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DSV-Frauen unter Druck

Es wurden Spannung pur und eine Hexenkesselatmosphäre geboten: Auf dem Weg zu den Europameisterschaften in Budapest (Ungarn/12 bis 26. Januar) unterlagen Deutschlands Frauen im ersten von zwei Qualifikationsspielen gegen Rumänien auswärts in Focsani vor großer Kulisse nach einer 8:6-Führung beim Seitenwechsel noch mit 13:14 (4:2, 4:4, 2:5, 3:3) Toren und müssen um das EM-Ticket bangen.

Es war aus deutscher Sicht die erwartet schwere Partie, zumal der neue Auswahltrainer Arno Troost (Bochum) im ersten Aufeinandertreffen beider Teams krankheitsbedingt kurzfristig auf Torjägerin Belén Vosseberg verzichten musste. Auf die verbliebenen Akteure wartete in der ostrumänischen Provinzstadt zudem eine in dieser Form bisher weitgehend unbekannte Hexenkesselatmosphäre: Gut als 400 lautstarke Zuschauer drängten sich auf den Tribünen der neuen Schwimmhalle in Focsani, die mit einer Beckengröße von 33 x 25 Metern zudem die exakten Maße für ein Wasserballspielfeld bot.

Die DSV-Auswahl hatten in der ebenso tor- wie ereignisreichen Partie dennoch zur Halbzeit mit 8:6 geführt und lag auch im dritten Abschnitt bis zum Stand von 9:8 (21.) durchweg in Front, obwohl beim Stande von 8:7 ein Strafwurf vergeben worden war. Insgesamt verloren die Deutschen nach dem Seitenwechsel allerdings zunehmend den Faden und sahen sich im Schlussabschnitt zwischenzeitlich sogar einem 10:13-Rückstand (26.) gegenüber. Immerhin sorgten drei Treffer in Serie für den zeitnahen 13:13-Gleichstand (29.).

Zwar gelang dem Gastgeber postwendend mit dem 14:13 die erneute Führung und zugleich auch der nominelle Sieg in dieser ersten Partie, doch im Hinblick auf die Gesamtwertung kamen die Deutschen mit einem Blauen Auge davon. „Wir haben es im dritten Viertel nicht geschafft, die Führung zu halten“, sah Co-Trainer Sven Schulz (Chemnitz) als Knackpunkt der Partie. Die deutschen Tote teilten sich Lynn Krukenberg, Gesa Deike (je 3), Ira Deike, Jennifer Stiefel (2), Pauline Pannasch, Aylin Fry und Theresa Podsiadly.

Es war im vierten Aufeinandertreffen beider Teams bereits die zweite deutsche Niederlage. Das Rückspiel und damit auch die Entscheidung um das EM-Ticket findet am 26. Oktober in Duisburg (16 Uhr, Schwimmstadion Sportpark Wedau) statt, dann vielleicht auch wieder mit Belén Vosseberg. Gefordert ist in der Partie ein Sieg mit einem Zwei-Tore-Vorsprung; bei einem Ein-Tor-Erfolg ginge es in ein sofortiges Fünfmeterwerfen.

EM-Qualifikation Frauen

Hinspiel in Focsani (Rumänien)

Rumänien – Deutschland 14:13 (2:4, 4:4, 5:2, 3:3)

Deutschland: Felicitas Saurusajtis – Pauline Pannasch 1, Maren Hinz, Sophia Eggert, Ira Deike 2, Gesa Deike 3/2, Alexandra Greine, Aylin Fry 1, Jennifer Stiefel 2, Fabienne Heerdt, Theresa Podsiadly 1, Lynn Krukenberg 3 und Ronja Kerßenboom. Trainer: Arno Troost.

Persönliche Fehler: 14/15

Rückspiel in Duisburg

Sonnabend, den 26. Oktober 2019
16:00 Deutschland – Rumänien (Schwimmstadion)

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