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26. März 2026Heimsieg gegen Cannstatt – Viertelfinal-Duell mit Hannover wartet
Nach einer spannenden Hauptrunde der 1. Wasserball-Bundesliga gehen die Potsdam Orcas auf einem starken vierten Tabellenplatz in die Playoffs. Hinter dem Spitzentrio aus Waspo 98 Hannover (42 Punkte), ASC Duisburg (33) und Wasserfreunde Spandau 04 (32) sicherte sich die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir mit 18 Zählern knapp vor den White Sharks Hannover (16) und dem Duisburger SV 98 (16) diese Position.
Grundlage dafür war der 14:8-Heimsieg (3:2, 3:1, 4:3, 4:2) im letzten Hauptrundenspiel gegen den SV Cannstatt am vergangenen Sonnabend im Sport- und Freizeitbad blu. Gegen den starken Aufsteiger aus Süddeutschland taten sich die Orcas zunächst schwer, setzten sich am Ende aber souverän durch. Cannstatt beendet die Hauptrunde mit neun Punkten auf Rang sieben vor Schlusslicht SG Neukölln (3).
Ulrich glänzt im Jubiläumsspiel
Im Mittelpunkt stand Kapitän Lu Meo Ulrich, der mit drei Treffern und einer starken Defensivleistung zum „Spieler des Tages“ gewählt wurde – und das ausgerechnet in seinem 150. Bundesligaspiel für die Potsdam Orcas.
Der 25-Jährige begann seine Laufbahn beim SV 2000 Brandenburg/Havel und wechselte zur achten Klasse an die Sportschule Potsdam. Im Nachwuchs sammelte er zahlreiche nationale Medaillen, spielte international für Deutschland im Juniorenbereich und absolvierte ein Länderspiel mit der A-Nationalmannschaft in Dresden gegen Ungarn.
Nach dem Abitur blieb er dem Verein treu und gehört inzwischen zu einem kleinen Kreis von Spielern mit über 150 Bundesligaeinsätzen für Potsdam. Die meisten Partien absolvierte Hannes Schulz (209), gefolgt von Marc Langer (208), Ferdinand Korbel (207), Matteo Dufour (188) und Tobias Lentz (152).
„Großer Dank für seine Treue“, sagt André Laube, sportlicher Leiter der Orcas. „Lu Meo hat viele Umbrüche im Team miterlebt und sich im Dienst der Mannschaft immer seiner Rolle angenommen. In dieser Saison ist er unsere klare Führungspersönlichkeit und übernimmt auch offensiv mehr denn je Verantwortung.“ Mit inzwischen 16 Treffern in 13 Spielen ist der Centerverteidiger in dieser Saison aktuell drittbester Torschütze seines Teams hinter Arne Hofmann (39) und Finn Taubert (38).
Geduldiger Sieg gegen unangenehmen Gegner
Auch gegen Cannstatt zeigte Ulrich früh seine Präsenz und traf zum 1:0 sowie zum 2:2 im ersten Viertel. Zu Beginn des dritten Abschnitts erhöhte er auf 7:4. Ebenfalls dreimal erfolgreich war Finn Taubert. Die weiteren Tore erzielten Arne Hofmann (2) sowie Marian Kob, Tyler Reece Kugler, Finn Klappke, Matti Arnold, Elias Marco Göthke und Florian Burger (je 1).
Potsdam kontrollierte über weite Strecken das Spiel, schaffte es jedoch nicht, sich frühzeitig entscheidend abzusetzen. Trotz zwischenzeitlicher Führungen (9:5, 10:6) blieb Cannstatt hartnäckig. Zu Beginn des Schlussviertels bot sich den Gästen sogar die Chance, auf ein Tor zu verkürzen – diese blieb ungenutzt. Im direkten Gegenzug stellte Potsdam auf 11:8 und entschied die Partie mit drei weiteren Treffern in der Schlussphase endgültig.
Viertelfinale gegen Hannover – Revanche möglich
Im Playoff-Viertelfinale treffen die Orcas nun auf den Tabellenfünften White Sharks Hannover. Ausgerechnet gegen diesen Gegner musste Potsdam in der Hauptrunde zwei Niederlagen hinnehmen – auswärts mit 16:19 und im blu in einem dramatischen Spiel mit 10:11.
Die Ausgangslage verspricht daher ein intensives Duell. Die „Best-of-three“-Serie beginnt am 18. April in Hannover. Spiel zwei findet am 25. April um 18:00 Uhr im blu statt. Sollte es nach zwei Partien unentschieden stehen, folgt direkt am nächsten Tag das entscheidende dritte Spiel.
Der Sieger der Serie zieht ins Halbfinale ein und bleibt im Rennen um die Meisterschaft. Für den Verlierer geht es dagegen in die Playdowns – und damit in den Kampf um den Klassenerhalt.
Die Bühne für ein spannendes Viertelfinale ist bereitet.
Potsdam:
Torhüter Willem Simon, Max Rössel
Finn Taubert (3), Marian Kob (1), Tyler Kugler (1), Arne Hofmann (2), Filip Dittmer, Fynn Klaffke (1), Matti Arnold (1), Elias Göthke (1), Thilo Popp, Florian Burger (1), Lu Meo Ulrich (3), Noel Eisenreich


