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Not-Elf betreibt Schadenbegrenzung

SV Krefeld vs. SC Neustadt 18:6 (4:1/6:1/4:0/4:4)

Der SC Neustadt ist erwartungsgemäß der SV Krefeld unterlegen, nachdem nur noch 11 von 29 gemeldeten DWL-Spielern einsatzfähig waren. Dafür wurden diese hartgesottenen Spieler aber von den eigenen Fans im Reisebus begleitet.

So lag die Abfahrt ins gut 300km entfernte Krefeld bereits um 9 Uhr, nach einer Pause an der Moseltalbrücke war die Mannschaft samt Gefolgschaft bereits um 13:30 Uhr im verregneten Krefeld am Badezentrum Bockum angekommen und hatte viel Zeit, sich auf die letzte Hauptrunden-Partie vorzubereiten.

Aufgrund der mangelhaften Personal-Situation war man gezwungen, einen eher wenig ansehnlichen Wasserball zu bieten und darauf abzuzielen, möglichst wenig Gegentreffer zu kassieren.
Die auferlegte Taktikvorgabe von Interimstrainer Thomas Jonas und Betreuer Stefan Ehrenklau wurde nachfolgend recht gut umgesetzt, dennoch kamen die Krefelder besonders in der ersten Hälfte noch zu manch leichten Toren.

Die Spieler, größtenteils in dieser Saison mit eher wenig Einsatzzeiten bedacht, mussten ihr Zusammenspiel zunächst noch finden. Ersatztorwart Nummer 3, Kai Ulrich, erlebte dabei sogar seinen ersten Einsatz im Feld.
Im Tor selbst standen in der ersten Hälfte Michael Knelangen, in der Halbzeit wurde auf Ábel Müller gewechselt, der nachfolgend mit zwei von drei parierten Strafwürfen auf sich aufmerksam machte.

Ersatz-Kapitän Kevin Oliveira führte die Mannschaft im Wasser an. Dennoch fehlte ihr vorne verständlicherweise stellenweise die Durchschlagskraft. Dennoch wurden alle guten Aktionen von den mitgereisten Neustadter Fans gefeiert und mit Applaus garniert.
Jorge Mongrell Lasierra, bislang als Verteidiger bekannt, war nach einem Abpraller in Überzahl und mit Platz von rechts außen für das Neustadter Team erfolgreich.

Erst im letzten Spielabschnitt lief es besser für die Pfälzer. Bei den Krefeldern war allerdings auch etwas die Luft raus, die abschließend vom Plauener Erfolg in Potsdam (7:9) profitierten und die eigene Partie somit nur noch zu Ende spielen brauchten. Waren die Neustadter zuvor gegen die starken Krefelder Spieler Roeßing, Kovács und Zilken öfters nur am reagieren, konnten sie im Schlussviertel mit drei Toren in Folge durch O. Görge, Oliveira und Csente das Viertelergebnis (4:4) offen gestalten und noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Lediglich der erste verwandelte 5-Meter der Krefelder durch Bastian Schmellenkamp sieben Sekunden vor dem Ende verwehrte den Neustadtern zumindest einen Viertelerfolg. Dieser Spieler wurde dann wie im Hinspiel beim 9:9 in Neustadt zum „Spieler des Tages“ ausgezeichnet, auch wenn er diesmal nicht so auffällig wie damals agierte. Dieser Titel hätte Kovács oder Roeßing auch gut zugestanden.

Einen Glückwunsch an dieser Stelle an den Krefelder Trainer Thomas Huber und seine Mannschaft, die sich somit doch noch den ersten Tabellenplatz der B-Gruppe nach den 14 Hauptrunden-Spielen sichern konnten und jetzt in der Pflicht stehen, gegen den vermeintlich leichtesten Gegner aus der A-Gruppe sich zu beweisen.

So sind die Neustadter nach dieser Auswärtsfahrt mit 18:10-Punkten auf dem 4.Platz ins vorläufige Ziel gekommen. Dieser war zugleich zu Saisonbeginn als zwischenzeitliches Ziel ausgerufen worden. Nach der dreimonatigen Tabellenführung von Dezember bis Anfang März, hatten die Neustadter aber durchaus mehr auf der Hand, vergaben aber auswärts teilweise klare Sieg-Chancen.

Damit sind die Pre-Playoff-Duelle, die bei einem Gewinn zum Aufstieg in die A-Gruppe und zur Teilnahme am Viertelfinale zur Deutschen Meisterschaft berechtigen, nun klar. Diese „Best-of-five“-Serie, in der mindestens 3 Siege benötigt werden, startet am 11.April mit einer Heimpartie für die Herausforderer.

SSV Esslingen (A5) vs. SC Neustadt (B4)
SV Cannstatt (A6) vs. SVV Plauen (B3)
White Sharks Hannover (A7) vs. OSC Potsdam (B2)
SG Neukölln Berlin (A8) vs. SV Krefeld (B1)

So spielten Sie: Knelangen, Müller (beide TW, 2/2) – Weigert, Csente (1), J. Lasierra Mongrell (2 Tore), Middlesworth, Tummings, Oliveira (1), O. Görge (2), Roth, Ulrich.

Bericht Matthias Roth

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