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Saisonstart im Lande des Rekordolympiasiegers

Waspo 98 zum Champions League-Auftakt in Budapest gefordert

Von Wolfgang Philipps

Das Szenario ist nicht neu, aber immer wieder eine Herausforderung: Deutschlands „Nummer drei“ Waspo 98 Hannover eröffnet mit der gewohnt frühen Qualifikationsrunde I der Champions League als erster der 16 Wasserball-Bundesligisten den diesjährigen Reigen der Pflichtspiele. Das neuformierte Team der Niedersachsen gastiert an diesem Wochenende in der Gruppe B bei einem Dreierturnier in der Wasserball-Metropole Budapest und muss im Duell mit Ungarns „Nummer drei“ OSC Budapest und dem niederländischen Vizemeister ZP Barendrecht zumindest Zweiter werden, um in der „Königsklasse“ des europäischen Vereinswasserballs weiter zu verbleiben. Die Sieben von Trainer Karsten Seehafer hat heute Abend beim Turnierauftakt noch spielfrei, ehe sie am Sonnabend auf die Niederländer (19 Uhr) sowie am Sonntag auf den Gastgeber (11 Uhr) treffen wird.

Die Veranstaltung ist ein guter Aufgalopp, birgt aber auch Herausforderungen für den einzigen deutschen Vertreter dieser Runde des Wettbewerbs: Im Kader des DWL-Dritten hat es gegenüber dem Vorjahr erhebliche personelle Veränderungen gegeben, die nun bereits beim Gastspiel an der Donau erstmals in voller Breite für das Publikum sichtbar werden. Eine internationale Größe unter den neuen Namen ist Montenegros Olympiateilnehmer Darko Brguljan, der Rio de Janeiro sogar den Sprung in das Allstar-Team des Turniers geschafft hat. Dazu gesellen sich Linkshänder Luka Sekulic (ebenfalls Montenegro) die beiden Center Ante Corusic (Kroatien) und Jorn Winkelhorst (Niederlande), als deutsches Nachwuchstalent Verteidiger Vincent Winkler und sowie als weiterer Torhüter der Kroate Luka Sucic, so dass sich auf den Schlüsselpostionen einiges getan hat.

Verabschiedet haben sich aus sportlichen, beruflichen oder anderen Gründen dagegen mit Bence Toth, David Kleine, Marko Bolovic, Andreas Schlotterbeck und Bojan Paunovic zum Teil langjährig an der Leine aktive Akteure. Der ungarische Linkshänder Mate Balatoni will in der Ligamannschaft zudem nur noch im Bedarfsfalle aushelfen. Insgesamt dürfte das Team stärker geworden sein, zumal weitere international erfahrene Akteure wie Predrag Jokic, Aleksandar Radovic, Erik Bukowski und Roger Kong weiter zur Verfügung stehen: Allerdings müssen sich die Niedersachsen nach nur kurzer gemeinsamer Vorbereitung, darunter das gemeinsame Trainingslager mit Champions League-Gewinner Jug Dubrovnik (Kroatien), erst einmal finden: „Das Gesicht der Mannschaft hat sich geändert, wir planen langfristig, arbeiten hart und profitieren von einer allgemeinen Aufbruchsstimmung“, sagt Trainer Karsten Seehafer.

Das Minimalziel „Weiterkommen“ gilt für die Kenner der Szene nicht als echte Herausforderung: Niederländische Vereine spielten international zuletzt keine große Rolle mehr und haben in der jüngsten Vergangenheit häufig nicht einmal mehr an Europapokalwettbewerben teilgenommen. Hinzu kommt, dass die Topakteure des Landes zuletzt fast durchweg für ausländische Klubs aktiv sind. Sollte Waspo 98 allerdings nicht den Gruppensieg holen, wird die zweite Runde aufgrund der dann schlechteren Setzlistenposition um einiges schwerer werden: Bei den dortigen Viererturnieren geht es nicht gegen einen der übrigen Gruppengewinner, sondern auch noch zwei spielstarke Teams, die dann erst in den Wettbewerben einsteigen werden. Unter den acht Namen befindet sich unter anderem der mehrfache Adria-Liga-Gewinner Primorje Rijeka (Kroatien) und der amtierende Euro Cup-Gewinner AN Brescia (Italien), aber auch der der deutsche Vizemeister ASC Duisburg.

Damit kommt der Sonntagspartie gegen den spielstarken Gastgeber OSC Budapest bereits eine Schlüsselrolle zu: Ungarns Nummer drei ist im Lande des Rekordolympiasiegers das derzeit beste Hauptstadtteam und konnte sich im vergangenen Jahr im Gegensatz zu den Niedersachsen durch alle drei Qualifikationsdurchgänge bis in die prestigeträchtige Hauptrunde der Champions League vorkämpfen. Gespielt wird an der Donau diesmal übrigens nicht auf der berühmten Margareteninsel oder in der Bela-Komjadi-Schwimmhalle, sondern im Imre-Nyéki-Bad. Dahinter verbirgt sich eine weitere große öffentliche Schwimmstätte der Millionenstadt, die neben dem Popularität der Sportart eine weitere Grundlage der großen Erfolge des ungarischen Wasserballs darstellen.

Champions League 2016/2017

Qualifikationsrunde I – Gruppe B in Budapest (Ungarn)

Spielplan

Freitag, den 30. Oktober 2016
19:00 OSC Budapest – ZP Barendrecht

Sonnabend, den 1. Oktober 2016
19:00 ZP Barendrecht – Waspo 98 Hannover

Sonntag, den 2. Oktober 2016
11:00 OSC Budapest – Waspo 98 Hannover

Spielstätte: Nyéki Imre uszoda, Kondorosi út 14, 1116 Budapest

3 Comments

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