DSV-AUSWAHL DREHT VIER-TORE-RÜCKSTAND
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Deutschland siegt und träumt von Olympia

Die deutschen Wasserballer haben bei der Europameisterschaft in Budapest das Spiel um Platz neun erreicht. In der Runde um die Plätze 9 bis12 gewann die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm (Spandau) und seinem Assistenten Uwe Brinkmann (Hannover) das Halbfinale gegen Rumänien mit 15:10. Damit kann die deutsche Auswahl mit den Torhütern Moritz Schenkel und Kevin Götz sowie Kapitän Julian Real von Waspo 98 Hannover die Platzierung von der letzten EM in Barcelona 2018 wiederholen und darf mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, an der Olympiaqualifikation für die Spiele in Tokio 2020 im März in Rotterdam teilnehmen zu können.
In der Partie gegen Rumänien legte Deutschland einen Blitzstart hin. Julian Real erzielte die umgehende Führung mit einem „Tipper“ aus kurzer Distanz. Maurice Jüngling (Spandau 04) warf beherzt ins Eck und Marin Restovic bediente seinen Spandauer Kollegen Mateo Cuk im Center, der sich drehte und wuchtig abschloss. Nach gut drei Minuten nahm Rumänien eine Auszeit, doch der extrem starke Denis Strelezkij (Spandau 04) fing den ersten Aufbaupass der konsternierten Osteuropäer ab, schwamm mit zwei Kameraden einen Konter und vollendete mit präzisem Wurf zum 4:0. Gespielt waren da 3:29 Sekunden und die deutsche Bank sprang geschlossen zum Jubel auf. Mit einem abgefälschten Wurf von Tudor Fulea kamen die Rumänen zu ihrem ersten Treffer, doch ein gut platzierter Versuch von Marko Stamm in Überzahl erbrachte das scheinbar komfortable 5:1 nach dem ersten Viertel.

Die Cracks von den Karpaten um den beinahe 40 Jahre alten Center-Star Cosmin Radu kamen jedoch überraschenderweise unbeeindruckt ins Spiel zurück. Nicolae Oanta traf genauestens aus großer Distanz ins Eck, Radu drehte sich unnachahmlich auf der Centerposition, und als Oanta einen Aufsetzer unter den Giebel knallte, waren die Rumänen wieder auf Tuchfühlung. Marko Stamm sorgte nach einer schönen Ballstafette zunächst für Beruhigung bei den deutschen Fans, doch bei einem umstrittenen Videoentscheid erkannte der Schiedsrichter einen Wurf von Mihnea George als vollständig hinter der imaginären Torlinie an. Andrei Prioteasa traf schließlich mit einem Fernschuss sogar zum Ausgleich und es ging ergebnistechnisch wieder von vorn los. Immerhin gelang Denis Strelezkij durch einen schön aufgezogenen hochwertigen Wurf ins lange Eck die Führung zum 7:6 „bei Halbzeit.“

Nun zeigten die deutschen Angreifer wieder ihr schnelles und durchaus variables Offensivspiel, das die in der Abwehr etwas behäbig wirkenden Spieler aus Rumänien in nicht lösbare Schwierigkeiten brachte. Ben Reibel nutzte einen guten Pass von Marko Stamm, Denis Strelezkjj traf aus spitzem Winkel und erneut Reibel war mit einem schnellen Wurf ins kurze Eck erfolgreich. Diese erneute Vier-Tore-Führung war die DSV-Auswahl nun nicht mehr bereit herzugeben. Zwar verkürzte Andrei Ghiban noch einmal in Überzahl, doch Reibel und Stamm besorgten die beruhigende 12:7-Führung nach dem dritten Abschnitt. Im letzten Viertel transportierte die DSV-Auswahl den Vorteil und ließ die Rumänen nicht mehr heran. Auch Dennis Eidner, und Lucas Gielen konnten sich noch in die Torschützenliste eintragen.

Gegen Angstgegner Georgien, der die letzten beiden Spiele gegen Deutschland gewann, ist nun ein weiterer Kraftakt nötig um Olympia einen Schritt näher zu kommen. FG

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