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Bayer und Heidelberg erneut um Pokaltitel

Der SV Bayer 08 Uerdingen und der SV Nikar Heidelberg duellieren sich zum zweiten Mal in Folge um den deutschen Pokaltitel der Frauen: Bei der diesjährigen Endrunde um den DSV-Pokal im Düsseldorfer Rheinbad setzte sich Titelverteidiger Uerdingen mit 9:4 (2:2, 3:2, 2:0, 2:0) gegen den hartnäckig kämpfenden Rekordgewinner SV Blau-Weiß Bochum durch und kann auf den sechsten Erfolg in Serie hoffen. Heidelberg siegte nach einem anfänglichem 1:4-Rückstand noch klar mit 16:6 (2:4, 6:2, 3:0, 5:0) gegen den SC Chemnitz und steht zum zweiten Mal nach 2016 im Endspiel.

Die beiden Favoriten auf den Pokaltitel konnten die vermeintlichen „Pflichtaufgaben“ erledigen, haben für die morgige Neuauflage des 2016 noch Luft nach oben. Das Duell der beiden westdeutschen Vertreter bescherte dabei ein Spiel mit den gerne zitierten Derby-Attributen: wenig Tore und mehr Kampf denn spielerische Highlights. Titelverteidiger Bayer Uerdingen blieb über weite Phasen des ersten Halbfinales von Düsseldorf unerwartet blass und ging nach zuvor klaren Siegen im erneuten Duell beider Teams, die seit 2002 alle Pokaltitel unter sich ausgemacht haben, diesmal nur mit einer knappen 5:4-Führung in die Halbzeitpause.

Auch im dritten Abschnitt blieb die Partie weiter offen: In der 21. Minute verpasste Bochum bei fortgeschrittener Spielzeit nach einer Auszeit in Überzahl den möglichen Ausgleich, stattdessen erhöhte Uerdingen direkt im Gegenzug auf 6:4. Bei einer Abwehrleistung in der Partie fehlte Bochum im Angriff die Durchschlagskraft für eine Wende, so dass das der Favorit vom Niederrhein den Vorsprung weiter ausbauen. Auf Uerdinger Seite gingen acht der neun Treffer auf das Konto der beiden Führungsspielerinnen Claudia Blomenkamp (5) und Bianca Seyfert (3). Ein Sonderlob verteilte Bochums Trainer Thilo Khil an seinen jungen Neuzugang Inga Vorderwülbecke.

Im zweiten Halbfinale sah es zunächst nach einer Überraschung, als das junge Team des SC Chemnitz gegen DWL-Spitzenreiter SV Nikar Heidelberg eine 4:1-Führung (7.) herauswarf und ging mit einem 4:2-Vorsprung in die erste Pause ging. Allerdings übernahm Nikar in der Folge das Kommando in der Partie und konnte bereits im zweiten Abschnitt die Partie drehen. Chemnitz glich nach Heidelbergs schneller 6:4-Führung (12.) zwar noch einmal zum 6:6 (15.) aus, doch der Rest der Partie gehörte dem Favoriten vom Neckar, der keinen weiteren Treffer mehr zuließ und den Vorsprung bis auf 16:6 ausbauen konnte. „Gegen einen stärkeren Gegner können wir uns einen solchen Start allerdings nicht erlauben“, zeigte sich Nikar-Trainer Dr. Kai van der Bosch dennoch kritisch.

Endrunde DSV-Pokal Männer und Frauen 2016/2017

Endrunde in Düsseldorf

Freitag, den 27. Januar 2017
16:00 SV Blau-Weiß Bochum – SV Bayer 08 Uerdingen 4:9 (2:2, 2:3, 0:2, 0:2)– Halbfinale Frauen
17:15 ASC Duisburg – OSC Potsdam 14:8 (2:0, 2:0, 3:1, 2:3) – Halbfinale Männer
18:30 Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04 9:4 (2:0, 2:0, 3:1, 2:3) – Halbfinale Männer
19:45 SV Nikar Heidelberg – SC Chemnitz 16:6 (2:4, 6:2, 3:0, 5:0) – Halbfinale Frauen

Sonnabend, den 28. Januar 2017
14:00 SV Blau-Weiß Bochum – SC Chemnitz – Spiel um Platz 3 Frauen
15:15 OSC Potsdam – Wasserfreunde Spandau 04 – Spiel um Platz 3 Männer
16:30 SV Bayer 08 Uerdingen – SV Nikar Heidelberg – Finale Frauen
18:00 ASC Duisburg – Waspo 98 Hannover – Finale Männer
20:00 Players Party im Lindner Congress Hotel (Lütticher Str. 130, 40547 Düsseldorf)

Spielort: Rheinbad 50, Europaplatz 1, 40474 Düsseldorf

Weitere Informationen: www.dsc-1898.de/wasserball/dsvpokal2017/

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