OSC zeigt bei 7:9-Niederlage gegen Plauen zwei Gesichter

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OSC zeigt bei 7:9-Niederlage gegen Plauen zwei Gesichter

Potsdams Bundesliga-Wasserballer bereiten sich in Split auf Qualifikationsspiele zur A-Gruppe vor

Nicht wenige der gut 250 Fans rieben sich am Sonnabend zur Halbzeit der Wasserball-Bundesliga-Partie zwischen dem OSC Potsdam und dem SVV Plauen verwundert die Augen. Nach einer verkrampften ersten Halbzeit lagen die Jungs von Trainer Alexander Tchigir 0:7 im Brauhausberg-Bad im Hintertreffen. Zwar lieferte Potsdam nach dem Seitenwechsel eine fulminante Aufholjagd, musste sich aber im letzten Hauptrunden-Spiel mit 7:9 (0:3, 0:4, 5:1, 2:1) geschlagen geben.
Damit verspielte der OSC kurz vor dem Zieleinlauf die Tabellenspitze der B-Gruppe und geht nun mit 21:7 Punkten und 215:127 Treffern als Zweiter hinter der SV Krefeld 72 (23:5/188:104) in die Qualifikationsspiele zur A-Gruppe. Dort warten die White Sharks Hannover, die zuletzt in der A-Gruppe schwächelten und bis auf den siebten Rang abrutschten. In einer Best-of-five-Serie spielen beide Mannschaften die Teilnahme an den Play-Offs sowie die Zugehörigkeit zur A-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga in der kommenden Saison aus.
Um dieses Ziel zu erreichen, bereitet sich der OSC ab Dienstag in einem viertägigen Trainingslager in Split vor und wird mit dem dortigen Erstligisten Jadran Split eine Reihe von Test-Spielen absolvieren. „Da haben wir auch Zeit, dass Spiel gegen Plauen aufzuarbeiten“, erklärte zerknirscht Coach Tchigir nach der Partie am Samstag. Nach den sehr souveränen Vorstellungen zuletzt war der Potsdamer Auftritt in der ersten Halbzeit tatsächlich nur schwer zu erklären. Beste Chancen blieben ungenutzt, verkrampft und ohne die notwendige Konsequenz agierten die Hausherren in den ersten beiden Vierteln. Das in dieser Saison bislang meist gute Überzahlspiel wirkte ideenlos. Kam es zum Abschluss blieben die Bälle am Gebälk oder in den Fängen des zum „Spieler des Tages“ gewählten Torwart Mihaly Peterfy hängen. Selbst ein Fünf-Meter-Strafwurf blieb ungenutzt. Defensiv ließ der OSC zu viel zu. Nur den spektakulären Paraden von Potsdams Torwart Marc Langer war es zu verdanken, dass der Rückstand nicht noch höher ausfiel.
Nach der Halbzeit präsentierte sich plötzlich ein ganz anderes Team. Wie entfesselt spielte der OSC, nachdem Spencer Hamby gleich den ersten Angriff des dritten Viertels zum 1:7 abschloss. Matteo Dufour und Christian Saggau verkürzten auf 3:7. Auch der zwischenzeitliche Treffer der beeindruckt wirkenden Vogtländer tat der Aufholjagd keinen Abbruch. Noch vor der letzten Pause markierte Center Hamby die Tore zum 5:8. Der OSC hielt das Tempo auch im letzten Abschnitt hoch, das erste Tor dieses Viertels erzielten allerdings die Gäste zum vorentscheidenden 5:9. Der OSC gab sich nicht auf, kam aber durch Lukas Küppers und Ferdinand Korbel lediglich noch zu den Treffern zum 7:9. „Die Mannschaft hat heute zwei Gesichter gezeigt“, so Tchigir. „Wir müssen hinsichtlich der entscheidenden Saisonphase an die Leistungen der zweiten Halbzeit anknüpfen. Das Trainingslager jetzt wird helfen.“ Am 11. April wird in Potsdam das erste von maximal fünf Partien zur Austragung kommen, danach geht es am 18./19.4. nach Hannover.
Potsdam: Torhüter Marc Langer, Jack Collier, Artur Tchigir, Ferdinand Korbel (1), Jan Zoske, Julian Drachenberg, Hannes Schulz, Christian Saggau (1), Tobias Lentz, Matteo Dufour (1), Spencer Hamby (3), Lukas Küppers (1), Max Kössler

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