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Griechischer Abend als Ouvertüre

Hart gefordert ist Waspo 98 Hannover gleich zum Beginn des ultimativen Saisonendspurts: Am 13. und vorletzten Spieltag der Champions League gastiert der deutsche Meister am heutigen Mittwochabend auswärts beim amtierenden Titelträger Olympiakos Piräus (Griechenland), der seinerseits um eine gute Position für die zum Pfingstwochenende in Hannover anstehende Endrunde kämpft. Das Anschwimmen in der Petros-Kapagerof-Schwimmhalle steigt um 19 Uhr deutscher Zeit; ein Livestream der Partie läuft unter http://www2.len.eu/?p=11343 wie gewohnt auf der LEN-Webseite.

Der griechische Abend bildet für die Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer Ouvertüre wie auch Generalprobe für die entscheidenden Wochen der langen Saison: Bereits am 3./4. Mai steht in Düsseldorf die nationale Pokalendrunde auf dem Programm, es folgen die Play-offs und als großes Finale die vom 6. bis 8. Juni die Endrunde der Champions League im heimischen Stadionbad. In Piräus können die Niedersachsen noch ein letztes Mal hochwertig testen, ehe es dann endgültig ernst wird – ohne Druck, aber mit den nachfolgenden Entscheidungen im Nacken.

Anfang November hatte es beim Hinspiel am Maschsee, eine der beiden Fernsehpartien der laufenden Saison, ein überraschendes 9:9-Unentschieden gegen den Titelverteidiger gegeben: Waspo 98 lag damit in der Tabelle noch vor den Griechen, doch inzwischen haben sich die Wege beider Teams getrennt. Während die sechsplatzierten Niedersachsen gegen die Rote Laterne kämpfen, schwimmt Olympiakos als Tabellendritter inzwischen auf Endrundenkurs. Für Griechenlands berühmtesten Sportverein bietet sich die Chance zur Revanche, doch für Trainer Theodoros Vlachos gilt es primär, in dem dichten Terminkalender Kurs zu halten.

Die Tabellensituation der Hauptrundengruppe B bietet vor den beiden letzten Spieltagen noch einiges an Spannung: Der Tabellenvierte Szolnoki VSC (Ungarn/derzeit 21 Punkte), Champions League-Sieger des Jahres 2017, ist aktuell nicht für die Endrunde in Hannover qualifiziert, allerdings könnte aufgrund des schweren Restprogramms anstelle der Ungarn auch der zweitplatzierte Neuling BPM Sport Management (Italien/26) noch rausfliegen. Dagegen bietet sich für Olympiakos (24) die gute Möglichkeit, mit einem Erfolg in der Heimpartie gegen Außenseiter Waspo 98 zumindest den hierfür notwendigen dritten Platz vorzeitig eintüten.

„Wir möchten guten Wasserball zeigen und das Spiel lange offen gestalten“, hat Waspo98-Trainer Karsten Seehafer als Ziel ausgegeben. Doch selbst das ist ambitioniert, wie aus deutscher Sicht erst elf Tage zuvor sichtbar war: Der nationale Rivale Wasserfreunde Spandau 04 hielt hier bei seinem Heimauftritt gegen die Griechen bis zur 12. Minute ein 2:2, um dann noch mit 3:11 unterzugehen. Im Duell mit Europas Besten wird Waspo 98 personell leicht verändert auflaufen: Mit Fynn Schütze und Wolf Moog kommen in Piräus die beiden jüngsten Akteure des 17er-Kaders zum Einsatz. Zudem wird es bei den Routiniers ein Comeback für den Italiener Alex Giorgetti nach dessen Rippenverletzung geben.

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