Olympia-Qualifikationsturnier der Wasserballer in Rotterdam:
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Nach verpatztem Start: Was ist in der Tabelle noch möglich?

Deutschlands Wasserballer sind nach der dritten Niederlage beim Olympiaqualifikationsturnier in Rotterdam (Niederlande) noch nicht gänzlich aus dem Rennen um einen Tokio-Startplatz ausgeschieden, doch die Chancen sind nicht nur auf ein Minimum, sondern auch auf ein Szenario geschrumpft: Die Vertretung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) kann an den beiden verbleibenden Spieltag der Gruppe B nur Frankreich und Rumänien hinter sich lassen. Hierfür braucht die DSV-Auswahl in der heutigen vierten Vorrundenpartie allerdings in jedem Fall einen Sieg gegen den EM-Elften Rumänien (13 Uhr, live auf FINA TV).

Ein weiterer Schlag in das deutsche Kontor war dabei der gestrige 9:8-Sieg der Niederlande in fast letzter Sekunde gegen Rumänien. Noch im Angriff zuvor hatte Rumäniens Topcenter Cosmin Radu den Ball zur Führung auf der Hand gehabt, doch Torhüter Elco Wagenaar wurde wie schon in der Deutschland-Partie zum großen Retter seiner Mannschaft. Mit dem zweiten Sieg und dem gewonnenen Direktvergleich ist der Gastgeber zumindest der deutschen Mannschaft in der Tabelle enteilt, so dass der bisher punktlosen DSV-Auswahl nur noch zwei nahezu identische Szenarien im Duell mit Frankreich (derzeit 2 Zähler) und Rumänien (1) bleiben.

Gewinnt die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) die beiden verbliebenen Partien gegen Rumänien und Gruppenfavorit Kroatien käme sie zumindest noch auf vier Punkte. Das ist schwer genug, allerdings werden die Kroaten die Punkte in ihrer Abschlusspartie gegen Deutschland (Donnerstag, 20:30 Uhr) wohl nicht mehr brauchen. Einen Faktor kann die DSV-Auswahl allerdings nicht selbst beeinflussen: Frankreich darf in seine verbliebenen Partien heute Abend gegen die Niederlande und morgen gegen Rumänien nur maximal einen Punkt holen. Selbst bei einer Punktgleichheit würde sich bereits der verlorene Direktvergleich gegen die Deutschen wenden.

Nahezu identisch ist das zweite verbliebene Szenario, bei dem die DSV-Auswahl ihrerseits gegen Rumänien gewinnen und gegen Kroatien zumindest ein Unentschieden holen müsste. Analog zum ersten Fall darf Frankreich in seine verbliebenen Partien dann aber heute Abend gegen die Niederlande und morgen gegen Rumänien keinen Punkt mehr holen. Rumänien würde bei einem Sieg gegen Frankreich in diesem Fall mit der deutschen Mannschaft in der Tabelle zwar gleichziehen, hätte dann aber den Direktvergleich verloren.

Alle weitere Szenarien scheiden aus deutscher Sicht dagegen aus, da Frankreich in den verbliebenen Partien sowohl die Niederlande wie auch Rumänien spielen muss, so dass zumindest einer der designierten Tabellennachbarn punkten wird. Denkbar wäre beispielsweise auch noch eine Situation mit jeweils zwei Siegen für Frankreich, die Niederlande und Deutschland, doch hier sprechen die Direktvergleiche jeweils gegen die DSV-Auswahl. Der verpatzte Auftakt in Rotterdam wirkt daher also doppelt schwer

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