Waspo 98 verwirft den Sieg, White Sharks gewinnen nächsten Krimi

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Waspo 98 verwirft den Sieg, White Sharks gewinnen nächsten Krimi

Der deutsche Pokalsieger Waspo 98 Hannover hat in der Champions-League der Wasserballer eine äußerst bittere Niederlage kassiert. Im Fernsehspiel (Sport 1 übertrug live) gegen CN Terrassa verlor die Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer auf vollkommen unnötige Weise mit 8:9 und minimierte damit ihre Chancen, das Endturnier im Juni 2020 in Italien zu erreichen.
Vor rund 350 Besuchern im Stadionbad legten die Hannoveraner dabei einen Start nach Maß hin. Jorn Winkelhorst, Darko Brguljan und Tobias Preuß warfen im ersten Viertel eine 3:0-Führung heraus. Die Abwehr vor dem starken Schlussmann Moritz Schenkel blockte und agierte glänzend. Wenige Sekunden vor der Sirene kamen die Katalanen zu ihrem ersten Treffer. Doch schon im zweiten Spielabschnitt wendete sich das Blatt. Waspo vergab eine Flut von besten Wurfmöglichkeiten, auch und gerade in Überzahl. Der spanische Vizemeister witterte seine Chance und ging seinerseits mit 4:3 in Führung. Immerhin konnte Darko Brguljan kurz vor der Halbzeit noch einmal ausgleichen.

Im dritten Spielabschnitt stabilisierte sich Waspo zunächst etwas. Innerhalb von 90 Sekunden trafen die Gastgeber durch Aleksandar Radovic (2) und Darko Brguljan dreimal und warfen – angetrieben vom treuen Publikum – ein 7:5 heraus. Doch was nun folgte, brachte Trainer Karsten Seehafer regelrecht auf. Erneut wurden reihenweise beste Chancen nicht genutzt, im letzten Viertel versuchten es die Hannoveraner dann mit Gewalt und verzettelten sich in Einzelaktionen. Elf Minuten lang konnten die Gastgeber nicht treffen. Terrassa warf eine vorentscheidende 9:7-Führung heraus, der Anschlusstreffer von Ivan Nagaev in der letzten Minute kam zu spät. Nach dieser Vorstellung verließen die Zuschauer das Stadionbad mit einer gewissen Ratlosigkeit.

Tags zuvor hatte Waspo 98 seine Aufgabe in der Deutschen Wasserball-Liga gegen den SV Ludwigsburg souverän gelöst. Die Gäste aus Baden-Württemberg konnten phasenweise durchaus einige Akzente setzen, machten aber zunehmend Nebenkriegsschauplätze auf, in dem sie sich mit den Schiesdrichtern beschäftigten. Dies führte zu drei Ausschlüssen in der Mannschaft und einer Roten Karte gegen Trainer Adrijan Jakovcev. Waspo setzte sich Tor um Tor ab und warf einen klaren 20:7-Erfolg heraus. Eine gute Leistung zeigte Keeper Kevin Götz.

Für Waspo 98 trafen: Aleksandar Radovic (8), Ivan Nagaev (3), Petar Muslim, Jorn Winkelhorst (je 2), Ante Corusic, Julian Real, Darko Brguljan, Tobias Preuß, Matija Brguljan (je 1).

Die White Sharks gewannen auch gegen den SSV Esslingen hauchdünn mit 9:8 und beseitigten damit letzte Zweifel am Erreichen der Play-Offs um die Deutsche Meisterschaft. Dabei spannen die Haie von Trainer Milan Sagat einen Spannungsfaden, der bei einigen Zuschauern auf der Tribüne zu Blutdruckschwankungen im beängstigenden Bereich führte. Dabei sah es anfangs nach einem lockeren Sieg aus. Der Ball lief sicher und effizient durch die eigenen Reihen und die Defensive um Torwart Dominik Schimanski war auf Ballhöhe. Mitte des zweiten Viertels schienen die Sharks bei einer 6:1-Führung auf der sicheren Seite zu sein. Nach einem 6:2-Halbzeitstand behaupteten die Gastgeber eine klare Führung auch noch ins letzte Viertel hinein, begannen sich aber im Auslassen von hochkarätigen Möglichkeiten förmlich zu überbieten. Als die Gäste aus dem Schwabenland dann auch noch einmal alles auf eine Karte setzten, kamen sie zum Entsetzen des Publikums zum 8:8-Ausgleich. Wieder war es Routinier Luka Sekulic vorbehalten, den entscheidenden Treffer zu markieren. Dieser gelang ihm mehr als zweieinhalb Minuten vor dem Ende. Die Esslinger hatten bei ihrer Aufholjagd sichtlich Kräfte gelassen und konnten nichts mehr entgegensetzen.

Für die White Sharks trafen: Philip Kubisch, Luka Sekulic und Vincent Winkler (2), Niclas Schipper, Philipp Dolff und Christos Diamantidis (1). FG

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