SV Wasserballer mit einem Sieg und zwei Niederlagen in hohen Norden

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Solide Leistungen mit Luft nach oben in Hamburg SV Wasserballer mit einem Sieg und zwei Niederlagen in hohen Norden

Die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden absolvierten ihre ersten Spiele nach über einem Jahr und kehren mit wichtigen Erkenntnissen aus Hamburg zurück. Nachdem glücklicherweise alle Hygienemaßnahmen ohne Zwischenfälle erfüllt wurden, durfte endlich Wasserball gespielt werden und die Aigner-Schützlinge lieferten, trotz zwei Niederlagen, grundsolide Leistungen in ihrer Saisonpremiere ab.

Im ersten Spiel der Vorrunde D in der Schwimmhalle am Inselpark standen die Weidener der Mannschaft des SV Krefeld 72 gegenüber. Das erste Weidener Tor nach über 13 Monaten wasserballspielfreier Zeit erzielte gleich in der ersten Minute der Routinier Sean Ryder und brachte sein Team damit in die erste Führung. Die Krefelder glichen prompt in Überzahl aus und gingen kurze Zeit später selbst 2:1 in Führung. Im ersten Viertel, das mit 3:3 ausging, trafen mit Andreas Widiker und Robert Reichert zwei Youngsters für die Oberpfälzer. Im Viertel zwei verloren die Max-Reger-Städter allerdings ihre Linie, leisteten sich zu viele Fehler im Spielaufbau und kassierten unnötige Kontertore. Die Folge 0:3 im zweiten Abschnitt und damit 3:6 Rückstand zur Halbzeit. Im dritten Viertel kam noch schlimmer. Trotz des couragierten Auftretens passierten immer wieder die gleichen Fehler, die das Team aus Krefeld gekonnt auskonterte und mit 1:7 im dritten Abschnitt, damit 4:13 vor der letzten Viertelpause, die Vorentscheidung in der Begegnung erzielen konnte. Doch selbst bei diesem Spielstand gaben die SV-ler nicht auf. Sie zeigten gute Moral und offenbarten gute konditionelle Vorbereitung, in dem sie das Schlussviertel mit 5:1 gewannen und das Endergebnis mit 9:14 Toren nicht mehr so dramatisch aussehen ließen.
„Es ging eigentlich besser, als erwartet los, die Mannschaft zeigte sich kämpferisch und körperlich gut aufgestellt. Leider unterliefen uns viel zu viele Fehler im zweiten und im dritten Viertel. Das war einfach zu viel, um es noch wett machen zu können. Vor allem die junge Fraktion mit Andreas Widiker, Robert Reichert und Denys Underberg überzeugten und zeigten, dass sie definitiv im Herrenbereich angekommen sind“ äußerte sich Trainer Thomas Aigner nach dem ersten Spiel in Hamburg.

Keine zwei Stunden später standen die Oberpfälzer dem Gastgeber SV Poseidon Hamburg gegenüber. In diesem Spiel stellte das SV-Team seine konditionelle Verfassung unter Beweis. Es ging mit einer Führung los, dennoch trennten sich die Kontrahenten noch mit einem 3:3 Gleichstand zur ersten Viertelpause. Nach und nach (2:0 im zweiten und 2:0 im dritten Viertel) beherrschten die Weidener zunehmend die Gastgeber und stellten mit dem 7:3 Zwischenstand bereits vor dem Schlussviertel die Weichen in Richtung des erhofften ersten Sieges der bereits begonnenen Saison. Am Ende gewann Weiden verdient mit 11:6 Toren.
„Das ist war top, wie sich die Mannschaft nach der kurzen Pause präsentierte. Wir waren fitter und vor allem klar die bessere Mannschaft. Matthias Kreiner im Tor glänzte richtig, was nach seiner ewig langen Pause doch nicht so zu erwarten war. So kann es weitergehen“ resümierte Aigner das zweite Spiel des Tages.

Doch leider wurde es aus dem „weiterso“ nichts, obwohl das Spiel am Sonntag sensationell begann. Gegen den Duisburger SV gingen die Weidener wie eine Rakete los. Robert Reichert, Marek Janecek und Nikolaj Neumann erzielten schnell die 3:0 Führung während der ersten drei Spielminuten. Weiter trafen noch Jakob Ströll und wiederholt Widiker, ehe sich die Teams mit 5:1 aus Weidener Sicht zur ersten Pause trennten. Doch, wie ausgewechselt kamen die Mannen um Kapitän Thomas Kick aus der Pause zurück. 0:4 im zweiten 1:4 im dritten und 1:4 im letzten Viertel offenbarten die Überlegenheit durch Spielerfahrung der Duisburger, die ab viertel zwei einfach effizienter und cleverer agierten. „Da ging leider nicht mehr viel bei uns. Wir haben zu wenig aus unseren Überzahlen gemacht und sonst sehr viel verschossen. In diesen Bereichen haben die Duisburger mehr aus ihren Chancen gemacht. Schade, dass wir uns haben den Schneid abkaufen lassen, nachdem wir so stark begonnen haben“ Erklärte Kapitän Kick. Am Ende hieß es 7:13 für die Duisburger.

Letztendlich mit guten und sehr wichtigen Erkenntnissen kehrten die Max-Reger-Städter aus dem Hansatrip zurück in die Oberpfalz und dürfen weiter hoffen und bangen um den nächsten Auftritt, der für kommendes Wochenende in Duisburg geplant ist. Das Turnier soll, wenn pendemiebedingt überhaupt möglich, im Freibad stattfinden: „Das ist nochmal eine andere Nummer, ohne Training im Freibad ist die Umstellung meist sehr schwierig, aber wir nehmen jede Möglichkeit Wasserball zu spielen mit und jede weitere Erfahrung bringt uns einen Schritt weiter. Wir freuen uns auf weitere Herausforderungen“ so der Teamleiter Irek Luczak.

Die Spiele in der Statistik:

SV Krefeld 72 – SV Weiden 14:9 (3.3, 3:0, 7:1, 1:5)
Zeitstrafen: Krefeld 13, Weiden 10 + 2 Strafwürfe + 1 Spielstrafe (Ryder)

SV Poseidon Hamburg – SV Weiden 6:11 (3:3, 0:2, 0:2, 3:4)
Zeitstrafen: Hamburg 7 + 2, Weiden 4 + 1

Duisburger SV – SV Weiden 13:7 (1:5, 4:0, 4:1, 4:1)
Zeitstrafen: Duisburg 9 + 1, Weiden 7 + 2

Der SV Weidener spielten mit
Matthias Kreiner und Christopher Klein im Tor,
Nikolaj Neumann (Tore: 0,2,1), Denys Underberg (3,-,-), Cedrik Zupfer (-,1,1), Thomas Kick (-,1,1), Dennis Reichert (-,3,1), Jakob Ströll (-,2,1), Robert reichert (3,-,1), Marek Janecek (-,-,1), Andreas Jahn, Sean Ryder (2,-,-), Andreas Widiker (1,1,2) und Kyryllo Olkhovsky
Trainer Thomas Aigner

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