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MONTENEGRO UND GRIECHENLAND MIT VORZEITIGEN TOKIO-TICKETS

Am Halbfinaltag des Qualifikationsturniers in Rotterdam (Niederlande) haben sich die Wasserball-Mächte Montenegro und Griechenland die ersten beiden der letzten drei noch ausstehenden Olympiastartplätze gesichert. Der EM-Dritte Montenegro setzte sich im vormaligen Bruderduell mit 14:12 nach Fünfmeterwerfen gegen Kroatien durch, während Griechenland am Ende noch klar mit 13:10 gegen Russland die Oberhand behielt. Kroatien und Russland kämpfen damit am Sonntag im Spiel um Platz drei dann um das letzte Tokio-Ticket. Alle Rotterdam-Partien laufen unter www.finatv.live/en (Bezahlschranke) im Livestream und sind auch in der Aufzeichnung verfügbar.

Das einmal mehr hart umkämpfte Duell zwischen Kroatien und Montenegro ließ sich an Spannung kaum überbieten: Zwar hatte der EM-Dritte Montenegro im dritten Abschnitt bereits mit 7:5 (20.) geführt, musste am Ende aber froh sein, dass 24 Sekunden vor der Sirene noch der 10:10-Ausgleich gelang. Beim Duell von der Fünfmeterlinie blieben auf kroatischer Seite mit Loren Fatovic und Luka Bukic ausgerechnet die Söhne zweier nationaler Wasserball-Größen erfolglos, so dass der Weltmeister von 2017 nicht nur nach dem 13:14 im Vorrundenduell gegen Russland bereits die zweite Niederlage in Rotterdam hinnehmen musste, sondern auch weiter um den Olympiastartplatz zittern muss – noch nie war es seit der Premiere von 1996 derart eng.

Auch das zweite Halbfinalduell zwischen Griechenland und Russland bot viel Spannung, allerdings konnte die zuletzt 2004 bei Olympia vertretene russische Auswahl zu keiner Phase der Partie eine Führung erspielen und erreichte letztmals beim 7:7 (18.) den Gleichstand. Kurz unterbrochen durch die letzte Viertelpause, zog Griechenland mit drei Treffern in Folge bis auf 13:9 (27.) davon, während Russlands Chancenverwertung zum Spielende hin spürbar nachließ. Der aufstrebende EM-Achte erlitt damit zur Unzeit die erste Turnierniederlage und muss nun heute im Spiel um Platz drei gegen die Wasserball-Großmacht Kroatien die letzte Chance suchen.

Mit den Niederlagen in den heutigen Halbfinalduellen müssen zugleich die drei Bundesliga-Akteure Marko Marcan (Kroatien), Ivan Nagaev (Russland/beide Waspo 98 Hannover) und Dimitrii Kholod (Russland/Wasserfreunde Spandau 04) weiter um das Olympiaticket kämpfen und bangen, wobei bereits der Vorrundenkampf beider Teams an Dramatik nicht nur überbieten war. In den Platzierungsduellen um die Ränge fünf bis acht setzten sich die beiden Teams aus der „deutschen“ Gruppe B: durch: Gastgeber Niederlande siegte mit 14:11 gegen Georgien, ehe Frankreich im Anschluss einen 11:9-Erfolg gegen Kanada folgen ließ.

Olympiaqualifikationsturnier 2020 in Rotterdam (Niederlande)

Resultate 7. Spieltag

Sonnabend, den 20. Februar 2021
14:00 Niederlande – Georgien 14:11 (4:1, 4:3, 3:4, 3:3) – Platz 5/8
16:00 Frankreich – Kanada 11:9 (3:2, 1:2, 5:3, 2:2) – Platz 5/8
18:00 Montenegro – Kroatien 14:12 (3:2, 2:3, 3:4. 2:1/4:2) nach Fünfmeterwerfen – Halbfinale
20:00 Griechenland – Russland 13:10 (4:3, 2:2, 5:4, 2:1) – Halbfinale

Ansetzungen Finaltag

Sonntag, den 21. Februar 2021
12:00 Georgien – Kanada – Spiel um Platz 7
14:00 Niederlande – Frankreich – Spiel um Platz 5
16:00 Kroatien – Russland – Spiel um Platz 3
18:00 Montenegro – Griechenland – Finale

Wettkampfstätte: Zwemcentrum, Annie M. G. Schmidtplein 8, 3083 NZ Rotterdam, Niederlande (Zuschauer nicht zugelassen)
Veranstaltungshomepage: www.oktwaterpolo2020.nl
Livestream: www.finatv

Von Wolfgang Philipps

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