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Potsdams Zweite im Ost-Pokal-Viertelfinale

Orcas mit gutem Zwischenfazit ihres Zweitliga-Projektes

Die Bundesliga-Reserve der Potsdam Orcas steht im Viertelfinale des ostdeutschen Wasserball-Pokals. Beim SV Zwickau 04 setzte sich die „Zweite“ des OSC Potsdam am Samstag souverän mit 13:6 (3:2, 4:2, 4:1, 2:1) durch. Im bereits ausgelosten Viertelfinale muss die Mannschaft von Trainer Slawomir Andruszkiewicz nun wieder auswärts ran. Am 25. oder 26. April geht es zur SG Neukölln Berlin II.
Nicht zuletzt der Pokalerfolg in Zwickau bescheinigt dem Projekt der Etablierung einer zweiten Mannschaft auf ostdeutscher Ebene eine Erfolgsgeschichte. In der 2. Wasserball-Liga Ost bekleiden die Potsdamer in ihrem Aufstiegsjahr nach gespielten 13 von 20 Partien den zweiten Rang mit 22:4 Punkten und 173:111 Toren. Lediglich dem Erstliga-Absteiger SVV Plauen unterlagen die Orcas daheim 9:15 und auswärts letzte Woche 6:9.
„Wir sind sehr zufrieden und glücklich, dass wir diesen Schritt gegangen sind“, sagt André Laube, sportlicher Leiter der Potsdam Orcas. „Gerade für unsere jungen Spieler ist die Plattform toll. Sie müssen sich gegen routinierte Leute durchsetzen und profitieren gleichzeitig vom gemeinsamen Spielen mit erfahrenen Jungs in Wettkampf und Training.“ Schon der Blick auf die Spitze der internen Torschützenliste in dieser Saison zeigt die große Breite im Team. Je 20 Treffer haben der 36-jährige Kapitän Erik Miers, Tobias Lentz (29) und Sascha Seifert (18) auf dem Konto. Jacob Drachenberg (30) und Simon Kuhn (17) kommen auf jeweils 19 Tore.
Beim Pokal in Zwickau setzte der OSC nahezu auf eine komplette Teenager-Mannschaft. Bis auf Miers, der im Übrigen letzten Samstag beim 2:2-Zwischenstand gegen Plauen sein 200. Tor auf Zweitliga-Ebene für Potsdam erzielte, und Florenz Korbel (21) waren alle Akteure 18 Jahre oder jünger. Ein besonderes Spiel sollte es für den erst 15-jährigen Joel Limprecht im Tor der Orcas werden. Nicht nur, dass er ein solides Spiel zwischen den Pfosten absolvierte, erzielte er auch sein erstes Tor. Bei noch 19 zu spielenden Sekunden forderte Andruszkiewicz eine Auszeit und schickte den Keeper auf die gegnerische Zweit-Meter-Linie. Dort wurde er geschickt von Florenz Korbel angespielt. Im Nachfassen schob Limprecht den Ball über die Linie und markierte den 13:6-Endstand. „Einfach ein geiles Gefühl“, kommentierte der Neuntklässler der Potsdamer Sportschule.
Für die anderen Tore sorgten dann aber überwiegend die „jungen Wilden“ aus Potsdams Erstligateam. Felix Korbel markierte die Treffer zum 5:4, 6:4, 10:4 und 12:5. Seifert kam auf drei Tore (2:2, 7:4, 9:4). Je zwei Buden erzielten Lu Meo Ulrich (1:0, 3:2) und Luka Götz (4:2, 8:4). Noel Eisenreich schließlich kam gegen seinen ehemaligen Klub, von dem er als Siebtklässler an die Potsdamer Sportschule wechselte, zu einem Treffer (11:4).
Potsdam II: Torhüter Joel Limprecht (1), Noel Eisenreich (1), Marc Lehmann, Moritz Bogaczyk, Julius Barth, Florenz Korbel, Erik Miers, Sascha Seifert (3), Felix Korbel (4), Niklas Karossa, Lu Meo Ulrich (2), Luka Götz (2)

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