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Olympiaschwimmhalle mit Wasserball-Comeback

Die Sportart Wasserball gehört in die großen Schwimmarenen der Republik: Hannovers Erstligaklubs haben in den vergangenen drei Jahen das Stadionbad wiederentdeckt und als Spielstätte etabliert, und am morgigen Sonntagvormittag gibt es jetzt sogar eine hochklassige Partie der 2. Wasserball-Liga Süd im großen Sportbecken der Münchener Olympiaschwimmhalle. Im Rahmen des 3. Münchener Wassersport-Festivals empfängt empfängt das Team der SG Stadtwerke München von 10:30 Uhr an den verlustpunktfreien Tabellenführer SC Wasserfreunde Fulda.

Ihre Heimspiele tragen die Mannschaften des einzigen wasserballspielenden Vereins der Isarmetropole ansonsten wenig werbewirksam in der kleinen Schwimmhalle des Anton-Fingerle-Schulzentrums im Stadtdteil Giesing aus, dort zudem in einem 25 Meter-Becken mit grade einmal fünf Bahnen. „Da gehen aber nicht mehr als 50 Zuschauer rein“, sagt Spielertrainer Ivan Mikic, „und dort ist es auch extrem warm.“ Besser gestaltet sich für den Nachfolger des Traditionsvereins SV München 99 die Situation im Sommer, wo die Heimspiele im Freiwasser des traditionsreichen Dantebades ausgetragen werden, zumal dort dann auch Badegäste einen Blick auf die wenig bekannte Sportart werfen können. Auf der Anlage im Stadtteil Gern hatten 1972 die Qualifikations- und Vorrundenduelle des Olympiaturniers stattgefunden.

In der laufenden Saison konnten Münchener nach längeren Verhandlungen mit dem Betreiber schon einmal in der großen Arena am Olympiastadion ins Becken steigen, wo 1972 ein Mark Spitz siebenmal Schwimm-Gold geholt hat, aber auch Wasserballstars wie Tamas Farago ihre Spuren hinterlassen haben. Bei dem Wasserball-Comeback am Coubertinplatz hat das Stadtwerke-Team gleich mit 22:3 gegen Schlusslicht WV Darmstadt die Oberhand behalten. Der auch in der Außendarstellung des Klubs aktive Mikic konnte etwa 350 Gäste, darunter sogar 260 zahlende Zuschauer, und ein generell positve Feedback dieser Maßnahme vermelden. Sponsoren hatten die Durchführung ermöglicht, und die Spielerfrauen hatten der Veranstaltung auch noch einen gastronomischen Rahmen beschert. „Einzig das Spiel hätte etwas spannender sein dürfen“, war Mikic ansonsten rundum zufrieden.

Aufgrund des großen Wassersportfestivals wird es am morgigen Vormittag sogar freien Eintritt zum Spiel geben, wobei sich die Gäste auf der Anlage zudem weitere Attraktionen freuen können. Ob es in der kommenden Saison weitere Begegnungen in der großen Arena am Olympiastadion geben wird, vermochte Mikic noch nicht zu sagen. Eine Rückkehr an den Coubertinplatz wird für den Münchener Wasserballsport allerdings unabdingbar sein, wenn dieser vielleicht auch mal an die Deutsche Wasserball-Liga (DWL) anklopfen möchte. Nur die Olympiaschwimmhalle bietet das nötige Umfeld, um die Sportart attraktiv in Szene zu setzen, und nach oben ist noch Potential: Trotz der Niederlagen des vergangenen Wochenendes hat die Zweitligamannschaft noch Chancen auf einen Medaillenplatz. Anders als noch vor einem Jahrzehnt verfügt der Klub neben dem Zweitligateam inzwischen auch über ein Reserveteam in der Oberliga Bayern, drei Jugendmannschaft enund ein Mixed-Team.

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