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SSVE mit positivem Wochenend-Fazit

Bild: SSVE

Deutlicher Sieg gegen Neukölln – Gute 2. Halbzeit gegen Spandau
Der SSV Esslingen geht mit einem guten Gefühl aus dem anstrengenden Doppelspiel-Wochenende in Berlin: am Samstag reichte eine starke erste Halbzeit und ein Schlussspurt zum deutlichen 9:17 (1:4, 0:5, 5:1, 3:7)-Erfolg über Schlusslicht SG Neukölln, während sich am Sonntag gegen Rekordmeister Spandau 04 bei der 19:8 (4:0, 6:1, 4:2, 5:5)-Niederlage auf die gute zweite Halbzeit aufbauen lässt.

Zwei Tage Berlin und 2:2 Punkte – die Bundesligawasserballer haben ihre Pflicht und die eigenen Erwartungen erfüllt. An der Konstanz muss aber noch gearbeitet werden, denn starke Abschnitte und Schwächephasen wechselten sich in beiden Spielen ab. Bernd Berger: „Gegen Neukölln reichten zweieinhalb starke Viertel für den Sieg, während gegen Spandau zwei gute Viertel zu wenig sind. Wollen wir gegen Bayer Uerdingen gewinnen, müssen wir an die Leistung vom Neukölln-Spiel anknüpfen“, blickt der Esslinger Trainer bereits auf das Heimspiel am kommenden Samstag (16 Uhr, Inselbad Untertürkheim) voraus. Kapitän Heiko Nossek wurde beim Sieg am Samstagabend Spieler des Tages und war mit sieben Treffern am Wochenende Esslingens bester Schütze: „In den ersten zwei Vierteln gegen Neukölln hat man gesehen, wozu wir in der Lage sind, wenn wir komplett und vor allem konzentriert spielen. Wenn wir den Rest der Saison weiterhin so auftreten, werden wir das Vorgenommene auch erreichen. Gegen Spandau war es dagegen in der ersten Halbzeit eine Katastrophe, während man auf die zweite Halbzeit aufbauen kann. Wir müssen im Hinblick auf das Bayer-Spiel die positiven Eindrücke aus beiden Spielen mitnehmen, dann werden wir auch einen Sieg einfahren und die Tabelle wieder berichtigen“, hat auch er den Fokus bereits auf die nächste und wichtige Partie gerichtet.

Hochkonzentriert und effektiv starteten die Esslinger Wasserballer am Samstag gegen die SG Neukölln. Michael Müller traf aus der Centerposition nach schönem Anspiel von Robert Roth zum 1:0, Hannes Rothfuß vollendete einen Konter zum 2:0 und Heiko Nossek sorgte mit seinen beiden Treffern für ein schnelles 4:0 nach viereinhalb Minuten. Ein verwandelter Strafwurf der Gastgeber sorgte für den ersten Pausenstand.

Auch im zweiten Abschnitt zeigte sich der SSVE in der Abwehr um Torwart Marco Watzlawik sehr stabil und im Angriff in Torlaune. Mike Troll markierte in Überzahl auf Anspiel von Neuzugang Christopher Meinhold das 5:1. Die Routiniers Robert Roth und Michael Müller erhöhten auf 7:1 nach etwas mehr als 10 Minuten. Mit einem Doppelpack sorgte Lars Hechler für eine scheinbar beruhigende 9:1-Halbzeitführung.

Erst in der 18. Spielminute erzielten die Gastgeber ihren zweiten Treffer, doch Hannes Rothfuß stellte mit einem Abstauber-Tor nach einem Latten-Treffer von Michael Müller den alten Abstand umgehend wieder her. Was dann aber folgte, ist schwer erklärbar: innerhalb von acht Minuten kam Neukölln mit einem 7:1-Zwischenspurt plötzlich wieder auf 9:11 aus ihrer Sicht heran und auf der Uhr waren noch fast fünf Minuten Restspielzeit. Doch Esslingen fand den sprichwörtlichen Schalter, legte ihn um und knüpfte an die erste Halbzeit an: Hannes Glaser in Überzahl und Joshua Stedman mit einem Konter sowie ein Hattrick von Kapitän Heiko Nossek brachten den SSVE zurück auf die Siegerstraße. Den 17:9-Schlusspunkt setzte erneut der US-Amerikaner Joshua Stedman.

Ganz anders verlief dagegen die Sonntagspartie gegen den scheinbar übermächtigen Favoriten und Rekordmeister Spandau 04. Harmlos und uninspiriert im Angriff und nicht konsequent genug in der Verteidigung, eine solche Spielweise wird von den Topathleten aus der Hauptstadt gnadenlos ausgenutzt und so darf man sich auch nicht wundern, zur Halbzeit schnell mal mit 10:1 zurückzuliegen. Doch die Esslinger Spieler zeigten Moral und versuchten im dritten und vierten Viertel das umzusetzen, was man sich vorgenommen hatte. Die Folge: in der Abwehr um Torhüter und Neuzugang Stephen White fand man mehr Stabilität, indem man die Berliner mehr unter Druck setzte und aus der besseren Abwehrarbeit heraus gewann man auch im Angriffsspiel mehr Selbstvertrauen. Michael Müller in Überzahl auf Pass von Robert Roth und Hannes Rothfuß aus dem Rückraum sorgten für zwei schnelle SSVE-Treffer zu Beginn des dritten Viertels. Zwar bauten die Spandauer ihren Vorsprung auf 14:3 aus, doch ein tor- und abwechslungsreicher letzter Abschnitt sollte folgen. Heiko Nossek mit einem Bogenball, ein Abstauber von Lars Hechler, ein Überzahltreffer von Robert Roth sowie zwei Kontertore von Joshua Stedman sorgten für die fünf Esslinger Tore bei genauso vielen Gegentoren, was für einen 8:19-Endstand aus SSVE-Sicht sorgte.

Der Blick der Esslinger Wasserballer ist bereits auf das kommenden Wochenende gerichtet: mit dem Heimspiel gegen Bayer Uerdingen (16 Uhr, Inselbad Untertürkheim) wartet ein weiterer direkter Konkurrent um die Plätze für eine gute Ausgangssituation für die PlayOffs. Das Hinspiel verlor Esslingen stark ersatzgeschwächt mit 7:11. Nun möchte der Sechstplatzierte SSVE Wiedergutmachung leisten und so mit den derzeit Viertplatzierten möglicherweise den Platz tauschen.

Für den SSV Esslingen im Einsatz waren:

Marco Watzlawik (Torwart), Lars Hechler (2 Tore am Samstag / 1 Tor am Sonntag), Hannes Rothfuß (2/1), Valentin Finkes, Joshua Stedman (2/2), Robert Roth (1/1), Heiko Nossek (5/2), Michael Müller (3/1), Christopher Meinhold, Novak Zugic, Mike Troll (1/nur Sa.), Tim Hornuf (nur So.), Hannes Glaser (1/0) und Stephen White (Torwart).

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