Revanche per Fünfmeterwerfen: Hannover geht in Führung

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Revanche per Fünfmeterwerfen: Hannover geht in Führung

Die Reihe knapper Spiele in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) der Frauen mit zum Start der Play-offs gleich eine dramatische Zuspitzung erfahren: Bereits das erste Halbfinalduell ging in ein Fünfmeterwerfen, als der Hannoversche SV mit 14:12 (3:2, 2:3, 2:2, 4:4/3:1) gegen den Vorrundenzweiten SV Blau-Weiß Bochum siegreich blieb und in der „best of three“-Serie mit 1:0 in Führung gehen konnte. Die reguläre Spielzeit hatte nach wechselnden Führungen einen 11:11-Gleichstand gebracht. Die Fortsetzung der diesjährigen Halbfinalduelle folgt bereits am Sonnabend in Bochum und Krefeld.

Spielbeobachter Helmut Rode präsentierte sich zwei Wochen nach dem nervenaufreibenden Fünfmeterduell in Hildesheim um die Bronzemedaille der U17-Bundesliga auch den Frauen-Play-offs erneut als souveräner Zeremonienmeister und ließ die Teams wie international üblich auch auf beide Tore werfen. Die Schützinnen hatten nach dem spannenden und kräftezehrenden Spiel bei lediglich vier Treffern in neun Versuchen kein gutes Händchen, allerdings zeigte sich HSV-Torhüterin Michelle Reinhart als spätere „Spielerinn des Tages“ hellwach und parierte auch zwei gut angesetzte Würfe. Für Bochum war bei vier Versuchen einzig Pia Freier als dritte Werferin zum zwischenzeitlichen 12:13-Anschlusstreffer erfolgreich. Auf hannoverscher Seite trafen Bryony Smith, Viktoria Bujka und im entscheidenden fünften Durchgang dann Lara Schladensky, die damit den Sieg des Gastgebers perfekt machte.

Auch die reguläre Spielzeit war bereits Nichts für schwache Nerven gewesen, zumal die Führung auch wiederholt wechselte. Anders als beim verkorksten Rundenspiel beider am vergangenen Sonnabend mit einer 9:13-Niederlande ging der Gastgeber bereits im ersten Angriff mit 1:0 in Front und hatte mit einer zwischenzeitlichen 5:2-Führung (12.) einen Start nach Maß. Bochum haderte in dieser Phase mit mehreren knapp verzogenen Würfen, allerdings ging Hannover mit den eigenen Überzahlchancen während der gesamten Partie arg großzügig um und ließ auch einen der beiden Strafwürfe ungenutzt. Der Gastgeber ließ damit die Chance auf einen höheren Vorsprung und vielleicht sogar eine Vorentscheidung. Stattdessen kam nun Bochum besser ins Spiel und setzte auch gleich fünf Treffer in Serie, die nicht nur einen 7:5-Vorsprung (21.), sondern auch einen spielerischen Umschwung in der Partie zu bringen schienen.

Hannover konnte jedoch direkt im Gegenzug durch Gesa Deike die Torflaute beenden, und Viktoria Bujka glich vier Sekunden vor dem Ende des dritten Viertel sogar noch zum 7:7 aus. Im Schlussabschnitt (4:4) ging es äußerst torreich zu, wobei auf Bochumer Seite Stephanie Motte für gleich drei Treffer sorgte, darunter mit dem 9:8 auch eine weitere Führung der Gäste. Das Pendel schien dennoch in Richtung Hannover zu schlagen, als Bryony Smith in der 30. Minute mit einer Einzelaktion ihre Gegenspielerin verladen und den Ball zum 11:10 versenken konnte. Doch auch diese Führung sollte nicht halten, als Bochums Spielführerin Carolin Lentge nach einer Auszeit in Überzahl zum 11:11 ausgleichen konnte. Weitere Angriffsbemühungen beider Teams versandeten, so dass die Fünfmeterlinie die Entscheidung bringen musste.

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Aktiven beider Teams allerdings nicht, zumal der frühe Termin der Europaspiele in Baku (Aserbaidschan/12. bis 28. Juni) auf den Zeitrahmen der diesjährigen Meisterschaft drückt. Bereits am heutigen Sonnabend und gegebenenfalls Sonntag wird die „best of three“-Serie in Bochum fortgesetzt, wobei die Westdeutschen nun beide Spiele gewinnen müssen, um sich den Endspiel zu erfüllen. Gespielt wird hier dann unter freiem Himmel jeweils im Vereinsfreibad Wiesental des deutschen Rekordmeisters. Anschwimmen ist hier in beiden Fällen jeweils um 11:30 Uhr.

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