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Endspiel-Countdown mit Hindernissen

Mit personellen Rückschlägen im Schlussspurt kämpfen Deutschlands Wasserballer heute Abend im westfälischen Hamm um das Weiterkommen in der Weltliga: So fällt beim letzten und entscheidenden Spiel der Europa-Gruppe A gegen den WM-Achten Russland nach Dennis Strelezkij nun auch Centerspieler Mateo Cuk (beide Wasserfreunde Spandau 04), der durch Timo van der Bosch (SV Ludwigsburg) ersetzt werden wird. Die bereits seit der vergangenen Woche ausverkaufte Partie startet um 19:30 Uhr im Maximare-Freizeitbad und findet im Rahmen des 100-jährigens Jubiläums des früheren deutschen Rekordmeisters SC Rote Erde Hamm statt.

Wie am Montag von DSV-Seite bekanntgegeben wurde, muss Mateo Cuk aufgrund von Schulterproblemen passen. Ursprünglich sollten keine Spieler nachnominiert werden, doch ohne einen erfahrenen zweiter Center mochte die DSV-Verantwortlichen dann doch nicht in die Schlüsselpartie der Gruppenphase gehen. Mathematisch stehen Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) immerhin zwölf der 13 EM-Teilnehmer des Vorjahres zur Verfügung, allerdings ist auch Tobias Preuß angeschlagen, und Rückkehrer Reiko Zech hat nach seinem monatelangen Ausfall bisher nur am vergangenen Wochenende im nationalen Ligagipfel zwischen Waspo 98 Hannover und Wasserfreunde Spandau 04 hochklassig spielen können.

Passend zu den ungünstigen Personalien hat auch noch „Sturmtief Eberhard“ für Probleme gesorgt: So konnten Marko Stamm und Maurice Jüngling nach einem Zugausfall am Sonntag erst stark verspätet aus Berlin per Mietwagen anreisen, so dass die Vorbereitung in Hamm selbst ebenfalls Einschränkungen erfahren hat. Mit dem Eintreffen van der Bosch geht der Countdown für die Partie in seine Endphase: Sollte es bei dem verkündeten Aufgebot bleiben, stellt der amtierende deutsche Meister Waspo 98 Hannover mit sechs Akteuren das größte Kontinent im 13-köpfigen DSV-Aufgebot, wobei Linkshänder Fynn Schütze (20) zu seinem vierten Weltliga-Einsatz in Serie kommen würde.

Die Rückschläge kommen zu einer absoluten Unzeit: Die Partie gegen Russland ist nach dem Teilerfolg der DSV-Auswahl gegen Spitzenreiter Ungarn das „Endspiel“ um Rang zwei in der Gruppe A und den Einzug in das Finalturnier um den neugeschaffenen Europa Cup für Nationalmannschaften, der am ersten April-Wochenende in Zagreb (Kroatien) zur Austragung kommt. Die aktuell drittplatzierte deutsche Mannschaft kann die favorisierten Russen mit einem Sieg in der ausverkauften Halle noch von dem hierfür notwendigen zweiten Platz verdrängen, allerdings brauchen die Deutschen hierfür auch ohne personelle Kapriolen einen Glanztag.

Vielleicht hilft der DSV-Auswahl auch ein wenig Hammer Wasserball-Magie: Die Heimat des früheren deutschen Rekordmeisters (elf Titel zwischen 1954 und 1975) ist zum 23. Mal seit 1958 Austragungsort eines offiziellen Länderspieles: Im Januar 2004 holten sich die Deutschen auf der heutigen Anlage im Rahmen eines Vierer-Turniers mit einem 8:8-Unentschieden gegen den damaligen Weltcup-Sieger. Eine Punkteteilung würde der DSV-Auswahl morgen Abend zum Weiterkommen nicht reichen, doch damals konnten sich die Spieler mit dem Bundesadler keine drei Wochen später in Rio de Janeiro (Brasilien) das Olympiaticket sichern, und zumindest ein abermaliger olympischer Rückenwind darf es morgen Abend gerne sein.

Team Deutschland (aktualisiert)

Tobias Preuß, Julian Real, Moritz Schenkel, Fynn Schütze, Kevin Götz, Reiko Zech (alle Waspo 98 Hannover), Marko Stamm, Maurice Jüngling, Marin Restovic, Ben Reibel, (Wasserfreunde Spandau 04), Dennis Eidner (ASC Duisburg), Timo van der Bosch und Hannes Schulz (OSC Potsdam)

Bundestrainer: Hagen Stamm
Uwe Brinkmann
Videotrainer: Dirk Hohenstein
Torwarttrainer: Peter Röhle

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